Samsung-Bericht stimmt Unternehmen auf Umbruchzeiten ein

In drei Jahren die „Open Economy“ schaffen

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ludger Schmitz

In Zukunft sind Unternehmen offener, was Folgen für die Sicherheitskonzepte hat.
In Zukunft sind Unternehmen offener, was Folgen für die Sicherheitskonzepte hat. (Bild: lichtkunst.73 / pixelio.de)

Milliarden vernetzter Geräte werden in Unternehmen neue Arbeitsmodelle erlauben, insbesondere eine stärkere Integration externer Mitarbeiter oder Partnerfirmen. Voraussetzung für diese „Open Economy“ ist die Kombination von Offenheit und Sicherheit.

Die Firma als geschlossene Gesellschaft mit ausschließlich festen Mitarbeitern ist längst passé. Die Kooperation mit Partnerunternehmen bei zentralen Projekten ist nichts Neues. Nicht nur in der IT gehören Freelancer zum Alltagsbild. Diese Entwicklung ist noch längst nicht abgeschlossen, sagt eine Studie von The Future Laboratory voraus, die Samsung in Auftrag gegeben hat.

Expertise aus dem Zukunftslabor

Was entsteht nennt The Future Laboratory eine „Open Economy“. Sie ist geprägt von einer engen Zusammenarbeit der Organisationen mit freien Mitarbeitern, einer routinemaßigen Einbettung von Start-ups und einer zunehmenden Kollaboration zwischen ehemaligen Wettbewerbern. Dieses Szenario, so die Studie, könnte schon in drei Jahren Wirklichkeit werden, und Unternehmen sollten sich schleunigst auf diese Entwicklung einstellen.

„Unternehmen müssen in die richtigen Technologien investieren, die es ihnen ermöglichen, schnell und flexibel zu agieren und ihre Wettbewerbsvorteile zu verstehen.“ Diese von Samsung zitierte Aussage von Marcos Eguillor, Gründer von BinaryKnowledge, Professor an der IE Business School, klingt noch ziemlich „old school“. Dann lässt der Spezialist für digitale Innovation und Transformation einen Unterton anklingen: „Um im globalen Markt wettbewerbsfähig zu sein, können sich Unternehmen nicht auf veraltete Strukturen verlassen.“

Die Mitarbeiter von morgen und ihre Anforderungen

Es geht darum, die Geschäftsmodelle so zu gestalten, dass sie Menschen, Daten und Ideen künftig sehr viel freier integrieren können. Die Mitarbeiter von morgen werden digital versiert sein und autonomes Handeln vorziehen. Wer die besten Köpfe möchte, muss deren Erwartungshaltungen nicht nur beim Gehalt entsprechen. Diese Leute sind mit mobilen Geräten aufgewachsen, sie sind einen sehr freizügigen Umgang mit Informationen gewohnt.

Nick Dawson, Global Director Knox Strategy bei Samsung, bringt der „Internet of Things (IoT) Study“ von Gartner Inc. aus dem Jahr 2015 in Erinnerung: „Wir rechnen damit, dass Unternehmen es in nur drei Jahren mit mehr als 7,3 Milliarden vernetzten Geräten zu tun haben werden. Gleichzeit wächst gerade eine Generation an Mitarbeitern heran, die sehr viel autonomer bestimmen möchten, wie, wo und wann sie arbeiten und diesen Stempel auch Unternehmen und ihren Geschäftsmodellen aufdrücken werden.“

Neue Quellen der Innovation erschließen

Nach Ansicht von The Future Library wird Innovation sich in Zukunft aus neuen Quellen speisen, und zwar branchenunabhängig. Neue Innovationstaktiken wie die Einbettung von Start-ups in bestehende Organisationen werden zur Norm und zu strategisch wichtigen Maßnahmen, um Innovation in allen Unternehmensbereichen voranzutreiben. Im weltweiten Vergleich seien europäischen Unternehmen durchaus führend auf dem Weg dahin, die richtigen Infrastrukturen zu schaffen.

In der Open Economy werden Organisationen, so die Studie, verstärkt auf Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen setzen, um die Zukunft akkurat vorherzusagen und auf dieser Basis bessere Entscheidungen zu treffen. Schon heute werde in vielen kommerziellen Bereichen intelligente Technologien eingesetzt, die sich selbst organisieren, auf neue Situationen einstellen und dadurch in der Lage sind, sehr genaue Prognosen über die zukünftige Entwicklung ihrer Unternehmen zu treffen. Fortgeschrittene maschinelle Intelligenz werde den Unternehmen, die sie zu nutzen wissen, ganz neue Möglichkeiten eröffnen, vorauszuplanen und ihre Geschäftsmodelle zu optimieren.

Offen - aber sicher

Selbstverständlich ist die Studie nicht frei von der Intention des Auftraggebers Samsung. Denn der Bericht führt auch aus: Bei allen Vorteilen eines offeneren Ansatzes stehen Unternehmen gleichzeitig vor der Herausforderung, die Sicherheit ihrer Organisation zu garantieren - und zwar zu jedem Zeitpunkt und über das gesamte Netzwerk an Geräten und Endpunkten hinweg. Angesichts immer neuer Bedrohungen sowie wegen neuer gesetzlicher Vorgaben wie der europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGV) werden die Anforderungen an Unternehmen im Bereich Sicherheit und Datenschutz weiter steigen.

„Freie Mitarbeiter effektiv, aber sicher in Geschäftsprozesse einzubinden, wird für Unternehmen die größte Herausforderung darstellen“, kommentiert Samsung-Manager Dawson die Erkenntnisse des Berichts. „Erfolg wird in der Open Economy vor allem von Sicherheitsplattformen abhängen, die es Unternehmen ermöglichen, gleichzeitig offen und sicher zu agieren.“

Samsung Knox on wood

Und genau für so etwas ist der Manager zuständig, nämlich die Samsung-Plattform Knox. Deren Grundlage ist ein anpassungsfähiges, modulares Design, welches kryptographische Schlüssel in einen sicheren, in den Geräte-Chipsatz integrierten Hardware-Container einbettet. Es ermöglicht die Erstellung zweier sicherer und vollständig voneinander isolierter Identitäten - privat und geschäftlich - auf ein und demselben Mobilgerät. Private Apps und Prozesse können nicht auf Unternehmensdaten zugreifen, und die persönliche Privatsphäre der Nutzer bleibt gewahrt.

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