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Power für Big Data IBMs Power-Plattform treibt Big-Data-Analysen mit Watson an

| Autor / Redakteur: Michael Matzer / Nico Litzel

Big Blue positioniert seine „Power“-Plattform auf drei strategischen wichtigen Märkten. Die mit Power betriebene „Watson-Engine“ soll helfen, Big Data sowohl inhouse als auch bei Managed Service Providern in der Cloud auszuwerten. Geplant ist außerdem, SAPs Datenbankplattform „HANA“ auf Power verfügbar zu machen.

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Doug Balog, General Manager IBM Power Systems
Doug Balog, General Manager IBM Power Systems
(Bild: IBM)

IBM hat seine Datenbanktechnik Watson kürzlich als Cloud Service bereitgestellt. Damit können Unternehmen aller Größen Big Data relativ kostengünstig auswerten. Watson-as-a-Service betreibt Big Blue in den Rechenzentren seines texanischen Tochterunternehmens Softlayer auf „Power-Linux“, einer nach IBM-Angaben leistungsfähigen Variante des Open-Source-Betriebssystems, die ausschließlich auf der Power-Plattform läuft.

„Watson soll unseren Kunden helfen, Probleme im Finanz-, Gesundheits- oder Versicherungswesen zu lösen“, sagt Doug Balog, der General Manager für IBM Power Systems. „Watson wird nicht programmiert, sondern lernt selbstständig.“ Dass Watson auf der Power-Plattform künftig eine große Bedeutung zukommt, hat IBM mit der Gründung einer eigenen Watson-Abteilung signalisiert.

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Strukturierte und unstrukturierte Daten

„Watson wertet Big-Data-Datentypen aller Art aus, um Business Insights zu liefern“, so Balog. „Power ist dafür die geeignete Technik-Plattform.“ Als Datenbanken können „IBM DB2“ oder Oracle dienen, um strukturierte Daten zu verarbeiten und sie Watson zu liefern. Hinzu kommen unstrukturierte Daten wie etwa Blogs, Ton- oder Video-Aufnahmen. Dafür unterstützt die Power-Plattform nach Balogs Angaben NoSQL-Datenbanken und Hadoop. Analyse-Anwendungen wie „IBM SPSS“, „Cognos“, „Biginsights“ und „Streams“ setzen darauf auf.

Mit „Watson-as-a-Service“ wird somit Power für die Cloud verfügbar gemacht. „Damit rollt IBM seine nationale IT-Agenda weltweit aus“, sagt Balog. Seit April unterstützt der „Power-8“-Hauptprozessor Server, die IBM und seine OEMs herstellen, in Scale-out-Systemen.

Solche Systeme werden einfach parallel geschaltet und mit dem GPFS-Filesystem verwaltet. In einem zweiten Schritt soll im Oktober die Unterstützung für Scale-up-Systeme hinzukommen. Damit sind Systeme der Pure-Baureihe gemeint, die ein kleines Rechenzentrum für einen bestimmten Zweck wie etwa Big Data bereitstellen.

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