Power-CPUs beschleunigt

IBM stellt neue Big-Data-Technik vor

| Autor / Redakteur: Martin Hensel / Nico Litzel

IBM treibt die Entwicklung im Bereich IoT weiter voran.
IBM treibt die Entwicklung im Bereich IoT weiter voran. (Bild: IBM)

Gemeinsam mit mehreren Mitgliedern der Open Power Foundation hat IBM neue Technologien und Entwicklerwerkzeuge für das Internet der Dinge (IoT) vorgestellt. Im Mittelpunkt steht die Verbindung von „Power“-Prozessoren und speziellen Beschleunigern.

Die neuen Power-basierten und mit Beschleunigern verstärkten Angebote kommen laut IBM zu einem Zeitpunkt auf den Markt, an dem Kunden eine Server-Plattform für das Internet der Dinge, Machine Learning oder andere kognitive Anwendungen suchen.

„IBM und die Mitglieder der Open Power Foundation sind an der Vorderfront dieser Entwicklung, die für Innovation auf allen Ebenen des Technologie-Stacks benötigt wird. Dazu gehört auch die Entwicklung des branchenweit ersten, offenen Hochgeschwindigkeits-Interconnects zwischen Prozessoren und Beschleunigern“, erkläutert Brad McCredie, IBM Fellow und Open Power Foundation President.

Beschleunigter Watson

Zu den Neuheiten zählt ein beschleunigter Watson: Durch die Integration von „Nvidia-Tesla-K80“-GPUs konnten die Such- und Rangfolge-API-Fähigkeiten um 70 Prozent beschleunigt werden. Davon profitiert unter anderem die Kostenstruktur von Watson-basierten Cloud-Services.

Zudem gab IBM eine strategische Zusammenarbeit mit Xilinx bekannt. In deren Rahmen sollen in den kommenden Jahren gemeinsam Datacenter- und Network-Function-Virtualization-Lösungen entstehen, die Systeme, Software und Management-Komponenten rund um den FPGA-Beschleuniger von Xilinx zusammenbringen. Dabei stehen vor allem neue Workloads in den Bereichen HPC, kognitive Anwendungen, Machine Learning, Genomik und Big Data Analytics im Fokus.

Smarte Lösungen

Der Partner Mellanox kündigte den ersten smarten Network-Switch an, der Kunden eine geschätzt bis zu zehnfache Leistung im Vergleich mit der bisherigen Lösung ermöglicht. NEC kündigte die „Expether“-Technik an und will künftig die Coherent-Accelerator-Processor-Interface-Technologie (CAPI) von IBM einsetzen.

E4 Computer Engineering und Penguin Computing stellten neue Systeme auf Basis des OpenPOWER-Designkonzept vor, die auf die Kombination von Power-8-Prozessoren und Nvidia-Tesla-GPU-Beschleuniger setzen. IBM hat außerdem eine Reihe von IoT-, Spark-, Big-Data- und Cognitive-Anwendungen portiert, um diese Hardware-Kombination besser zu nutzen.

Weltweites Netz

Um die Vorteile des neuen Konzepts auszuschöpfen, haben IBM und Open-Power-Mitglieder ein Netz an Zentren und Cloud-basierten Services geschaffen und optimiert. So stellt die „Supervessel“, eine weltweite Cloud-basierte Open-Power-Ökosystem-Ressource, jetzt auch GPU-beschleunigte Compute-Ressourcen als As-a-Service-Kapazitäten bereit.

Zudem steht nun ein neuer FPGA-Service bereit, der kohärente und rekonfigurierbare Beschleuniger über die Cloud zugänglich macht. Außerdem wird an der University of Texas in Austin ein neuer Power-8- und Beschleuniger-basierter Compute-Cluster entstehen. Auch die Oregon State University wird ihr Open-Source-Lab OSUOSL auf Power-8-Basis mit Compute- und Hauptspeicherkapazität ausbauen.

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