IBM legt die OEM-Rolle ab und wird Besitzer von Netzwerktechnik fürs Datacenter

IBM kauft Blade Networks Technologies, Spezialist im RZ-Networking

29.09.2010 | Redakteur: Ulrike Ostler

Auch der neue 1/10 Gigabit Ethernet Switch für Rechenzentren „RackSwitch G8052“ von Blade Network Technologies gehört nun IBM.
Auch der neue 1/10 Gigabit Ethernet Switch für Rechenzentren „RackSwitch G8052“ von Blade Network Technologies gehört nun IBM.

Jetzt ist es soweit: IBM, bisher ohne eigene Netzwerktechnik, plant die Übernahme von Blade Network Technologies (BNT). BNT aus dem kalifornischen Santa Clara ist spezialisiert auf Software und Geräte, die Daten und Transaktionen von und zu Servern transferieren. Die Akquisition soll noch in diesem Jahr abgeschlossen sein. Angaben über die Kaufsumme machen die beteiligten Unternehmen nicht.

BNT stellt Ethernet-Switches im Gigabit- und 10-Gigabit-Bereich her. Sie finden sich in Blade-Servern, Servern und Storage-Racks wieder. Darüber hinaus entwickelt der Hersteller auch Software für die Virtualisierung und das Management im Cloud Computing.

Das Marktforschungs- und Beratungsunternehmen Gartner hat kürzlich ermittelt, dass BNT die Nummer zwei bei der Anzahl ausgelieferter Ports ist, auf einer Rangliste über Hersteller von Datacenter-Switches. Gemessen am Umsatz liegt BNT bisher auf Platz vier.

Dass BNT trotzdem bisher nicht in aller Munde war, liegt daran, dass der Hersteller seine Produkte bisher hauptsächlich über OEM-Partner auf den Markt bringt. BNT hat erst kürzlich begonnen, die Eigenmarke im Bereich ToR-Switches zu vermarkten.

IBM als Netzwerk-Player

IBM galt als der größte Abnehmer, sodass dieselbe Gartner-Studie IBM durchaus eine Rolle als namhaften Wettbewerber im Markt um die Rechenzentrums-Vernetzung einräumt. Darüber hinaus engagiere sich IBM in Sachen Spezifizierung neuer Netzstandards.

Die Zusammenarbeit von BNT und IBM währt bereits seit 2002; es gebe Tausende gemeinsamer Kunden, so die Unternehmen. Außerdem seien mehr als 50 Prozent der IBM „System x BladeCenter“ mit BNT-Technik verbunden oder nutzten sie direkt.

Zu den Kunden von Blade Server Switches zählt bislang aber auch Hewlett-Packard (HP) und NEC. Allerdings baut HP mit der Abteilung Networking eine eigene Produktlinie im Bereich Datacenter-Switches auf.

Nach Unternehmensangaben hat IBM in diesem Jahr eine ganze Reihe Last-optimierter Systeme in den Markt gebracht – von neuen Mikroprozessoren und Firmware bis zu aktueller Middle- und Hardware. Mit Hilfe der BNT-Technik will der IT-Riese seinen Kunden auf der Netzwerk-System-Ebene ermöglichen, Schlüsselinformationen so schnell wie möglich auf und zischen den Systemen zu liefern. Das bezieht sich insbesondere auf analytische Anwendungen aber auch CLoud Computing. Zugleich sollen die Kunden die Kosten für ihre Rechenzentren nach unten fahren können.

weiter mit: BNT unter Vertrag bei der Konkurrenz

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