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Mobile-, Speicher- und Hadoop-Angebote für Z-Großrechner IBM bestückt den Mainframe mit neuen Funktionen und Preisen

| Redakteur: Ulrike Ostler

Mobile trifft auf Mainframe – und zwar sehr oft. Im Schnitt “Checken” Nutzer von Smartphones ihr Device 30 mal pro Stunde. Etwa jede dritte Transaktion landet auf einem Mainframe. Nun kündigt IBM neue Funktionen für seine „System-Z“-Systeme an, die eine Basis für die schnellere Entwicklung und Einführung von Mobile-Anwendungen zur Verfügung sollen.

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In Poughkeepsie, New York: IBM Mitarbeiter Einar Norman, (links )und Plattekill verpacken zEnterprise Systeme.
In Poughkeepsie, New York: IBM Mitarbeiter Einar Norman, (links )und Plattekill verpacken zEnterprise Systeme.
(Bild: IBM )

Weltweit gibt es dreimal mehr Mobiltelefone als Computer. Aus diesem Grund ist es wichtig, dass Unternehmen eine IT-Infrastruktur einsetzen, die auf die Bereitstellung neuer Mobile- und Cloud-Services ausgerichtet ist.

Trendprognosen zeigen, dass es bis zum Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2011 rund 20mal mehr Inhalte, 15mal mehr Anwendungen und viermal mehr Mobile-Transaktionen geben wird. Für die Unternehmen, die ihren Mitarbeitern und Kunden mobil Funktionen bereitstellen, ist die Integration mit Kerngeschäftsprozessen, -anwendungen und –daten jedoch wichtig. Auch aus diesen Gründen entscheiden sich Unternehmen für Mainframes, um ihr Unternehmen besser steuern zu können.

Außerdem steigen durch die wachsende Anzahl an Mobile-Transaktionen in vielen Unternehmen die Kosten, die durch die Integration von Mobile-Anwendungen entstehen. So kündigt IBM ein neues Preismodell für Mobile-Mainframe-Kunden an, das flexibel sein soll: Die Kunden zahlen die Rechenkapazität, die sie tatsächlich nutzen.

Nach Anbieterangaben reduziert dieses die Kosten für Software bei Mobile-Transaktionen um bis zu 60 Prozent. Unternehmen können mehr Mobile-Transaktionen auf dem Mainframe auszuführen, die auch auf großrechnerbasierte Unternehmensanwendungen zugreifen.

Ein Nutzerbeispiel

Ein Unternehmen, das bereits die Vorteile der neuen Mobile-Lösung nutzt, ist die First National Bank (FNB) in Afrika. Auch dort besitzt ein Großteil der Bevölkerung mindestens ein Mobiltelefon.

Aus diesem Grund schaute sich die FNB nach einer Möglichkeit um, mit der die Bevölkerung des Kontinents mit dem Mobiltelefon Bankgeschäfte abwickeln kann. Mit der Entwicklung einiger Mobile-Banking-Tools stiegen die Transaktionen bei FNB auf mehr als 230 Millionen pro Monat an. Durch die zunehmende Beliebtheit dieser Banking-Tools benötigte FNB eine Infrastruktur, die der steigenden Anzahl an Transaktionen und Nutzern entgegenkommen konnte.

FNB entschied sich für die IBM System z-Großrechnerplattform, um diese zu bewältigen und der Geschäftsführung mehr Einblick in die Akzeptanz der Services zu geben. Außerdem konnte das Unternehmen eine höhere Zufriedenheit der Kunden erreichen.

Jay Prag, CIO Hogan Channel Integration bei FNB, erläutert: „Mobile-Transaktionen sind exponentiell gewachsen seit wir die Palette unserer Dienstleistungen und unsere Kundenreichweite ausgeweitet haben. Das Wachstum bei traditionellen Transaktionen wird dabei weit überflügelt. Die Mainframe-Umgebung ermöglicht uns, dynamisch zu skalieren und in kosteneffizienter Weise zu wachsen.“

Daten-Management und neue Speicher- sowie Hadoop-Angebote

IBM kündigt eine Reihe von Angeboten an, die Kunden dabei helfen können, einen besseren Einblick in ihre Daten zu erhalten. Diese beinhalten:

  • „zDoop Software“ – Veristorm und IBM bieten eine kommerzielle Hadoop-Anwendung für Linux auf System z an. Diese ermöglicht es Kunden, das Offloading von Mainframe-Daten zu vermeiden. Damit bleiben vorhandene Sicherheits- und Governance-Kontrollmöglichkeiten bestehen.
  • Flash für den Mainframe – Die nächste Generation von Flash Storage im Storage-Device „IBM DS8870“ bietet eine bis zu 30fache Leistung gegenüber Festplatten und beschleunigt die „Time to Insight“.
  • „Continuous Integration for System z“ verkürzt den Anwendungsbereitstellungsszyklus von Monaten auf Wochen oder Tage.
  • Die aktuelle Version vom „IBM CICS Transaction Server“ bietet eine bessere Mobile- und Cloud-Unterstützung für CICS. Auf diesen Transaktionsmonitor vertrauen Unternehmen, die auch mehr als eine Milliarde Transaktionen täglich abwickeln.
  • „IBM Websphere Liberty z/OS Connect“– Schneller und sicherer Zugang im Bereich Web, Cloud und Mobile auf z/OS Assets.
  • „IBM Security zSecure SSE“ – Verhindert Computerattacken durch fortschrittliche Security Intelligence und Compliance-Reports. zSecure kann Security Events an QRadar SIEM weiterleiten, um so integriertes unternehmensweites Security-Intelligence-Dashboard-Reporting zu ermöglichen.

Training der nächsten Generation von Mainframe-Nutzern

Die IBM Academic Initiative unterstützt Schulen mit Ausbildungsmaterial zur Einführung und Entwicklung von Enterprise-Computing-Fähigkeiten. Das Programm hilft Studenten dabei, gefragte IT-Fähigkeiten zu erlernen und bringt Arbeitgeber sowie Studenten und Professionals zusammen. Seit mehr als sieben Jahren arbeitet IBM mit Studenten, Professoren, Unternehmen und Universitäten zusammen und bietet Trainings zum Thema Mainframe an. Diese standen bisher mehr als 180.000 Studenten in über 1.000 Schulen in 70 Ländern zur Verfügung.

Als Teil des kontinuierlichen Engagements für die Entwicklung und den Ausbau des Mainframe Ecosystems kündigt IBM drei neue Bildungsangebote an. Diese offenen, abrufbereiten Kurse (MOOCs) werden durch Partnerschaften mit der Syracuse University, dem Marist College, und der Linux Foundation zur Verfügung gestellt und werden im Laufe des Jahres stufenweise ausgerollt. Alle Kurse sind kostenlos und für jeden frei zugänglich.

Information zu den IBM-Kursen der IBM Academic Initiative

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