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IBM bekommt einen neuen Mainframe - zEnterprise EC12

| Redakteur: Ulrike Ostler

Analyse der IT-Befindlichkeit und der Geschäftsdaten

Der Mainframe ist eine Erfolgsgeschichte
Der Mainframe ist eine Erfolgsgeschichte (Bild: IBM)

zEC12 ermöglicht eine um 30 Prozent gegenüber dem Vorgänger gesteigerte Leistung bei Analytik-Workloads. Zusätzlich ermöglicht die Unterstützung für den „IBM DB2 Analytics Accelerator“, der eine Netezza Data-Warehouse-Appliance in Verbindung mit dem zEC12 bringt, komplexe Geschäftsanalytik und Systembetriebsanalystik auf der gleichen Plattform zu fahren.

Die IT-Systemanalytik basiert auf einer neuen Technologie aus der IBM Forschung: Das Tool „IBM zAware“ analysiert interne Systembotschaften und ermöglicht eine annähernde Echtzeit-Sicht auf den Systembetrieb und eventuell entstehende Engpässe oder potentielle Probleme.

Die Diagnose-Software, die Anwender bei Bedarf hinzukaufen müssen, lernt dabei von den Systembotschaften, erkennt Muster und vermerkt jegliche Abweichungen, identifiziert ungewöhnliches Systemverhalten und versucht, die Auswirkungen davon zu minimieren. IBM Vice President Systems & Technology Andreas Wodtke, sagt, dass bei Inbetriebnahme zu diesem Zweck Rohdaten von etwa 90 Tagen eingespielt werden.

Virtualisierung sorgt für Cloud-Fähigkeit

Für Mainframe-Fans ist der Großrechner ohnehin das am besten virtualisierte System überhaupt. Die Virtualisierungseigenschaften befähigen das System für den Einsatz in Private-Cloud-Umgebungen. Kunden können dabei Tausende verteilter Systeme auf Linux im zEC12-System konsolidieren und dabei ihre IT-Betriebskosten, etwa Strom, Fläche, Softwarelizenzen, Systems Management deutlich senken.

So bietet zEC12 attraktive TCA-Kosten insbesondere für Linux-Konsolidierungsprojekte von Oracle Datenbank-Workloads. Im Vergleich zu x86-Wettbewerbslösungen kann der neue Großrechner bis zu 75 Prozent an Energiekosten einsparen. Ein einzelnes zEC12-Computer kann unter Umständen die Kapazität eines Multiplattform-Rechenzentrums abdecken.

Flash-Speicher beschleunigen die Verarbeitung

Das zEC12-System ist der erste IBM Mainframe mit integrierter SSD-Technologie, genannt „Flash Express“. Damit lässt sich die Leistung datenintensiver Anwendungen oder Workloads verbessern, zum Beispiel dort, wo optimale Service-Level von vitalem Interesse sind: bei Services im direkten Kundenkontakt oder bei Service-Anwendungen von Banken, Händlern oder im öffentlichen Dienst.

Mit Flash Express kann sich die Servicegeschwindigkeit während extremen Peaks an Systemaktivität wie bei der Eröffnung von Finanzmärkten oder in Feiertags- oder Urlaubsperioden bei Online-Händlern verbessern. Nach IBM-Berechnungen aufgrund eines Anwenderbeispiels aus der Bankenwelt kann die eingebaute Sicherheit die administrativen Security-Kosten um bis zu 52 Prozent senken.

Darüber hinaus sei zEC12-System der erste IBM Allzweck-Server, der „Transactional Memory“-Technologie einsetzt. Diese kam erstmals im „IBM Blue Gene/Q-Sequoia“, dem derzeit schnellsten Rechner der Welt, zum Einsatz. Im zEC12 hat IBM diese Technologie für den Mainframe adaptiert, um Software zu befähigen, parallel laufende Berechnungen, die gemeinsame Datensätze nützen, besser zu unterstützen. Das dürfte beispielsweise Finanzinstituten helfen, die Transaktionen in gleichen Kontensätzen verarbeiten.

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