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IBM bekommt einen neuen Mainframe - zEnterprise EC12

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Branchenlösungen für System z

Der Mainfarme zEC12 ist nicht mehr auf Kühlung von unten angewiesen; Der Luftstrom kann auch von vorn nach hinten führen.
Der Mainfarme zEC12 ist nicht mehr auf Kühlung von unten angewiesen; Der Luftstrom kann auch von vorn nach hinten führen.
(Bild: IBM)
Doch IBM bietet nicht nur die Hardware und die System-Tools auf, um das Mainframe-Computing für die Konzerne interessant zu machen. Vielmehr bringt Big Blue ein ganzes Portfolio an Branchen-Konfigurationen auf. Dazu werden Lösungen von ISV-Partnern, Services und Assets von IBM Global Business Services kombiniert.

Aktuell spruchreif sind: „IBM Intelligent-Operations-Center for Smarter Cities“, „IBM Health-Plan- Integration-Hub, „Anti-Fraud, Waste- and Abuse-Solutions“ – für die Gesundheits- und die Versicherungsbranche – und die „IBM Genelco“ für die Verwaltung von Versicherungen.

Services für zEC12

Doch damit nicht genug, Neben Hardware und Software sollen mehr oder minder standardisierte Dienstleistungen das Mainframe-Angebot bereichern. Um etwa den Aufbau von private Clouds zu beschleunigen, bietet IBM neue Implementierungsservices für Linux-basierte Clouds auf dem Mainframe. Diese umfassen IBM Prozesse, Werkzeuge, Skills und Best Practices für eine schnelle und akkurate Einrichtung.

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Der Mainframe-Absatz und die -Vorteile

Im Jahr 2010 erfolgte eine Revolution: Der Monolith wurde zu einem „Muli-Plattform-Computer“ – das Mainframe-Management übernimmt auch die Verwaltung von verteilten Systemen. Bis jetzt hat IBM 150 zBX-Units mit mehr als 1.100 Blade-Servern ausgeliefert.

Rund 1 Milliarde Dollar aus einem Forschungs- und Entwicklung-Etat von rund 6 Milliarden steckt IBM in die Entwicklung. Zusammen mit Software und Services berechnen Analysten ein potenzielles Marktvolumen von 25 bis 30 Milliarden Dollar.

Offenbar lässt sich das Abschöpfen dieses Potenzials gut an: im Jahr 2001 kamen rund 1.500 neue Anwendungen oder Upgrades für z/OS und Linux on System z sowie mehr als 100 ISV-Partner hinzu. Auch den Kundenbestand konnte IBM erweitern; 142 neue Accounts zählt IBM, 51 davon in den Wachstumsmärkzen Asiens und Latein-Amerikas sowie Russland.

Mittlerweile nutzen 96 von 100 der größten Banken System z. Das Mainframe-Umsatzwachstum beläuft sich auf 11 Prozent, wenn das 2. Quartal 2012 mit dem den Vorjahres verglichen wird.

Die Vorteile des Mainframe-Computing:

Mainframe-Kunden sparen, sagt IBM, zum Beispiel bei den Lizenzkosten: Konsolidierung könne etwa die Kosten für Oracle-Lizenzen halbieren.

Einsparen lässt sich auch der Arbeits-, Energie- und Entwicklungsaufwand, wenn Datenbank-Anwendungen nicht mehr auf verteilten Intel-Nehalem-Server laufen sondern auf Linux für System z – 70 bis 80 Prozent.

Nach einer Untersuchung von Forrester Research ein Unternehmen des produzierende Gewerbes zehnmal mehr ausgeben für Lizenzen, Support, Hardware, Management und Security ausgeben müssen, wenn es statt Mainframes verteilte Systeme nutzen würde.

Außerdem habe das Unternehmen 60 Prozent der Ausgabe für das Kühlen und 50 Prozent für Rechenzentrumsraum gespart. Die Analysten von Rubin International bestätigen diesen Trend.

Für den Upgrade von vorhandenen Mainframes auf das zEC12-System bietet IBM auch Setup- und Migrationsdienstleitungen. Diese sollen Kunden dabei helfen, den Langfristwert und Schutz der vorhandenen Investitionen in die Plattform sicherzustellen.

Wie finanziert sich ein zEC12?

Die Anfangsinvestition in Mainframe sind auch für große Unternehmen schwer zu verdauen. IBM Global Financing (IGF) will Kunden dabei unterstützen, solche Investitionen mit höherer Flexibilität und besserer Planbarkeit von Zahlungen zu tätigen, denn der Geschäftsbereich stellt „qualifizierten Kunden“ eine Reihe verschiedener Finanzierungsoptionen bereit.

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Dir Firmware und mehr kommt aus Böblingen

Rund 1 Milliarde Dollar investiert IBM in die Mainframe-Entwicklung. Das Böblinger Labor, eines von 17, jedoch ist stark an der Entwicklung der Großrechner beteiligt. Aus dem deutschen IBM Forschungs- und Entwicklungszentrum kommen wesentliche Komponenten des neuen Prozessor-Chips sowie der Firmware.

In der Hardware-Entwicklung standen Komponenten des Prozessorkerns auf dem Arbeitsplan, wie die größeren und verbesserten Caches, die Floating-Point-Unit sowie die Krypto- und Compression-Engines. Insgesamt hat das deutsche Hardware-Team rund 50 Prozent des neuen Prozessor-Cores sowie etwa ein Drittel des gesamten Prozessor-Chips entwickelt. Auch im Bereich des System-Packacking entwickelte das Hardware-Team wesentliche Bestandteile.

Thomas Wolf ist Director System z Firware Development bei IBM, er erläuterte bei der Produktvorstellung von zEC12 am Dienstag dieser Woche im München, welchen Anteil das Böblinger IBM-Labor an der Entwicklung hatte.
Thomas Wolf ist Director System z Firware Development bei IBM, er erläuterte bei der Produktvorstellung von zEC12 am Dienstag dieser Woche im München, welchen Anteil das Böblinger IBM-Labor an der Entwicklung hatte.
( Bild: Ostler )
Thomas Wolf ist Chef der Firmware-Entwicklung. Für ihn arbeiten hier rund 150 Entwickler und in Poughkeepsie nach einmal so viele.

Das Böblingen Firmware-Team hat die Hardware-nahen Funktionen zur Initialisierung, Steuerung und Fehleranalyse der zEC12-Modelle entwickelt sowie große Teile der Host-Firmware. Auch die Firmware für die internen Krypto-Funktionen kommen aus dem Böblingen Labor.

Mit der Unterstützung der System z-Blade-Extension sowie des IBM DB2-Analytics- Accelerator for z/OS (IDAA) aus dem Software-Bereich sind zwei wichtige Komponenten maßgeblich in Böblingen entwickelt worden und werden mit der zEC12 fortgeführt.

Vom Linux-Development-Team wurden die notwendigen Anpassungen geliefert, um mit dem Linux-Betriebssystem auch die neuen Hardware-Features nutzen zu können. Darüber hinaus hat das Böblinger Client-Center mit der Teilnahme am zEC12-Internal-Early-Support-Program (IESP) aus Kundensicht einen wichtigen Beitrag zur Validierung der neuen Komponenten geliefert.

Für Kunden, die bereits eine System z-Lösung betreiben, kann IBM Global Financing Upgrades finanzieren. Für Kunden, die einen Wechsel auf eine System z-Lösung vornehmen, bietet IBM Global Financing Finanzierungsangebote für die Migration. Dabei können auch IBM- und Non-IBM-Hardware-, Software- und Servicekosten in einen kombinierten, planbaren periodischen Zahlungsstrom umgewandelt werden.

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Ebenso gibt es Rückkaufoptionen zum Marktwert für IBM- und Non-IBM Systeme. Für Kunden, die ein zEC12-System bis 31. Dezember 2012 installieren, gibt es die Möglichkeit, die erste Zahlung einer Finanzierungsrate um mehrere Monate zu verschieben, während vom ersten Tag an die Vorteile der zEC12 genützt werden können.

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