IBM revolutioniert Preismodell i-Series Express für den unteren Mittelstand

Redakteur: Ulrich Roderer

Mit einem aggressiven Preismodell will IBM seine beiden neuen Komplett-Systeme System i Express gegen x86-Server positionieren. Die in sich geschlossenen Systeme sollen kleinere und mittlere Unternehmen von den Vorzügen eines Servers überzeugen, auf dem zentral verwaltet verschiedene Anwendungen laufen können.

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( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir haben letztes Jahr erfolgreich Neukunden gewonnen, wenn auch auf kleiner Basis“, betont Barbara Koch, Business Unit Executive IBM System i IBM Deutschland. Die neue Offensive soll weitere Marktsegmente für die auf dem Power5+ basierenden Server eröffnen. Anstatt wie bisher nach Leistung zu berechnen, offeriert IBM im Rahmen der Express-Modelle jetzt Lizenzen pro User.

Die System i Express-Modelle 515 und 525 werden voraussichtlich Ende April verfügbar. Der Preis für das System i 515 Express (für 5-40 Anwender) beginnt bei 7995 Dollar und enthält 5 User-Lizenzen. Weitere Lizenzen für je 5 User kosten 1250 Dollar. Darüber hinaus bietet IBM eine Option für den unbegrenzten externen Zugang an, beispielsweise bei Web-Anwendungen, die 4400 Dollar kostet. Das Modell 525 Express skaliert ab 30 User aufwärts, das Paket pro 10 Anwender kostet 2600 Dollar. Für 525 bietet IBM Standardpakete von 30, 150 und unbegrenzte Anwender an. Virtualisierung bietet IBM für die 515 gegen Aufpreis an.

„Wir sind natürlich in Gesprächen mit unseren Softwarepartnern über gemeinsame Lizenzmodelle, da viele Applikationen noch nach Leistung berechnet werden“, sagt Koch, doch im ersten Schritt bleibt IBM bei seinem Modell pro User.

Die beiden Modelle sind komplett konfiguriert und enthalten neben Datenbank und Application Server eine integrierte Verwaltung und Backup. Es enthält einen einfach zu bedienenden Workload-Manager, der es erlaubt, multiple Anwendungen unabhängig auf einem System laufen zu lassen, anstatt einen neuen Server aufzubauen.

Die Modelle werden von den bisherigen i-Series-Partnern vertrieben. Allerdings denkt man bei IBM nach Aussagen Kochs auch darüber nach, sie auch über die x86-Partner zu vermarkten.

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