Cohesity Data Platform und Market Place

Hyperkonvergente Sekundärspeicher als Quelle für Datenanalysen

| Autor: Klaus Länger

Cohesity öffnet die DataPlatform für Drittanwendungen, die direkt auf der software-definierten Plattform ausgeführt werden, um etwa Daten zu analysieren. Dafür richtet der Hersteller einen MarketPlace ein und bietet zudem ein SDK an.
Cohesity öffnet die DataPlatform für Drittanwendungen, die direkt auf der software-definierten Plattform ausgeführt werden, um etwa Daten zu analysieren. Dafür richtet der Hersteller einen MarketPlace ein und bietet zudem ein SDK an. (Bild: Cohesity)

Mit der „Data Platform“ bietet Cohesity eine Scale-out-Lösung an, die so genannte sekundäre Daten auf einer einzelnen Software-definierten Plattform zusammenführt. In der neuen Version können Applikationen direkt auf der Plattform laufen, um so auch Backups für Datenanalysen zugänglich zu machen.

Cohesity bezeichnet sich selbst als einer der führenden Anbieter für hyperkonvergente Sekundärspeicher. Die Firma biete mit der Data Platform eine Technik an, die Backups und unstrukturierten Daten auf einer Scale-out-Plattform konsolidiert.

Laut Cohesity stehen immer mehr Firmen vor dem Problem einer zunehmenden Fragmentierung von Massendaten, die über viele Silos hinweg verteilt gespeichert sind. Das erschwere einerseits die Verwertung der Daten durch Analysen und führe andererseits zu Compliance-Risiken und zu höheren Kosten durch mehrfach gespeicherte Daten.

Das Produkt basiert auf „SpanFS“, einem Distributed File System, das gleichzeitig NFS, SMB und „S3“ als Protokolle unterstützt. Data Platform kann auf hyperkonvergenten Storage-Appliances von Cohesity selbst, von HPE oder von Cisco laufen. Zusätzlich bietet der Hersteller Versionen für „VMware vSphere“ sowie für AWS, „Microsoft Azure“ und die „Google Cloud Platform“ an. Für die Verwaltung der Data Platform wird mit „Helios“ eine SaaS-basierte Software eingesetzt, die neben einem einheitlichen Dashboard auch proaktive Funktionen enthält.

Applikationen im eigenen Store

Damit die Kunden mit den auf der Data Platform gespeicherten Daten auch schneller produktiv arbeiten können, bietet Cohesity nun die Möglichkeit an, Anwendungen direkt auf der Plattform auszuführen um etwa geschäftsbezogene Erkenntnisse aus einer Datenanalyse zu gewinnen. So müssen nicht mehr erst Kopien von Daten aus den Backups erstellt und in eine separate Infrastruktur verschoben werden. Für eine einfache Installation und Verwendung der Applikationen richtet Cohesity einen eigenen „Market Place“ ein.

„Dass Applikationen zu den Daten gebracht werden und nicht umgekehrt, verhilft Unternehmen zu besseren Einblicken in ihre Daten und einer Einschränkung der Infrastruktur-Ausbreitung, die sonst zu Datensilos und -fragmentierung führt“, führt dazu Christophe Bertrand, Senior Analyst beim Marktforschungsunternehmen Enterprise Strategy Group, aus. „Cohesity hat erhebliche Fortschritte bei der Konsolidierung und Nutzung unstrukturierter Daten und Anwendungen auf einer einzigen, einheitlichen Plattform gemacht. Diese wurde mit dem Cohesity Market Place und den dazugehörigen Anwendungen von Cohesity und Drittanbietern erheblich erweitert.“

Für Datenanalysen bietet der Market Place zunächst die „Splunk Enterprise App“ sowie „Cohesity Insight“ an. Splunk Enterprise nutzt eine auf Machine Learning basierende KI, um mit Echtzeiterkenntnissen Vorhersagen treffen zu können. Die Lizenz für die Nutzung muss separat bei Splunk erworben werden.

Cohesity Insight nutzt einen Index für die Suche nach Daten, die auf der Cohesity Data Platform gespeichert sind. Sie unterstützt Kunden dabei, Daten zu finden und sie für Compliance-, Rechts- oder Alltagsprozesse zu verwenden. Die App ist für ein Jahr gratis nutzbar.

Weitere Apps

Weitere Applikationen können in den gespeicherten Daten Schadcodes suchen oder sie direkt vor Angriffen schützen. Dazu zählen als Anwendungen von Drittanbietern die mit Machine Learning arbeitende „Nexus“-App von Sentinel One Anti-Virus, die Open-Source-Anwendung „Clam Anti-Virus“ sowie „Imanis Data“ für den Schutz von NoSQL-Workloads.

Mit „Spotlight“ von Cohesity können die Nutzer Datei-Änderungen überwachen. Eine Anomalie-Erkennung soll unberechtigte Zugriffe und Ransomware-Attacken erkennen. Zudem verschafft die App über Auditprotokolle eine bessere Kontrolle und Transparenz der Daten.

Die Cohesity-App „Easy Script“ soll schließlich die Ausführung und Verwaltung von Scripten erleichtern. Sie ermöglicht den Anwendern den Zugriff auf alle Elemente der Skripterstellung sowie auf Cohesity-APIs und Beispielskripte. Die Apps selbst sind „Docker“-Container, die über von Cohesity definierte Schnittstellen auf die Daten zugreifen.

Zudem können sie auch Management-Funktionen nutzen. Über das „Cohesity Developer Portal“ stellt der Hersteller ein ein Software Development Kit (SDK) für Drittanbieter bereit. Es enthält APIs, Dokumentationen und Tools, mit dem Unternehmen und unabhängige Entwickler eigene Applikationen für die Data Platform erstellen und über den Market Place bereitstellen können.

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