Studie von 451 Research liefert Gründe für Multi Cloud Computing

Hybride Clouds sind en vogue

| Autor / Redakteur: Otto Geißler / Ulrike Ostler

Über 80 Prozent der im Rahmen dieser Studie Befragten nutzen aktuell Multi-Cloud-Umgebungen.
Über 80 Prozent der im Rahmen dieser Studie Befragten nutzen aktuell Multi-Cloud-Umgebungen. (Bild: gemeinfrei: tstokes/pixabay / CC0)

Eine paneuropäische Hybrid Cloud-Studie von 451 Research im Auftrag von NTT Com und Dell EMC enthüllt ein verstärktes Interesse an der Einführung von Hybrid Clouds in Europa. Zu den größten Herausforderungen gehören das Management von Datensicherheit, Multiple-Cloud-Plattformen sowie die Migration von Legacy-IT.

Die Ergebnisse der aktuellen paneuropäischen Hybrid Cloud-Studie von NTT Com und Dell EMC haben gezeigt, wie Hybrid-Clouds tatsächlich in europäischen Unternehmen implementiert werden. Die Studie gibt überdies praktische Hinweise, wie Service-Provider darauf idealerweise reagieren sollten. Gemäß der Studie verfügen bereits rund 60 Prozent der Befragten in 14 europäischen Ländern über eine Strategie oder ein Pilotprogramm für eine Hybrid Cloud.

Nur 16 Prozent beabsichtigen, eine Single Cloud für alle Anforderungen zu implementieren. Auf Grund einer gefühlt schnelleren Bereitstellung, niedrigeren Kosten und einer höheren Agilität haben über 80 Prozent eine Kombination aus verschiedenen Cloud-Umgebungen im Einsatz. Wobei die IT-Prozesse dazwischen nicht gänzlich integriert oder formalisiert sind. Ein solches „Multi Cloud-Modell“ gilt derzeit vielfach als ein Standard.

Hybrid-Clouds entwickeln dieses Modell weiter, indem sie ein höheres Maß an Interoperabilität und integriertem Management leisten. Oftmals wird eine Multi Cloud als ein Zwischenschritt zu einem vollständigen Hybrid Cloud-Aufbau angesehen. Allerdings sind rund ein Viertel der befragten Unternehmen bereits auf die Hybrid Cloud umgestiegen.

Weitere Ergebnisse auf einen Blick:

Fast 45 Prozent geben den Grund an, eine Private Cloud zu favorisieren, um Legacy-Workloads aus ihrer bisherigen IT-Umgebung unverändert oder nach einer Überarbeitung (Refactoring) in eine neue Umgebung verlegen zu wollen.

Der Speicherplatz für Daten in Hybrid Clouds wird von einer Reihen von Compliances hinsichtlich der Datensicherheit, des Datenschutzes, der gesetzlichen Verpflichtungen sowie der Anpassung an die Europäische Datenschutzgrundverordnung (EU-DSGVO) bestimmt. 45 Prozent beurteilen die Sicherheit und Compliance als kritische Aspekte bei ihren Hybrid Cloud-Projekten.

Ergänzendes zum Thema
 
Über die Studie:

Über 20 Prozent der Unternehmen räumen der Migration, dem Onboarding und Management von Cloud-Workloads als Dienste mit zentraler Bedeutung für Hybrid Clouds ein. Dazu würden sie auch den Support von Dritt-Service-Providern anfragen.

Bei hybriden Infrastrukturen würden die Befragten ihre Aufgaben in den Bereichen Identity, Compliance und Connectivity mit Managed-Security-, Netzwerk- und Mehrwert-Services angehen.

Fast 50 Prozent der großen und multinationalen Unternehmen wollen Hybrid Clouds per Azure-Stack implementieren. Einerseits um ihre gegenwärtige Legacy-Umgebung zu erweitern oder diese mit Hilfe ihrer Service-Provider auf einen „as-a-Service“-IT-Betrieb umzustellen.

Make or Buy?

Gründe für ein gestiegenes Interesse an Hybrid Clouds sieht Damian Skendrovic, CEO bei NTT Com Managed Services, vor allem darin, dass die Unternehmen es wünschen, Applikationen und Services schneller bereitzustellen, um die Agilität im Unternehmen zu verbessern. Jedoch ergäben sich daraus gleichzeitig verschiedene Herausforderungen, die zu lösen sind. Dazu gehörtene mehr Komplexität im operativen Betrieb, die Migration von Legacy-Anwendungen sowie ein zuverlässiges Security-Management.

Viele Unternehmen realisieren diese Ziele mit Hilfe eigener Mitarbeiter und IT-Ressourcen. Ein anderer Teil verfügt nicht über diese Ressourcen. „Den wachsenden Bedarf an Diensten in den Bereichen Workload-Migration, -Onboarding und Multi-Cloud-Management werden viele Unternehmen decken, indem sie diese an spezialisierte Infrastruktur- und Applikations-Service-Provider auslagern“, so Skendrovic. „Service-Provider werden daher eine wichtige Rolle spielen.“

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