Hybrid mit Microsoft-Azure-Techniken Hybride Architekturen schaffen und erhalten die Wettbewerbsfähigkeit

Ein Gastbeitrag von Patrick Schidler*

Technik und Technologien machen im weltweiten Wettbewerb um Marktanteile und Umsätze die entscheidenden Unterschiede aus. Und vielfach wird IT in einer oder in mehreren Clouds betrieben, die mit On-Premises-Infrastrukturen und Edge-Umgebungen verbunden sind. Solche hybriden Architekturen machen Unternehmen innovativer, wettbewerbsfähiger und resilienter. Wegen ihrer Komplexität stellen sie die IT-Abteilungen aber auch vor große Herausforderungen.

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Zu den Microsoft-Tools, die eine hybride Umgebung mit „Azure“-Look-and-Feel ermöglichen gehört „Azure Arc“ für ein einheitliche Management.
Zu den Microsoft-Tools, die eine hybride Umgebung mit „Azure“-Look-and-Feel ermöglichen gehört „Azure Arc“ für ein einheitliche Management.
(Bild: Roman Antoschuk - stock.adobe.com)

Hybride Cloud-Infrastrukturen entstehen nicht aus Zufall, sondern meistens durch eine gewollte Logik: Vorhandene IT-Systeme, die noch nicht das Ende ihres Lebenszyklus erreicht haben, bilden das Rückgrat der Unternehmens-IT. Dazu gehören oft genug auch Legacy-Systeme, die eigentlich ersetzt werden müssen. Aber sie sind immer noch unverzichtbar, weil sie systemrelevante Aufgaben erledigen.

Dazu kommen innovative Services, etwa für die Nutzung Künstlicher Intelligenz (KI) oder für das Internet der Dinge (IoT), man am besten in der Cloud betreibt. Unternehmen ersparen sich dadurch eigene Investitionen in solche neue Technologien, bekommen aber dennoch direkten Zugang zu ihnen.

Die dritte Komponente sind neue Technologien, die das interne Netzwerk oder die Cloud nur selten benötigen, weil sie autonom oder autark funktionieren. Edge Computing findet direkt dort statt, wo Rechenleistung benötigt wird, und kann dort auch direkt eingreifen: am Rand der Netzwerke. Dennoch müssen auch Edge-Geräte optimal in Netzwerke eingebunden sein, um ihre Arbeit zu überprüfen und ihre Daten auch für anderen Aufgaben nutzen zu können. Auf diese Weise entstehen hybride Architekturen wie von allein. Aber sie lassen sich nicht von allein managen.

Wildwuchs bändigen: Hybride Clouds fordern Unternehmen heraus

Eine IT-Strategie für das Management solcher hybrider Infrastrukturen muss den Anforderungen der bisherigen Systeme und Anwendungen gerecht werden, aber auch offen für moderne Lösungen und künftige Anwendungsfälle sein. Der Einsatz von KI sowie Technologien für die vernetzte Produktion und die Anzahl autonomer oder isolierter Systeme, die Cloud-Technologien und -Architekturen dezentral nutzen, werden sich in den nächsten Jahren deutlich erhöhen. Diese Entwicklung müssen Unternehmen heute schon einplanen.

Obwohl hybride Cloud-Umgebungen hohe Flexibilität und Skalierbarkeit ermöglichen, stellen sie Unternehmen vor große administrative und technische Anforderungen. Neben der Komplexität sind die größten Herausforderungen die Cyber-Sicherheit und Data Governance.

Eine der wichtigsten Aufgaben in hybriden Cloud-Infrastrukturen ist das einheitliche Management über die verschiedenen Umgebungen hinweg. Dazu brauchen Unternehmen Interoperabilität und Schnittstellen, die das Verbinden dieser Umgebungen ermöglichen. Besonders so genannte „Cloud-Silos“, deren Daten sich nicht unternehmensweit nutzen lassen, weil sie von anderen Datenbanken isoliert sind, führen nämlich oft zu hohen Kosten.

Auch das gibt es: Cloud-Silos

Doch beim Heranwachsen komplexer hybrider Cloud-Infrastrukturen entstehen sie oft schneller als man denkt. Deshalb empfiehlt sich der Einsatz von integrierenden Anwendungen wie „Azure Arc“, einer Microsoft-Technologie für das einheitliche Management hybrider Cloud-Umgebungen.

Mit Azure Arc können Unternehmen die bewährten Management-Tools von „Microsoft Azure“ auch für ihre lokalen IT-Infrastrukturen (On-Premises) sowie die Clouds anderer Anbieter nutzen. Alles läuft dann über dasselbe Dashboard.

Das hilft nicht nur beim Management von hybriden Cloud- oder Multicloud-Umgebungen. Auch Anwendungen für Edge Computing lassen sich dadurch vereinfachen und effizienter gestalten. So wird vermieden, dass sich „Cloud-Silos“ bilden.

Mit „Azure Stack“ können Unternehmen zudem die Public-Cloud-Dienste von Microsoft Azure in ihr eigenes Rechenzentrum holen. So profitieren sie von der Standardisierung und dem effizienten Management einer Public-Cloud-Lösung, ohne auf die Kontrollmöglichkeiten im eigenen Rechenzentrum verzichten zu müssen.

Identity und Access: Sichern hybriden Cloud-Architekturen

Bei der Einrichtung von hybriden Cloud-Architekturen ist ein solides Identity- und Access-Management die entscheidende Voraussetzung, um sie gegen Bedrohungen zu sichern und allen Nutzerinnen oder Nutzern einen reibungslosen Zugriff zu ermöglichen. Unternehmen können dafür Cloud-basierte Identitäts- und Zugriffsverwaltungsdienste wie das „Azure Active Directory“ nutzen. Mit diesem Dienst ist es möglich, sensible Daten einfach vor unbefugten Zugriffen zu schützen, ohne dass die User Experience oder die Produktivität darunter leiden.

Data Governance: Das Aufspüren von Daten aufspüren und ein ganzheitliches Management

Ein weiterer zentraler Aspekt für das Management von hybriden Cloud-Architekturen ist die Data Governance, also das ganzheitliche Management aller Daten, die im Unternehmen verwendet werden. Es umfasst Richtlinien und Vorgehensweisen, um die Qualität und die Sicherheit von Daten zu gewährleisten. Data Governance sorgt damit auch für die Einhaltung rechtlicher Vorgaben, die für die Compliance wichtig sind.

Hinweis:Wie Unternehmen die Herausforderungen hybrider Cloud-Architekturen meistern können und wie Microsoft sie dabei unterstützt, lässt sich in dem aktuellen Whitepaper von Microsoft Deutschland nachlesen: „Die Cloud ist kein Ort: Hybrid und Edge mit der Microsoft Azure Plattform“.

Insbesondere in spontan gewachsenen Hybrid-Umgebungen kann eine einheitliche Data Governance zu einer echten Herausforderung werden. Microsoft unterstützt deshalb durch Dienste wie „Azure Purview“, die Unternehmen bei der Verwaltung von Daten helfen, die entweder lokal gespeichert sind oder in unterschiedlichen Clouds liegen.

Die einheitliche Data-Governance-Lösung baut dazu auf vorhandenen Daten-Such-Fähigkeiten auf und erweitert sie um Funktionen, die bei der Einhaltung von Gesetzen zur Datenverarbeitung sowie bei der Integration von Sicherheitskontrollen unterstützen. Azure Purview ermöglicht das automatisierte Aufspüren von Daten sowie ihre Kategorisierung und Katalogisierung – und zwar unabhängig davon, wo sie gespeichert sind: im eigenen Rechenzentrum oder in der Cloud.

(Bildquelle: Microsoft)

* Über den Autor
Patrick Schidler arbeitet bei Microsoft Deutschland als Sales Director für die Cloud-Plattform Microsoft Azure im Mittelstand. In dieser Funktion leitet er den Azure-Vertrieb für mittelständische Unternehmenskunden und war vorher als Head of Azure Cloud Marketing & Operations für das Lösungsgeschäft mit Azure in Deutschland verantwortlich. Sein Team unterstützt Kunden bei der Modernisierung hybrider IT-Organisationen und der Umsetzung von innovativen, datenbasierten Digitalprojekten.

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