CeBIT 2017: “d!conomy - no limits”

Huawei und IBM gehören zu den 3.000 Ausstellern auf der CeBIT

| Redakteur: Ulrike Ostler

Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, sagte am vergangenen Mittwoch in Hannover: „Die CeBIT 2017 wird die Digitalisierung für unsere Besucher so konkret erlebbar machen wie noch nie.“
Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, sagte am vergangenen Mittwoch in Hannover: „Die CeBIT 2017 wird die Digitalisierung für unsere Besucher so konkret erlebbar machen wie noch nie.“ (Bild: Deutsche Messe AG)

Es ist, nach wie vor die weltgrößte Computer-Messe: Die CeBIT. In diesem Jahr findet sie vom 20. bis 24. März in Hannover statt. Partnerland ist Japan. Das Motto „d!conomy - no limits” dreht sich um zwei Stichworte: Digitalisierung und Disruption.

Auf der CeBIT 2017 sollen die Potenziale der digitalen Transformation entlang der gesamten Wertschöpfungskette erlebbar und alle Facetten von disruptiven Technologien bis Cyber-Security thematisiert“ werden. Dazu zählen die Veranstalter: Künstliche Intelligenz, Drohnen, humanoide Roboter, autonome Systeme, das Internet der Dinge. Oliver Frese, Vorstand der Deutschen Messe AG, sagte am Mittwoch in Hannover: „Die CeBIT 2017 wird die Digitalisierung für unsere Besucher so konkret erlebbar machen wie noch nie.“

In acht Wochen zeigen gut 3.000 beteiligte Unternehmen aus 70 Ländern zeigen, was heute machbar ist, etwa mit konkreten Anwendungsbeispielen. Dazu zählen Einsatzfelder von künstlicher Intelligenz und Cognitive Computing. „Gerade im Business-Umfeld gibt es vielseitige Einsatzfelder künstlicher Intelligenz, etwa in der noch umfassenderen Auswertung vorliegender Daten, in ihrer innovativen Verknüpfung oder durch Einsatz von BOT-Systemen in der Kommunikation zum Kunden“, so Frese.

Raum für Startups

In Halle11 sollen Startups neue Konzepte und Geschäftsmodelle präsentieren. Und im Konferenzteil, den „CeBIT Global Conferences“ (CGC), sollen Visionäre über die digitale Zukunft von Wirtschaft und Gesellschaft diskutieren. Zu den Stars hier gehört der Director of Engineering von Google, Ray Kurzweil, der als einer der international profiliertesten Experten der Zukunft künstlicher Intelligenz gilt.

Zudem wird der Stanford-Professor Michal Kosinski mit dem Thama „Haben seine Methoden Donald Trump zum Sieg verholfen?“ auftreten. Der Sozialforscher ist Experte für Psychometrie. Er entwickelte ein mathematisches Verfahren, mit dem anhand von Facebook-Likes und weiteren öffentlich zugänglichen Informationen Rückschlüsse auf den Charakter eines Menschen möglich sein sollen. Darüber hinaus spricht der wohl berühmteste Whistleblower der Welt, Edward Snowden, per Live-Stream zu den Gästen der CGC.

Wie schnell und unkompliziert die Digitalisierung die Gründung neuer Unternehmen und die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle macht, zeigen mehr als 400 junge Unternehmen aus 40 Ländern bei „Scale 11“, der Startup-Plattform der CeBIT. Zahlreiche etablierte Unternehmen wie zum Beispiel die Deutsche Bahn, Volkswagen und Mastercard engagieren sich hier mit ihren Startup-Aktivitäten. In Halle 11 sollen zudem neue Trends aufgegriffen werden. So wird es Konferenzen zu digitalen Anwendungen oder Chancen der Blockchain-Technologie geben, die zahlreiche, neue Geschäftsmodelle für Startups ermöglichen.

Ergänzendes zum Thema
 
Huawei auf der CeBIT 2017

Weitere junge Unternehmen werden im Bereich „Research & Innovation“ in Halle 6 zu sehen sein. Dort präsentieren sich führende nationale und internationale Forschungsinstitute und Universitäten - unter anderem auch die Finalisten des „CeBIT Innovation Awards 2017“.

Das Partnerland ist Japan

Das CeBIT-Partnerland in diesem Jahr ist Japan. Das hat unter anderem zur Folge, dass der japanische Premierminister Shinzo Abe und Bundeskanzlerin Angela Merkel im Rahmen der „Welcome Night“ am 19. März in Halle 9 auf dem Messegelände in Hannover vor mehr als 2.000 Besuchern die CeBIT offiziell eröffnen werden. Außerdem präsentieren sich rund japanische 120 Unternehmen in allen Themenfeldern der CeBIT – zum Großteil in den Hallen in den Hallen 4 und 12. Auch Fujitsu wird mit Querschnittsthemen vertreten sein.

Der japanische Wissenschaftler Professor Hiroshi Ishiguro wird mit seinem ihm zum Verwechseln ähnlichen digitalen Zwilling bei den CGC auf der Bühne zu Gast sein. Die CeBIT werde einen wichtigen Impuls zu der Diskussion um das zukünftig Machbare beitragen, sagt Frese und fügt hinzu: „Der Auftritt Japans wird die CeBIT in diesem Jahr stark prägen. Es werden wichtige Impulse von der Zusammenarbeit zwischen Japan und Deutschland ausgehen. Mit der CeBIT 2017 werden wir zu einer Intensivierung der Beziehungen der beiden großen Wirtschaftsnationen beitragen.“

Zwei der ganz großen Aussteller

Eines der ersten Unternehmen, dessen CeBIT-Programm steht ist Huawei (siehe: Kasten).

IBM auf der CeBIT

Die Ausstellung von IBM zur CeBIT dreht sich um die „kognitive Ära“. Führungen über den Messestand Können Besucher schon jetzt vereinbaren.

Die Bereiche sich aufgeteilt in

  • IBM Watson
  • Cognitive Business
  • Cognitive Expertise
  • Cognitive Ways to Work
  • Cognitive Infrastructure

IBM Watson steht für ein neues Zeitalter des Computing. Während herkömmliche Systeme Daten auf Basis von vorab programmierten Routinen verarbeiten, lernen kognitive Systeme wie Watson nach kurzer Zeit eigenständig. Sie verstehen natürliche Sprache und können mit Menschen interaktiver kommunizieren und Informationen besser austauschen als herkömmliche Systeme.

Auf der CeBIT können Besucher den mit Watson-Technologie bestückten Concierge-Roboter „Connie“ oder den mit intelligenten Assistenz-Funktionen ausgestatteten „BMW i8“Hybrid-Testwagen (siehe oben) aus dem Watson IoT Center sehen.

Dem „Cognitive Business“ können Besucher des IBM-Stands auf der CeBIT wie Kunden aus der Finanz- und Versicherungsbranche, der Fertigungsindustrie, dem öffentlichen Sektor oder dem Gesundheitswesen sich über das klassische digitale Geschäft hinaus mithilfe von „digitaler Intelligenz“ zu Unternehmen und Organisationen entwickeln, die dem Wettbewerb voraus sein wollen, indem sie neuartige Leistungen anbieten.

Eines der Highlights ist Woodside, ein australisches Öl- und Gasunternehmen, das IBM Watson nutzt, um das Jahrzehnte umfassende Wissen und die Erfahrungen der Woodside-Experten beim Design, bei der Herstellung und beim Aufbau von Förderplattformen noch besser zu nutzen.

Der Wandel zu einem kognitiven Unternehmen führt zu neuem Wissen und neuen Fähigkeiten der Mitarbeiter; IBM spricht von „Cognitive Expertise“. Es entstehen auch gänzlich neue Berufsbilder wie etwa der „Data Scientist“. Mit den IBM-Techniken für Analytics – auch aus der Cloud – können Unternehmen eine Vielzahl von Fragestellungen beantworten. Ziel ist es, Big-Data- und Analytics-Anwendungen den Fachabteilungen als Self-Service direkt zugänglich zu machen – in allen Branchen und in allen Bereichen.

Auf der CeBIT zeigt IBM die Zusammenarbeit mit The Weather Company und beschreiben anhand von verschiedenen Szenarien die Bedeutung von Wetterdaten für Unternehmen aus den verschiedensten Branchen.

Cognitive Infrastructure“ zielt auf die Rolle der Informationstechnologie im Unternehmen, die sich mit zunehmender Geschwindigkeit ändert. Unternehmen werden „digital“. Die IT verliert den reinen Kosten- und Effizienzfokus.

IBM will Kunden dem digitalen Reifegrad entsprechend die passende Infrastruktur nebst dazugehörigen Services in allen Schattierungen der Virtualisierung liefern: on premise, aus der Cloud oder hybrid. Gezeigt wird etwa, wie Watson gegen Cybercrime kämpft.

Cognitive Network“ - IBM wird gemeinsam mit etablierten und jungen Unternehmen Möglichkeiten präsentieren, wie man basierend auf IBM Technologie und kognitiven APIs schnell und flexibel neue Applikationen entwickeln kann, um industriespezifische Lösungen für unsere Kunden zu schaffen.

In Halle12 gibt es Datacenter Infrastructure

Nach Angaben der Messegesellschaft soll die Halle 12 „der zentrale Anlaufpunkt“ für IT-Entscheider mit dem Fokus auf Rechenzentrumsinfrastruktur, Co-Location und geballter Netzwerk-Power sein. Darüber hinasu sollen sich Planer, Betreiber, Nutzer, Integratoren und Influencer angesprochen fühlen.

In der Halle wird es eine „Die Speakers Corner“ bietet Vorträge, die von Alternativen zum eigenen Rechenzentrum durch Co-Location bis zur Zutrittskontrolle der Server-Räume reichen. Die Darstellung der Themen in dem kostenfreien Format sind Best Practice Showcases und Case Studies.

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