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Core-Switches für Agile Networks Huawei trägt die Virtualsierung von Unternehmensnetzen an jeden Arbeitsplatz

| Redakteur: Ulrike Ostler

Als Sponsor des Gartner-Symposion ITxpo 2013 in Barcelona, nahm sich Huawei vor, seine Strategie „Agile Network, Agile World“ zu erläutern. Der chinesische Anbieter adressiert nicht nur Telekommunikationsnetze, sondern seit einem Jahr verstärkt Enterprise Datacenter. Neu in diesem Umfeld der „Open Cloud Fabric“ sind zwei Core-Switch-Modelle „S12700“ mit programmierbarem „Ethernet Network Prozessor“.

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„Agile Network, Agile World“ lautetete das Credo von Leon He, President bei der Enterprise Group von Huawei in Westeuropa.
„Agile Network, Agile World“ lautetete das Credo von Leon He, President bei der Enterprise Group von Huawei in Westeuropa.
(Bild: Huawei)

“Vorangetrieben durch Trends wie Big Data, Cloud Computing, Mobilität und Social Media wandeln sich auch in herkömmlichen Branchen die Unternehmen zu digitalen“, sagt Leon He, President der Enterprise Business Group in Westeuropa. Es passiert und damit ist klar, dass die Infrastruktur für Information und Kommunikation (ICT) nicht dieselbe bleiben könne. Der wesentliche Punkt: Im Zentrum des ICT-Einsatzes habe bislang die Technologie gestanden, jetzt müsse sich ICT verstärkt die Anwendererfahrung in den Mittelpunkt stellen und sich darauf ausrichten.

Das aber verlange „agile Services, agiles Management und agile Evolution“, so He. Bezogen auf bisherige Unternehmensnetzwerke, die er als „legacy“ einstuft, findet der Huawei-Manager drei Herausforderungen: unbefriedigende Service-Bereitstellung, Schwierigkeiten Fehler zu lokalisieren und zu langsame Antworten aus die Dienste.

Die Netze müssen ....

Im Umkehrschluss müssen die Netze „intelligent, elastisch, quasi unvollendet, komfortabel und offen“ sein. Das bedeutet unter anderem die Adaption von offenen Standards und Software Definend Networking (SDN). Unter anderem kündigte He ein SDN-Campus-Netz an – bisher sind SDN-Angebote zumeist auf Rechenzentrums-Netze oder auch Telekommunikationsnetze bezogen. He sagt: „Wir sind die ersten, die SDN in die Campus-Netze bringen.“

Ian Foo, Director of Datacenter Products and Solutions im globalen Marketing-Team von Hauwei, erläutert, was einen hybriden Switch ausmacht.
Ian Foo, Director of Datacenter Products and Solutions im globalen Marketing-Team von Hauwei, erläutert, was einen hybriden Switch ausmacht.
(Bild: Huawei)

Außerdem arbeitet Huawei an der Realisierung von Servicequalität in IP-Netzen und am Netzwerk-Provisioning für Services, die immer und überall zu finden sein werden. Voraussetzung dafür ist unter anderem ein „zero configuration edge“, will heißen: Am Netzwerkrand wird nicht herumgeschraubt, programmiert oder konfiguriert. Nur so lasse sich den Anwendern die gleiche auf jedem Device, überall zur Verfügung stellen.

Zugleich müssen die Netze in Bezug auf Security intelligenter werden. Bereits beim Netzzugang muss eine Technik erkennen können, ob das logisch möglich ist, wenn sich Bob gleichzeitig sowohl in Bangalore als auch in Shengzen anmeldet. He spricht von Big-Data-Intelligenz, die in die Netze einzieht.

Die neuen SDN-tauglichen Switches

In dieses Umfeld sollen die zwei Switch-Modelle „S12700“ passen, laut Huawei, einer 5. Switch-Generation. Dabei handelt es sich um Core-Switches, in denen statt eines Ascis mit unveränderbarem Befehlssatz ein programmierbarer Ethernet Network Processor (ENP) von Huawei steckt. Außerdem stellen die Switches native Wireless Access Controller (AC) zur Verfügung, die es erlauben Kabelnetze und Funknetze zu bauen.

Die neuen SDN-fähigen Core-Switches "S127000" von Huawei gibt es in zwei Ausführungen.
Die neuen SDN-fähigen Core-Switches "S127000" von Huawei gibt es in zwei Ausführungen.
(Bild: Huawei)

Mit nativen Faähigkeiten von Breitband remote Access Server (BRAS), Anwender- und Service-Management und Paket-Kommunikations-Algorithmen von Huawei für das Internet (iPCA) hilft die Technik Administratoren zudem, Dienste und ihre Stationen im Netz zu überwachen und zu steuern.

„Die Funktionen erlauben, ein Netz zu administrieren, nicht nur einen Switch“, erläutert Ian Foo, Director of Datacenter Products and Solutions im globalen Marketing-Team von Hauwei. Indem der Chipsatz programmierbar ist, reiche SDN praktisch direkt hinunter bis auf die blanke Hardware-Ebene. „Es kann beispielsweise auch Traffic geswitcht werden“, so Foo, der nicht einmal Ethernet ist.“

Kooperation mit Microsoft

Die S127000-Serie beheimatet die „Versatile Routing Platform“ (VRP) von Huawei, die Layer 2 und 3 Switchings-Services bietet, aber auch MPLSVPN-, IPV6-, Desktop-Cloud- und Video-Conferencing-Funktionen.

Als Schmankerl ließ Foo wissen, dass es on nun an eine Integration von Huawei Hybrid Fabrics in die Administrations-Konsole, beziehungsweise das Orchestrierungswerkzeug von Microsoft gebe. So können Admins etwa MAC- und IP-Adressen über „System Center“ migrieren beziehungsweise die Microsoft-Overlay-Technik „Hyper-V Network Virtualization“ (HNV) unterstütze.

Um die virtuellen Netzwerkkomponenten mit Netzwerk-Hardware beziehungsweise SDN- und Hardware-Controller zu verbinden, bietet Huawei Workload-neutrale Gateways an, etwa vom Typ „CE12800“ für Windows Server 2012. Solche kommen beispielsweise bei China Mobile, Guangdong Branch, zum Einsatz, um dort Cloud Services zu ermöglichen.

Standards, Standards, Standards

Darüber hinaus ist die „Cloud-Engine“-Serie von Huawei-Switches mit der VRP8-Software zertifiziert für die „Microsoft Open Management Infrastructure“ (OMI). Außerdem arbeiten die Hersteller gemeinsam an weiteren Komponenten für virtualsisierte Switches, Router und Firewalls. Beide Firmen beteiligen sich an Standardisierungen in dem Umfeld und sind Mitglied in der Distributed Management Taskforce(DMTF) und der Open Network Foundation (ONF) .

Kooperationen wie mit Microsoft unterhält Huawei auch mit anderen IT-Größen. Auf dem Gartner-Symposion allerdings stellte Ian Foo, Director of Datacenter Products and Solutions im globalen Marketing-Team von Hauwei, die Partnerschaft mit Micrsosoft heraus.
Kooperationen wie mit Microsoft unterhält Huawei auch mit anderen IT-Größen. Auf dem Gartner-Symposion allerdings stellte Ian Foo, Director of Datacenter Products and Solutions im globalen Marketing-Team von Hauwei, die Partnerschaft mit Micrsosoft heraus.
(Bild: Ostler)

Derzeit bilden „Open Fabric“ und „Open Controller“ die zwei Hauptkomponenten der Huawei-Plattform „Open Cloud Fabric“, die Grundlage für Software-defined Datacenter a la Huawei. Open Fabric kann auch Controller anderer Hersteller integrieren, sofern diese das Open Application Programming Interface (API) von Huawei oder andere Industriestandard-Protokolle unterstützen.

Open Fabric bedient sowohl den North-bound- als auch den South-bound-Traffic mit entsprechenden Schnittstellen. Bei Letzterem lässt sich etwa OpenFlow verwenden.

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