Nach der Aufspaltung: HPE Discover Nummer 1

HPE stellt Hybrid Cloud ins Zentrum und sensationelle Hardware vor

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HPE steigt in IoT ein und kommt mit Produkten

Ein weiteres Beispiel dafür, wie HPE unternehmensinterne und Cloud-Infrastruktur immer stärker verzahnt, ist IoT. Für diesen Bereich hat HPE inzwischen eine 100 Mitarbeiter starke eigene Abteilung unter der Leitung von Tom Bradicich gegründet. Andere Unternehmensbereiche arbeiten zu. Mit Produkten hinkt man allerdings Cisco und auch Dell hinterher.

HPE Discover Nummer 1
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Immerhin gab es auch der Discover die ersten Ankündigungen: Basierend auf Aruba-Know-how bringt HPE im ersten Quartal 2016 den drahtlosen Sensor „AS-100“auf den Markt, der Daten als bisher einziges Produkt über heterogene WLANs hinweg an den zentralen „Meridian“-Auswertungsservice liefert. Dieser ist ebenfalls eine Aruba-Entwicklung.

Dazu kommen zwei mit eigenen Rechenressourcen ausgestattete Gateways, die Daten mit ihnen drahtlos verbundener Sensoren einsammeln und Aktoren Handlungsbefehle schicken können: „EL10“ und „EL20“. Sie sind für raue Umgebungen, also den Außen- oder Industrie-Einsatz, ausgerüstet. Weitere, rechenstärkere Produkte aus der Serie sollen folgen.

Ihre Infrastrukturbasis wird „Moonshot“ sein. Die Auswertung der Daten erfolgt zunächst mit dem hauseigenen Tool „Vertica“. Außerdem sind die Gateways für die Zusammenarbeit mit dem Cloud-Service „Microsoft Azure IoT“ zertifiziert, was einmal mehr die immer engere Kooperation der beiden Anbieter unterstreicht. Für die IoT-Services von Cisco oder AWS gibt es kein Pendant.

Rund 13.000 Teilnehmer z#hlte die erste Hausmesse und Konferenz von Hewlett Packard Enterprise.
Rund 13.000 Teilnehmer z#hlte die erste Hausmesse und Konferenz von Hewlett Packard Enterprise.
(Bild: Ostler)

Die Bewertung der Autorin:

Es bedarf keiner großen Phantasie, sich auszumalen, dass HPE bei einem weiteren Ausbau der Serie den etablierten Anbietern von digitalen Industriesteuerungen, etwa Siemens, in den Weg geraten könnte. Und auch die Idee, HPE könnte in einiger Zeit mit Microsoft fusionieren, erscheint angesichts der Cloud-Symbiose der beiden Giganten nicht allzu weit hergeholt. Schließlich haben beide Unternehmen durch disruptive reine Cloud-Player, die ihre eigenen Infrasturukturvorgaben ohne Rücksicht auf alte Zöpfe entschlossen durchsetzen, also insbesondere AWS und Google, reichlich zu verlieren.

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