Nach der Aufspaltung: HPE Discover Nummer 1

HPE stellt Hybrid Cloud ins Zentrum und sensationelle Hardware vor

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Synergy - „Infrastructure as Code“

Bei den hochintegrierten Systemen gab es einen Paukenschlag: Unternehmen, die auf dem Weg in die Cloud sind, müssen oft traditionelle, relativ starre Anwendungen neben hochdynamischen Native Cloud Apps betreiben. Für diese „bimodale“ IT stellt HPE die neue, hochintegrierte Infrastrukturplattform „Synergy“. vor. Sie dürfte mittelfristig die sogenannten Convergent-Infrastructure-Systeme des Herstellers ablösen.

Diese Prinzipien haben zur Entwicklung von "Synergy" geführt.
Diese Prinzipien haben zur Entwicklung von "Synergy" geführt.
(Bild: HPE)

Synergy hat einige zentrale Neuerungen. Die wohl wichtigste: Mit Hilfe vor Applikations-Templates können Administratoren jeder Anwendung mittels nur einer einzigen Befehlszeile die nötige Infrastruktur (Server, Speicher, Connectivity) zuweisen. Wächst die Applikation, skalieren die Ressourcen automatisch.

Das System muss vom Anwender nicht konfiguriert werden, sondern ist laut HPE sofort nach dem Booten arbeitsfähig. Wird eine Applikation nicht mehr benötigt, landen davon belegte Komponenten automatisch wieder im allgemeinen Pool und lassen sich anderweitig verwenden.

Statt langwieriger Integration: Eine Codezeile, die auf zuvor definierte Muster zugreift. Die Muster enthalten quasi einen Plan für den Zugriff auf Ressourcen: Compute-Power, Storage und Fabric.
Statt langwieriger Integration: Eine Codezeile, die auf zuvor definierte Muster zugreift. Die Muster enthalten quasi einen Plan für den Zugriff auf Ressourcen: Compute-Power, Storage und Fabric.
(Bild: HPE)

Patterns und eine Befehlszeile

Das Deployment einer App dauert laut HPE damit nur noch drei Minuten. Auf Synergy können physische, virtualisierte und Container-Apps gleichzeitig laufen. Wie alle anderen Server kommen die Systeme Azure-ready. „Mit Synergy realisieren wir eine völlig neue Anwendererfahrung“, versprach Paul Miller, Vice President Marketing HPE Convergent Datacenter Infrastrucutre. HP spricht von „Infrastructure as Code“.

Derzeit besteht Synergy aus Ein-Rack-Systemen, die jeweils in vier (2*2) Frames unterteilt sind. Jeder Frame enthält Server- und Festplattenmodule in beliebiger Kombination sowie entweder ein Composer oder ein Image Streamer, in jedem Rack stecken also redundante Composer und Image Streamer.

"Das ist das Rack!"
"Das ist das Rack!"
(Bild: Ostler)

Der Composer stellt die einzelnen Infrastrukturkomponenten wie vom Template angefordert zusammen, der Image Streamer hilft, Standard-Images zu personalisieren und zu individualisieren. Alle im System vorhandenen Komponenten kommunizieren über eine zentrale Swiching-Backbone mit Terabit-Kapazität, die Top-of-Rack-Switches überflüssig macht.

Bald, aber nicht allzu bald

Auf den Einsatz photonischer Verbindungen und von Memristoren ist Synergy vorbereitet, es war jedoch in London nicht zu erfahren, wann mit diesen Technologien zu rechnen ist. Einige Prototypen von The-Machine-Komponenten, etwa eine rein optische Switching-Matrix, gab es aber im Lab-Bereich der Show zu sehen.

Der Speicher der Synergy-Frames lässt sich beliebig den vorhandenen x86-Recheneinheiten zuweisen – derzeit innerhalb des Racks, später über fünf Racks hinweg, die gleichzeitig die physikalische Skalierungsgrenze des Systems bilden.

HPE Discover Nummer 1
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Cloud - mehr oder weniger privat

Die nicht selbst erbrachte Seite der Unternehmens-IT unterstützt HPE durch verschiedene Varianten: das Multi-Tenant-Angebot „HPE Virtual Private Cloud“, das verschiedene IaaS-Provider als Basis ihrer Angebote nutzen, sowie die vom Dienstleister statt vom Anwenderunternehmen gemanagte „HPE Managed Private Cloud“. Mit seinen Helion-Partnern arbeitet HPE unter anderem im „Helion Network“ zusammen.

Unternehmen, die hybride Infrastrukturen betreiben, will HPE durch den „Managed Cloud Service Broker“ helfen. Der Dienst wird von allen, also auch den europäischen HPE-Rechenzentren angeboten, zuerst in einem Frankfurter Rechenzentrum. Mit ihm können CIOs, die von ihnen genutzten Cloud-Ressourcen administrieren. Das schließt das Finanz-Management ein, also die Kostenzuweisung, -begrenzung und -überwachung.

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