Anwendungen, Server-Leistung und Speicherplatz nach Bedarf beziehen und abrechnen HP Utility Sourcing Services im direkten und indirekten Vertrieb

Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel

Hewlett-Packard (HP) bringt 2008 ein komplettes Service-Portfolio auf den Markt. IT-Ressourcen können nach Bedarf bezogen und nach Verbrauch abgerechnet werden. Bei den HP Utility Sourcing Services (HP USS) handelt es sich um standardisierte Servicebausteine wie Unternehmenssoftware, E-Mail-Service, Server-Leistung oder Speicherplatz.

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HP Deutschland ist innerhalb des weltweiten HP-Verbunds der Pilot für die Bereitstellung von Utility Sourcing Services (USS). Die Ausdehnung des Angebots von standardisierten Servicebausteinen wie Unternehmens-Software, E-Mail-Services, Serverleistung und Speicherplatz auf weitere Länder ist geplant. Internationale Unternehmen können aber USS bereits aus Deutschland beziehen.

Die HP USS werden derzeit aus HP-Rechenzentren in Deutschland erbracht. Die Standardisierung der Services erlaubt dabei eine automatisierte Volumenproduktion. Durch den Skaleneffekt sinken die Stückkosten, was Einsparungen im Vergleich zum Eigenbetrieb beim jeweiligen Kunden ermöglicht. Durch die Virtualisierung der Infrastruktur kann HP die physikalischen Ressourcen flexibel zuweisen und minimiert damit das Auslastungs-Risiko.

Unternehmen können sich aus dem HP-Portfolio individuelle, auf ihre Geschäftsanforderungen abgestimmte Lösungen zusammenstellen. Die Bezugsmengen und damit die Kosten lassen sich innerhalb von sehr kurzen Zeiträumen hoch- oder herunterskalieren. Über ein Web-Portal steuern und kontrollieren die Anwender Mengen, Kosten und Dienstgüte-Vereinbarungen. Dabei sehen die HP USS keine Mindestabnahmemengen vor. Kunden schließen mit HP zwar einen Rahmenvertrag über ein Jahr, innerhalb dieses Zeitraums können sie ihren Bezug aber völlig frei dimensionieren.

Nur den reellen Verbrauch bezahlen

Das Pay-per-Use-Preismodell der HP USS orientiert sich streng am tatsächlichen Verbrauch. Unterliegt das Geschäft des Kunden zum Beispiel saisonalen Schwankungen, kann der IT-Bezug entsprechend kurzfristig skaliert werden. IT-Fixkosten und Kapitalbindung entfallen, da IT-Ressourcen ausschließlich zu variablen Kosten verbrauchsabhängig abgerechnet werden. Gezahlt wird beispielsweise pro Arbeitsspeicher und CPU-Anteil, pro in Anspruch genommenem Gigabyte Speicherplatz oder pro Anwender eines ERP-Systems. HP schätzt, dass Unternehmen mit den Utility Sourcing Services absolute Kosteneinsparungen zwischen 20 und 40 Prozent erzielen können.

Die Kundendaten sind vor dem unbefugten Zugriff Dritter geschützt. HP separiert die Speicherbereiche unterschiedlicher Kunden voneinander und bedient sich dabei etablierter Sicherheitsmechanismen. Zoning-Technik etwa unterteilt Speichernetzwerke in mehrere logische Zonen, auf die nur die jeweiligen Anwender zugreifen können.

Besonders profitabel für den Mittelstand

Mit den USS adressiert HP grundsätzlich Unternehmen aller Größen, aber insbesondere Mittelständler können von dem neuen Angebot profitieren: Diese verfügen normalerweise nur selten über die Größe, um Skaleneffekte und Flexibilität zu erzielen, die HP liefern kann. Zudem hat der deutsche Mittelstand im internationalen Vergleich eine durchschnittlich geringe Eigenkapitalquote. Die HP USS setzen in IT gebundenes Kapital frei, das Mittelständler beispielsweise in ihr Personal oder in Forschung und Entwicklung investieren können.

Beim Vertrieb der USS verfolgt HP zwei klar getrennte Strategien. An direkt betreute Großkunden („named accounts“) vertreibt HP selbst und versorgt diese auch mit zusätzlichen Integrations- und Applikations-Dienstleistungen, etwa der individuellen Parametrisierung einer SAP-Anwendung. Alle anderen Unternehmen, typischerweise Mittelständler, adressiert HP dagegen ausschließlich über zertifizierte Partner. HP fungiert dabei nur im Hintergrund als Hosting-Dienstleister, die Kundenbetreuung erfolgt über den Partner.

HP USS – Portfolio und Verfügbarkeiten

Die HP USS teilen sich auf in die Kategorien „ERP“, „Computing“, „Datamanagement“, „Database“, „Messaging“ und „Web Services“. Dazu gehören im Einzelnen die „HP Utility Sourcing Services for ERP“ genannte Bereitstellung und der Basisbetrieb von SAP. Dieser Service ist ab sofort erhältlich. Ab Februar 2008 kann auch MS Dynamics geordert werden, optional als Software-as-a-Service (SaaS). Die Computing-Dienstleistungen bieten Server-Bereitstellung und -Betrieb als virtuelle Serversysteme auf HP Blades unter MS Windows Server 2003. Ab Februar 2008 sind zusätzlich SUSE-Linux- oder RedHat-Linux-Optionen verfügbar. Ab März 2008 wil der Hersteller auch HP-UX anbieten.

Auch das wachsende Geschäft mit Online Storage lässt sich HP nicht entgehen: Storage-Bereitstellung und -Betrieb auf Fibrechannel-Basis ist buchbar, ebenso wie NAS-Bereitstellung und -Betrieb auf LAN-Basis. Zusätzlich sind Backup-Optionen aus SAN/LAN-Basis zubuchbar. Ab Januar 2008 können MS Exchange- und Lotus-Domino-Systeme in HP-Rechenzentren archiviert werden, die auch ab Februar beziehungsweise April von HP gehostet werden können.

Bereits jetzt stellt und betreibt HP Microsoft-SQL-Server-Datenbanken, im Januar folgen Oracle-Pendants. Ab März umfassen die HP Utility Sourcing Services for Web Services die Bereitstellung und Betrieb von Webserver-Farmen mit Firewalls, Loadbalancern, Netzwerken und Internet-Connectivity.

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