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Tiefrote Bilanz durch Umsatzrückgang, Kosten für Personal-Abbau und Sonderabschreibungen

HP schreibt Rekordverlust von 8,9 Milliarden Dollar

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Weitere Umsatzrückgänge

In der Service-Sparte ging der Umsatz um drei Prozent zurück. Sie ist nun nicht nur nach Gewinn, sondern auch nach Umsatz das größte Segment innerhalb des Konzerns. Zwar steht die Service-Sparte im Fokus der Konzern-Strategie, aber ihre führende Rolle sollte durch überproportionales Wachstum erreicht werden – nicht dadurch, dass andere Sparten schneller schrumpfen.

Die Druckersparte IPG, die inzwischen mit der PC-Sparte langsam verschmilzt, musste ebenfalls einen Rückgang von drei Prozent beim Umsatz verkraften, konnte aber immerhin die Marge deutlich verbessern, auf nun 15,8 Prozent.

Die Consumer-Hardware erlitt einen Einbruch um 23 Prozent nach Stückzahlen, trägt aber nur noch 9 Prozent zum IPG-Umsatz bei. Bei der Commercial-Hardware konnten dagegen vier Prozent mehr Geräte abgesetzt werden.

Beim Supply, der zwei Drittel des Umsatzes ausmacht, ging es hingegen ebenfalls um 3 Prozent nach unten. Und wie bei der PC-Sparte sind diese Zahlen eigentlich noch besser als die Realität, denn verkauft wurde zum Teil nicht an den Kunden, sondern nur in die Lager des Channels. Eine große Image-Kampagne soll nun die Qualität von HP-Toner und -Tinte ins Bewusstsein der Verbraucher rücken und dazu beitragen, überbordende Lagerbestände wieder abzubauen.

Licht und Schatten bei ESSN und Software

Die Enterprise-Sparte liegt beim Vorjahresvergleich sogar vier Prozentpunkte im Minus. Besonders schlecht lief es in der Abteilung Business Critical Systems (-16 Prozent), während Networking sogar um sechs Punkte zulegen konnte.

Ein Lichtblick ist auch die Software-Sparte, die den Umsatz um 18 Prozent steigern konnte. Sie trägt aber nur drei Prozent zum Gesamtumsatz bei. Innerhalb der Software-Sparte legten die Services um um 65 Prozent zu, der Support, der rund die Hälfte des Bereichs ausmacht, wuchs um 16 Prozent, das Lizenzgeschäft dagegen nur um magere 2 Prozent.

Whitman gesteht Fehler ein

Mehrfach gab Meg Whitman zu, dass es an der Umsetzung der Umbaupläne hapert und die schwierige Lage des Konzerns zumindest zum Teil auf Versäumnisse im Konzern zurückzuführen sind. Letztere versucht sie mit harter Hand zu korrigieren. So wurde das Management bei EDS ausgetauscht, und auch im Lenovo-Heimatland China wurden neue Verantwortliche installiert um das Geschäft dort wieder anzukurbeln.

Auch beim umstrittenen Zukauf Autonomy hat sie die Zügel angezogen, nachdem die Entwicklung dort deutlich hinter den Planzahlen zurückgebblieben war. Mit engen Vorgaben über zusätzliche Kennzahlen und kurzen Berichtsfristen der Verantwortlichen will sie die Entwicklung künftig im Auge behalten.

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