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Hardware, Management und Services für Cloud-taugliches SDN HP komplettiert FlexFabric

| Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Hewlett-Packard (HP) erweitert die eigene FlexFabric um vSwitch, Switches, Router, Software und Services. Damit will der Hersteller die branchenweit vollständigste Software-Defined Network Fabric für Rechenzentren anbieten.

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Mit IRF und TRansparent Interconnection of Lots of Links (TRILL) will HP die eigene FlexFabric vereinfachen und auf bis zu 24.000 10GbE-Ports skalieren.
Mit IRF und TRansparent Interconnection of Lots of Links (TRILL) will HP die eigene FlexFabric vereinfachen und auf bis zu 24.000 10GbE-Ports skalieren.
(Bild: HP)

Unter dem Namen FlexFabric offeriert HP vereinfachte, gut skalierende und automatisierte Netzwerklösungen, mit denen Rechenzentrumsbetreiber ihren Nutzern bequem Cloud-Applikationen bereitsstellen sollen. Diesen Anspruch will der Hersteller mit jetzt vorgestellten Systemen und Services bekräftigen und setzt dabei auch auf Software-Defined Networking (SDN).

So kündigt HP mit den FlexFabric-Switches der Serie 12900 Core-Switches an, die OpenFlow 1.3 unterstützen. Mit dem Modell 12916 liefert der Hersteller zudem eine Non-blocking Fabric mit 36 Tbit/s sowie maximal 768 10GbE-Ports oder 256 40GbE-Ports. Die Systeme unterstützen FCoE und DCB und lassen sich im laufenden Betrieb mit Software-Upgrades aufrüsten (In-Service Software Upgrades). HP will die Core-Switches ab Oktober anbieten; zu Preisen ist noch nichts bekannt.

Auch die Aggregation-Switches der Serie 11908 werden OpenFlow 1.3 sprechen sowie FCoE, DCB und In-Service-Upgrades unterstützen. HP kann sich einen Seitenhieb auf den Mitbewerber Cisco nicht verkneifen: Die 11908er Switches sollen so eine 50 Prozent geringere Latenz aufweisen als ein mit F2-Modulen ausgestatteter Nexus 7010. Als weitere technische Eckdaten für die eigenen Switches nennt HP eine Bandbreite von 7,7 Tbit/s (Non-blocking Fabric) sowie bis zu 384 10GbE-Ports respektive maximal 64 40GbE-Ports. Verfügbar sein sollen die Switches der Reihe 11908 ab Juni; den Einstiegspreis beziffert HP mit 83.000 US-Dollar.

Mit den in der Virtual Switch 5900v Software implementierten Virtual Ethernet Port Aggregator (VEPA) und Edge Virtual Bridging (EVB) will HP die Administration von Netzwerk und Servern trennen und damit vereinfachen. Weitere Vereinfachungen verspricht der Anbieter mit IMC VAN Server Connect (IMC = Intelligent Management Center) und automatisierten Netzwerk-Policies. Auf den Markt kommen soll 5900v im Oktober; Preise sind noch nicht bekannt. Schon heute gibt es die physischen Systeme der Serie HP FlexFabric 59000 Switch – ab einem Preis von 14.990 US-Dollar.

Software-basierte Network NFV der Carrier-Klasse

Der HP Virtualized Services Router (VSR) soll schließlich unnötige Hardware im Rechenzentrum vermeiden und Dienste direkt per VM liefern. Hierfür setzt HP nach eigenen Angaben auf die branchenweit erste Software-basierte Network Function Virtualization (NFV) der Carrier-Klasse. Der VSR basiert auf dem für Rechenzentrumprodukte zugeschnittenen und aktualisierten Betriebssystem Comware 7.

Ebenfalls neu im Sortiment ist die HSR 6800 Router Serie, die Routing, Firewall und VPN vereint. Die Geräte der Carrier-Klasse erreichen per Intelligent Resilient Framework (IRF) Recoveryzeiten von 687 Mikrosekunden. Zur weiteren Ausstattung gehören eine 2 Tbit/s Backbplane sowie 32 10GbE-Ports; laut HP sind die Systeme bereits "40/100 GbE ready".

Für den HP Virtual Application Networks SDN Controller kündigt der Anbieter Applicationen WAN Bursting sowie Unified Communication Communications and Collaboration – etwa für Microsoft Lync – an.

Management für SDN und klassische Netze

Die hauseigene Managementlösung IMC rüstet HP zudem so auf, dass das Tool gleichermaßen für die Verwaltung klassischer Netze sowie Software-Defined Networks taugt. Zu den neuen Funktionen zählen VAN SDN und VAN Network Resource Automation.

Des Weiteren will HP Anwender mit verschiedenen Services und Workshops Hilfestellung bei der Einrichtung komplexer Rechenzentrumsnetze geben. Konkret führt der Hersteller folgende Angebote auf: HP Connectivity Tranformation Experience Workshop, HP IPv6 Roadmap Service und HP Datacenter Care for Networking.

HP will die jetzt angekündigten Produkte auch auf der Interop Las Vegas vorführen. Vom 7. bis 9. Mai ist der Anbieter dort auf Stand 1527 zu finden.

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