Erweiterungen der Converged Cloud von HP HP Cloud System nun auch für Linux-Kernel-Virtualisierung

Redakteur: Ulrike Ostler

Insbesondere um den Kunden hybride Infrastrukturen zu ermöglichen, hat HP sein „Converged-Cloud“-Portfolio erweitert. So erlaubt „HP Cloud System“ nun auch Kernel-basierte virtuelle Maschinen (KVMs). Insgesamt jedoch soll es nun einfacher sein, Cloud-Services schnell und fehlerfrei zu implementieren.

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Meg Whitman, President und CEO von HP, warb diese Woche zur Eröffnung der diesjährigen Hauskonferenz "Discover" in um Vertrauen in HP. Der Hersteller kündigt eine Reihe neuer Produkte und Services an.
Meg Whitman, President und CEO von HP, warb diese Woche zur Eröffnung der diesjährigen Hauskonferenz "Discover" in um Vertrauen in HP. Der Hersteller kündigt eine Reihe neuer Produkte und Services an.
(Bild: HP)

HP Cloud System soll laut HP eine offene, erweiterbare Plattform für heterogene IT-Umgebungen sein. Dazu gehört auch, dass Kunden nun die Wahl haben zwischen den Virtualisierungstechniken von HP, Microsoft und VMware und Kernel-based Virtual Machines (KVMs), also der Linux-Kernel-Virtualisierung.

Um KVMs zu verwalten und bereitzustellen hat HP Openstack-Technologien direkt in HP Cloud System integriert. Anwender können unterbrechungsfrei und schnell die KVM-Unterstützung/Support zu HP Cloud Systemen hinzufügen.

Sie erhalten somit eine offene Lösung, ohne jedoch die komplexe Integration in ihre IT-Infrastruktur selbst durchführen zu müssen. Zudem erhöht sich die Flexibilität; die Kunden können Cloud-Anforderungen besser mit Kosten-, Sicherheits- und Verfügbarkeitsanforderungen abstimmen.

Bursting innerhalb von Unternehmen

Eine größere will HP auch in Bezug auf Bursting-Kapazitäten bieten: Die aktuelle Version von HP Cloud System erlaubt beispielsweise auch innerhalb eines Unternehmens auf weitere Bursting-Kapazitäten zugreifen. Für HPs Cloud-Angebot gibt es bereits Bursting-Verbindungen zu Amazon EC2, Savvis und dem Public-Cloud-Angebot „HP Cloud Service“.

Darüber hinaus hat HP hat das bestehende Angebot an „Cloud Maps“ um 50 neue Templates erweitert, unter anderem für „HP Data Protector“. Das entsprechende Template soll die Zuverlässigkeit und Skalierbarkeit von Backups in HP-Cloud-System-Umgebungen verbessern. Insgesamt stehen HP-Kunden nun mehr als 200 Templates zur Verfügung.

Die Grundlage von HP Cloud System sind die Architektur „Converged Infrastructure“ und die SoftwareHP Cloud Service Automation“ (CSA). HP CSA bietet Anwendern eine Cloud-Management-Plattform zur Verwaltung sowie das Brokerage von Anwendungen und Infrastrukturen für Cloud-Services.

Die Integration von Sicherheitsfunktionen

Screenshot von HP Service Automation, Version 3.1
Screenshot von HP Service Automation, Version 3.1
(Bild: HP)
Mit den Neuerungen in der CSA-Version 3.1 adressieret HP speziell drei Nutzergruppen: Service Designer, Cloud-Konsumenten sowie -Administratoren. Die Benutzeroberfläche für Cloud-Konsumenten (Cloud Consumer) bietet ein einheitliches Dashboard und eine grafische Oberfläche, die eine Sicht auf den gesamten Lebenszyklus der Cloud-Services - von Bestellung bis Konsum - ermöglicht.

Außerdem lassen sich Security-Tools von HP Tipping Point integrieren. Das gewährleistet die Sicherheit und Hochverfügbarkeit der Cloud-Services. Für Cloud-Administratoren steigert die Version 3.1 die Mehr-Mandanten-Fähigkeit. Administratoren können damit laut Hersteller Mandanten schneller aufsetzen und genauer definieren.

Neue Funktionen im Portal Service wiederum sollen den Service-Designern das Leben erleichtern. Services lassen sich genauer definieren, erstellen und flexibler verwalten. Beispielsweise gibt es die Möglichkeit, Angebote direkt über das Portal in den Service-Katalog aufzunehmen. CSA 3.1 ist in Kombination mit HP Cloud System und als eigenständige Lösung erhältlich.

Die Automatik in der Bereitstellung

Mit "HP Continuous Delivery Automation" (CDA) lässt sich der Bereitstellungsprozess für Cloud-Anwendungen automatisieren. Die Version 1.1 adressiert insbesondere die Übergaben zwischen verschiedenen Teams innerhalb des Anwendungs-Lebenszyklus. Denn hier kommt es typischerweise zu Fehlern und Verzögerungen.

Screenshot von dem Tool HP Continuous Delivery Automation, Verison 1.1
Screenshot von dem Tool HP Continuous Delivery Automation, Verison 1.1
(Bild: HP)
Doch dafür ist bei dem Wettbewerbsdruck, unter dem die Unternehmen hochwertige Anwendungen in immer kürzeren Zeitabständen auf den Markt bringen müssen, kein Platz. So erlaubt HP CDA 1.1 beim Release-Management, den Veröffentlichungs-Prozess exakt zu definieren und Kriterien für jeden Prozess-Schritt sowie die Freigabe zu definieren. Das Tool stellt außerdem automatisch die notwendige Infrastruktur über Provisionierungs-Werkzeuge zur Verfügung und überwacht die Anwendungen über verschiedene Monitoring-Werkzeuge.

Die Designer-Funktionen

Für Infrastruktur- und Plattform-Designer stellt CDA 1.1 eine Infrastruktur-Service-Schicht sowie eine grafische Benutzeroberfläche für Rechen-, Speicher- und Netzwerk-Charakteristiken von Infrastruktur-Services zur Verfügung. Diese Services stellen grafisch physische und virtuelle („HP Matrix“ respektive Public, Private und Hybrid Cloud) Rechenkapazitäten dar.

Im „Application Designer“ können App-Designer Standard-Funktionen festlegen und damit beispielsweise Anwendungen starten oder beenden sowie ausrollen. Für Policy Designer bietet CDA 1.1 eine Übersicht über die Abhängigkeit zwischen Cloud-Anwendungen und physischen Ressourcen.

Die Erweiterung der HP Public Cloud

  • Des Weiteren hat HP neue Funktionen für die Public-Cloud-Lösung HP Cloud Service" entwickelt. Diese ermöglichen es Unternehmen, Arbeitslasten in die Cloud zu verlagern. Zu den Neuigkeiten zählen:
  • Die allgemeine Verfügbarkeit von „HP Cloud Compute“. Mit diesem Public-Cloud-Service können Kunden Rechenkapazitäten nach Bedarf beziehen und nach Nutzung bezahlen. Der Service wird mit einem Service Level Agreement angeboten, das eine Verfügbarkeit von 99,95 Prozent garantiert. Das entspricht einer maximalen Ausfallzeit von 30 Minuten pro Monat. Der Preis pro Stunde beginnt bei 0,04 Dollar.
  • Die Public-Beta-Phase von „HP Cloud Block Storage“. Dieser Service ermöglicht Kunden, Daten einfach von einer Recheninstanz zu einer anderen zu verschieben. Er eignet sich besonders für Web-Anwendungen mit hohem Daten-Zugriff. Die Preise beginnen bei 0,10 Dollar pro Gigabyte und Monat. In der Public-Beta-Phase erhalten Nutzer von HP Cloud Block Storage einen Rabatt von 50 Prozent.

Die Services in Startposition

Meg Whitman, President and CEO von HP auf dem HP-Hauskongress Discover Frankfurt 2012.
Meg Whitman, President and CEO von HP auf dem HP-Hauskongress Discover Frankfurt 2012.
(Bild: HP)
Außerdem hat HP weitere Services angekündigt. Das sind:

  • Die Public-Beta-Phase von “HP Cloud Application Platform as a Service” (PaaS): Dieser Service ermöglicht Unternehmen und Software-Entwicklern, sich auf die App-Entwicklung und deren Implementierung zu fokussieren. Grundlage für diesen Service ist das Projekt „Cloud Foundry Open PaaS“. Es werden eine Vielzahl von Sprachen, der Aufbau von komplexen App-Infrastrukturen und ad-hoc-Provisionierung und -Bereitstellung unterstützt
  • Der Service „HP Cloud Workload Migration Services“ soll Anwendern dabei helfen, Arbeitslasten zu erfassen, zu planen und in HPs Public Cloud zu migrieren. Der Service wird in Zusammenarbeit mit HP-Partnern erbracht und unterstützt Kunden durch geringe oder gar keine Änderungen am Anwendungs-Code. Dadurch können sie von den Vorteilen von Cloud Computing wie Skalierbarkeit, Kostenersparnissen und Flexibilität profitieren.
  • Schließlich hat HP darüber hinaus eine Lösung speziell für Telekommunikationsdienstleister veröffentlicht. „HP Cloud Solutions for Communication Service Providers“ (CSPs) ermöglicht CSPs, Cloud-Umgebungen für kleine und mittelgroße Unternehmen sowie große Firmen bereitzustellen. So können sich CSPs als Cloud-Service-Broker etablieren und vom Cloud-Geschäft profitieren. Außerdem können sie ihren Geschäfts- und Endkunden neue und bessere Services bieten.

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