Hyper-V-Replikation in Microsoft Azure

Hochverfügbarkeit und Entwicklungsumgebungen in der Cloud

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Kleinere Unternehmen haben aber auch die Möglichkeit, Hochverfügbarkeit in Microsoft Azure ohne SCVMM zu betreiben. Auch dazu nutzen Sie Azure Site Recovery.

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Microsoft hat dazu in den Einstellungen von Azure Site Recovery die neue Funktion zur Replikation von lokalen Hyper-V-Servern mit der Cloud integriert. Beim Einsatz einer solchen Infrastruktur werden die Server also in die Cloud repliziert. Für kleinere Unternehmen ist das ideal, da kein SCVMM benötigt wird, aber dennoch eine gewisse Hochverfügbarkeit zur Verfügung steht.

Unternehmen können mit dieser Lösung auch Hyper-V-Cluster absichern, die nicht an SCVMM angebunden sind. Dazu müssen die Administratoren aber auf allen Clusterknoten den ASR-Agent installieren und die Hyper-V-Server direkt an Azure anbinden.

Zunächst eine neue Hyper-V-Site

Im ersten Schritt erstellen Administratoren in Azure Site Recovery dazu eine neue Hyper-V-Site. Nachdem die Seite erstellt ist, wird der Azure Site Recovery Provider für Hyper-V heruntergeladen. Dieser wird auf den beteiligten Hyper-V-Servern installiert (siehe: Abbildung 7). Nachdem der Agent installiert ist, muss der Hyper-V-Server mit dem erstellten Site Recovery Tresor registriert werden. Auch hier unterstützt ein Assistent.

Die Replikation kann auf Basis dieses Assistenten auch über einen Proxy stattfinden, oder über eine direkte Verbindung in das Internet. Für die Verbindung wird eine Registrierungsschlüsseldatei benötigt. Die Datei lässt sich direkt im Dashboard des Tresors herunterladen.

Nachdem die Datei in den Assistenten eingelesen ist, wird der Hyper-V-Server mit Azure verbunden (siehe: Abbildung 8). Nach der erfolgreichen Registrierung wird der Hyper-V-Server mit seinem „FQDN“ im Dashboard der erstellen Hyper-V-Site in Azure angezeigt. Der Status muss „Verbunden“ lauten (siehe: Abbildung 9).

Die neue Schutzgruppe

Der nächste Schritt besteht darin im Bereich Speicher der Azure-Verwaltung ein neues Speicherkonto zu erstellen. Dieses muss sich in der gleichen Region befinden, wie der „Tresor“ von Azure Site Recovery. Im Anschluss daran erstellen Administratoren in den Einstellungen von Azure Site Recovery, im Bereich „Geschützte Elemente\Schutzgruppen“ eine neue Schutzgruppe.

Die Speicherung der Daten erfolgt im Datenspeicher, der zuvor erstellt wurde. Sobald die Schutzgruppe erstellt wurde, muss noch ein Netzwerk erstellt werden, in welchem die Verbindung der angebundenen Hyper-V-Server mit der erstellten Hyper-V-Seite hergestellt wird. Dazu steht ebenfalls ein Assistent auf der Startseite von Azure Site Recovery zur Verfügung. Die Einstellungen sind auch über „Ressourcen\Netzwerke“ zu finden.

Wenn alle Einstellungen gesetzt sind, klicken Administratoren auf die erstellte Schutzgruppe. Über „Computer\Virtuelle Computer hinzufügen“, sind die VMs auf dem Hyper-V-Server zu sehen. Sobald VMs ausgewählt und die Replikation eingerichtet ist, wird der Schutz aktiviert. Die geschützten VMs sind auch im Webportal von Azure zu sehen (siehe: Abbildung 10).

Sobald der Schutz aktiviert ist, erkennen Administratoren auch im Hyper-V-Manager des Hyper-V-Servers die Replikation. Nach der Markierung des Servers ist im Hyper-V-Manager auch das Ziel der Replikation zu sehen (Abb. 11). Über das Azure-Portal können Administratoren außerdem ein Failover starten oder das Failover testen.

*Thomas Joos ist freier Autor, Verfasser zahlreicher Fachbücher und betreibt auf DataCenter-Insider "Toms Admin-Blog"

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 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist