Stratus Avance beim Stader Tageblatt Hochverfügbare Virtualisierung mit moderatem Aufwand

Autor / Redakteur: Rainer Doh / Ulrich Roderer

Mit der hochverfügbaren Virtualisierungs-Software Stratus Avance konnte das Stader Tagesblatt seine IT ohne große Investition in teuere neue Systeme ausfallsicher machen.

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Das Stader Tagesblatt nutzt die hochverfügbare Virtualisierungs-Software Stratus Avance.
Das Stader Tagesblatt nutzt die hochverfügbare Virtualisierungs-Software Stratus Avance.
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit der Virtualisierungslösung Stratus Avance konnte das Stader Tageblatt seine unternehmenskritischen Kommunikationsserver hoch verfügbar machen. Die Lösung ließ sich ohne Aufwand implementieren und ist erheblich kostengünstiger als alle Alternativen.

Beim Stader Tageblatt, mit einer Auflage von über 32.000 Exemplaren, die führende Zeitung im Gebiet Landkreis Stade, Buxtehude und Unterelbe, wurden Layout und Druck auf IT-Systeme umgestellt. Die elektronischen Redaktions- und Belichtungssysteme greifen ineinander und steuern den Prozess von der Textgestaltung bis zur Erstellung der Druckplatten.

Auch die Kommunikation nach außen verläuft bevorzugt digital, wobei dem Austausch von Anzeigen mit den Kunden, sowie der redaktionellen Recherche besondere Bedeutung zukommt.

„Bis vor wenigen Jahren erhielten wir die Anzeigen hauptsächlich auf dem Postweg, per Telefon oder vor Ort in der Anzeigenannahme, außerdem waren die redaktionellen Arbeiten sehr zeitaufwendig“, erklärt Walter Hoffmann, IT-Leiter beim Stader Tageblatt. „Durch die Möglichkeit der schnellen E-Mail-Kommunikation wurden einige Prozesse deutlich beschleunigt. Anzeigenkorrekturen oder –frei-gaben können schneller bearbeitet werden.

Der Anzeigenschluss konnte zeitlich nach hinten geschoben werden, so dass sich noch bis kurz vor Andruck Änderungen bearbeiten lassen. Auch die Artikel der Redaktion können wesentlich aktueller gestaltet werden. Unsere Kunden schätzen diese Flexibilität. Die Anzahl der Anzeigen, die per E-Mail kommen nimmt zu und beträgt mittlerweile rund die Hälfte des Anzeigenvolumens.

Unternehmenskritischer E-Mail-Betrieb

Der für den E-Mail-Betrieb zuständige Exchange Server ist damit für das Stader Tageblatt zu einer unternehmenskritischen Komponente geworden. Ein Ausfall dieses Systems hätte entweder Verzögerungen im Produktionsprozess zur Folge oder – sofern dieser schon so weit fortgeschritten sein sollte, dass Aufträge oder Korrekturen nicht mehr eingearbeitet werden könnten – sogar einen Ausfall von Einnahmen aus dem Anzeigengeschäft.

Für das Stader Tageblatt bestand daher die Notwendigkeit, die Verfügbarkeit des Exchange Servers so weit zu erhöhen, dass Ausfälle praktisch ausgeschlossen werden können. „Wir setzen eine Reihe von Applikationen ein, die für unseren Betrieb sehr wichtig sind, so beispielsweise das Anzeigen- und Redaktionssystem, Belichtungssoftware für die Druckplatten, Buchhaltungs- und Vertriebssoftware usw., trotzdem läuft ohne Kommunikation und Datenaustausch kaum etwas“, erläutert Hoffmann. „Wir haben eine Prioritäten-Liste für alle Anwendungen angelegt; dabei hat sich ergeben, dass der Exchange Server die höchste Prioritätsstufe hat. E-Mails und Datentransfer haben somit schließlich den Anstoß gegeben, nach einer ausfallsicheren Lösung zu suchen.“

Im Laufe des Jahres 2008 wurden vom Stader Tageblatt verschiedene Technologien zur Sicherung einer hohen Verfügbarkeit der Anwendungen und dabei vor allem des Exchange Servers geprüft, wobei neben einer hohen Ausfallsicherheit auch die Kosten der Lösung und der Aufwand des laufenden Betriebs zu berücksichtigen waren.

Die auf den ersten Blick vielleicht nahe liegende Möglichkeit, mit einem Upgrade auf eine neuere Exchange-Version die Betriebssicherheit zu erhöhen, schied aus, weil dies die Erneuerung der vorhandenen Telefonanlage und damit hohe Investitionen in die Hardware erforderlich gemacht hätte. „Unsere Telefonanlage kommuniziert mit dem E-Mail-Server zur Zeit mit Microsoft-Exchange2003. Eine Aufrüstung auf MS-Exchange2007 würde viel Hard- und Softwareaufrüstung nach sich ziehen.“, bemerkt Hoffmann dazu. „Wir hätten also für viel Geld funktionierende Systeme austauschen müssen, nur um an anderer Stelle Vorteile zu erhalten. Das erschien uns aber als der falsche Weg.“

Auch die Implementierung einer Cluster-Lösung konnte die Anforderungen der Zeitung nicht ausreichend erfüllen. Hier hätte mit hohem Aufwand ausschließlich der Exchange Server abgesichert werden können, andere Anwendungen wären außen vor geblieben. Eine Lösung auf Basis der Virtualisierungssoftware VMware, bei der im Störungsfall logische Server vom gestörten auf einen anderen physischen Server verschoben worden wären, hätte zwar alle in Frage kommenden Applikationen abgedeckt, aber ebenfalls einen sehr hohen Hardware-Aufwand vorausgesetzt.

„Diese Virtualisierungslösung hätte den Einsatz eines SAN-Storage-Systems nötig gemacht“, führt Hoffmann dazu aus. „Abgesehen von der zusätzlichen Investition bildet ein SAN hinsichtlich der Verfügbarkeit einen Flaschenhals, weil es physisch nur einmal vorhanden und damit zu stark gefährdet ist. Unsere Überlegung war: Wenn wir schon eine ausfallsichere Lösung aufbauen, dann sollen dabei alle Aspekte berücksichtigt werden.“ Dazu gehörte auch, dass die Server auf verschiedene Räume verteilt werden sollten, so dass auch bei von außen einwirkenden Schäden wie Brand eine kontinuierliche Verfügbarkeit sichergestellt werden kann.

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