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Drei Datentypen in einem Speichersystem

Hitachi bietet dem Mittelstand neuartige Konsolidierungsplattform

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Backup und Datenmigration

Aber soweit sind wir noch lange nicht. Bei Hitachi setzt man für die riesigen Dateisysteme von 256 TByte auf den Bluarc NAS-Head, der die Daten im Blockspeicher ablegt. Der NAS-Head verwaltet ebenfalls die Objekte - als Dateien plus Metadaten. Eine inhaltsadressierte Speicherung ist (noch) nicht vorgesehen. Dafür können Objekte von HDS Data Discovery Software durchsucht werden, eine Auslagerung in die Hitachi Content Plattform ist aber derzeit nicht möglich.

Zwar erwähnte Bob Plumridge, der EMEA chief technical officer bei HDS, dass er Kunden kenne, die das ganze Jahr hindurch mit Datenmigrationen beschäftigt seien, für die zukünftige Migration von Objekten könnte sich da ein herausforderndes Umfeld auftun.

Trotz solch zur Zeit noch ungeklärter Problem, sollte man die Möglichkeiten von Objekten nicht unterschätzen. Werden sie mit einem "unique identifier" abgespeichert, sind Kopien schnell erkannt, das Objekt selbst könnte Informationen über eine Replikation oder Sicherheitsregeln in sich tragen, und das komplexe Dateisystem mit aufwändigen treewalks bei jeder Datensicherung wäre obsolet.

Ein einheitliche Software-Plattform spart Arbeit

Bis dahin muss man mit den üblichen Methoden von mehr Performance und mehr Snapshots für die Sicherheit und Verfügbarkeit von Daten sorgen. Ein interessantes Hilfsmittel bei Hitachi ist der Hitachi Application Protector, der für MS Exchange, SQL Server und Sharepoint einen Snapshot-basierten Datenschutz, Backup und Restore einführt und damit das Backup-Fenster für wichtige Programme wieder weiter öffnet.

Des Weiteren dürfte die nun für das gesamte Hardware-Portfolio von HDS verfügbare Hitachi Command Suite dem Anwender ein einfacheres Management bieten. Service-Regeln für die Bereitstellung und Verfügbarkeit von Anwendungen müssen hier nicht für jede einzelne Plattform aufgestellt werden, sondern nur einmal für die nun einheitliche Software-Plattform. Den Unternehmen dürfte diese Reduzierung des Arbeitsaufwands bei der Beseitigung des Fachkräftemangels entgegenkommen. Die HUS bietet alles in allem sehr interessante Optionen für Unternehmen. Bei der Objektspeicherung ist allerdings noch Vorsicht angesagt. Sie steckt noch in den Kinderschuhen und die technische Umsetzung wird uns in den nächsten Jahren intensiv beschäftigen.

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