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Drei Datentypen in einem Speichersystem

Hitachi bietet dem Mittelstand neuartige Konsolidierungsplattform

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Datentypische Ausgestaltung der HUS-Hardware

"Jedes HUS-Modell besteht aus einem Block- und einem File-Modul", erläutert die Pressemeldung. Und weiter: "Kombiniert mit der Hitachi Content Platform (HCP), einer objektorientierten Speicherplattform mit umfassenden Datenmanagement-Funktionen, bildet die HUS einen Objektspeicher mit benutzdefinierten Metadaten. Die Hitachi Content Platform (HCP) und die HUS können sich Kapazitäten aus einem Storage-Pool für File- und Block-Anwendungen teilen." Compliance-Vorschriften sollen sich so einfacher umsetzen lassen, behauptet HDS.

Damit ist das Prinzip von Objektdaten klargestellt: Es sind Dokumente, wie Bilder, Videos und Audio, die sinnvollerweise nur über ihre Metadaten identifiziert werden können. Mit Hilfe von Metadaten lassen sich dann tatsächlich die alten Wünsche nach einer inhaltlich korrekten Speicherung von Dokumenten vornehmen, die Dokumente sogar selbst gegen unbefugte Zugriffe schützen.

Grundsätzlich wäre die Anreicherung mit Metadaten auch für File-Daten sinnvoll, deren Dateinamen meist keine sachlichen Informationen über den manchmal schützenswerten Inhalt enthalten. Das würde Dateioperationen, wie das Verschieben des Dokumentes auf preiswertere Speicherstufen, die heute noch nach eigentlich untauglichen Parametern wie Dateigröße, Dateialter und Datum der letzten Änderung erfolgen, in sonnvolle Bahnen lenken.

Automatische Datenklassifizierung erforderlich

Ein Objekt, das nach Inhalten verschlagwortet ist, könnte Ordnung schaffen. Die Crux des Hitachi Objektspeichers liegt allerdings in den "benutzerdefinierten Metadaten". Damit ist die vollständige Beschreibung des Objekts von den Bemühungen des Benutzers abhängig - und im Prinzip zum Scheitern verurteilt, da sich Milliarden in der Vergangenheit erstellte Dateien nicht verschlagworten lassen.

Ohne ein automatisierte Verschlagwortung bleibt der Datentyp Objekt insofern ein Stückwerk und ungeklärt wäre dann immer noch ein Standard für die Metadaten-Definition und -Ablage. Die Objektspeicherung ist sicherlich erstrebenswert, da sich nur so Dokumente verwalten und die Ansprüche an Aufbewahrungsort, Sicherheitsrichtlinien und Aufbewahrungszeiträume umsetzen lassen.

Die HUS zeigt deutlich, wie auch die Unified Storagesysteme anderer Mitbewerber, dass Storage-Hersteller nach einer Speicherplattform suchen, auf der die Anwender alle Datentypen konsolidieren können. Im Storage-Insider-Kompendium "Unified Storage - Irrweg oder neue Speicherbasis" haben wir viele Aspekte dieser "Allround"-Plattform debattiert.

Zwar scheint der Block immer noch Basis allen Speicherns zu sein, eine Ausnahme macht NetApp, die Blöcke in ihrem Filesystem speichern. Aber Blöcke lassen sich einfacher handbaben. Mit zunehmender Leistungsfähigkeit von Speichersystemen könnte sich das trotzdem ändern und die Verwaltung von Blöcken über das Dateisystem ermöglichen. Grundsätzlich stellt sich aber die Frage - sie wurde schon vor zwanzig Jahren aufgeworfen -, ob man überhaupt nach Datentypen unterscheiden sollte. Es wäre doch einfacher nur die Daten abzuspeichern und die dazugehörigen Metadaten anderswo zu verwalten.

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