Stadtverwaltung Radolfzell am Bodensee High Performance trifft auf Green-IT

Autor / Redakteur: Uli Schunk* / Ira Zahorsky

Bei der Stadtverwaltung Radolfzell am Bodensee legt man besonderen Wert auf moderne Technik und Effizienz, was auch beim Austausch der existierenden Speichersysteme zum Tragen kommt. Einsparungen bei den Kosten für Energie und Kühlung tragen zur Green IT bei.

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Die Verwaltung der großen Kreisstadt Radolfzell am Bodensee legt bei ihrer IT-Ausstattung Wert auf Effizienz und Nachhaltigkeit.
Die Verwaltung der großen Kreisstadt Radolfzell am Bodensee legt bei ihrer IT-Ausstattung Wert auf Effizienz und Nachhaltigkeit.
(Bild: Stadtverwaltung Radolfzell)

Flexibilität und moderne Technologie sind die Grundpfeiler, um die heutigen und künftigen Anforderungen an die IT-Technologie in Rechenzentren zu erfüllen. Das gilt natürlich auch für die öffentliche Verwaltung wie beispielsweise der Großen Kreisstadt Radolfzell am Bodensee. Seit 2009 wird hier konsequent bei der Umsetzung der IT-Core-Infrastruktur auf „Green IT“ und damit auf die schrittweise Virtualisierung im Rechenzentrum als zielführende IT-Strategie gesetzt.

Ein wesentlicher Schritt in diese Richtung war die Entscheidung für „Huawei Dorado V6“ Speichersysteme, die im Herbst 2020 von MTI Technology integriert wurden, um die Speicherinfrastruktur für rund 640 Mitarbeiter beispielsweise in Rangierbetrieben, Bildungseinrichtungen oder Kindergärten auf ein neues Niveau zu heben.

In der öffentlichen Verwaltung der großen Kreisstadt Radolfzell am Bodensee übernimmt die Abteilung Informations- und Kommunikationstechnik (IUK) eine der wichtigsten Aufgaben: die Bereitstellung der IT-Dienstleistungen für die Stadtverwaltung, deren Dienststellen über diverse Standorte verteilt sind. Realisiert wird dies unter der Leitung von Martin Richter an zwei getrennten Rechenzentren, die durch den Einsatz von VMware für die Virtualisierung, Veeam für den Datenschutz und Huawei für die Datenspeicherung charakterisiert sind.

Moderne Speichertechnologie

Für das vierte Quartal 2020 hatte die Stadtverwaltung Radolfzell am Bodensee ein SAN-Change-Projekt im Plan, das im Wesentlichen den Austausch der existierenden Speichereinheiten vorsah. Die seit 2013 im Einsatz befindlichen „VNX5300“-Storage-Systeme waren nicht nur in die Tage gekommen und damit nicht mehr auf dem neuesten Stand des technologischen Fortschritts, sondern auch vom Hersteller zum 31. Dezember 2020 abgekündigt.

Dr. Martin Richter realisiert für die Stadtverwaltung Radolfzell die Bereitstellung der IT-Dienstleistungen.
Dr. Martin Richter realisiert für die Stadtverwaltung Radolfzell die Bereitstellung der IT-Dienstleistungen.
(Bild: Stadtverwaltung Radolfzell)

Das Ziel, das man mit einer neuen Speichertechnologie verfolgte, war von Richter und seinem Team klar definiert. Dazu gehörten unter anderem der Einsatz in einem Metrocluster, eine höhere Leistung durch Flash-Speicher, die Möglichkeit einer Deduplizierung und Komprimierung für Primär-Speicher, die hohe Skalierbarkeit im Online-Modus und ein Snapshot-Verfahren für die Sicherheit.Aber es hatte sich im Laufe der Jahre auch im Bereich Software viel getan und daher standen zusätzliche Anforderungen für das Storage-Management, das Access Management und ein aussagekräftiges Event-Monitoring ebenfalls auf dem Anforderungskatalog.

Gemeinsam mit dem Systempartner MTI Technology wurden die passenden Lösungen evaluiert. Die Entscheidung fiel auf die Huawei-Dorado-V6-Systeme, deren Design von Künstlicher Intelligenz (KI) unterstützt wird.

Umsetzung

Da die Stadtverwaltung Radolfzell am Bodensee ihre IT durchgehend 24/7 im Betrieb hat, war von Anfang an klar, dass es keinerlei Unterbrechungen durch die Installation der neuen Systeme geben durfte. Es galt das Projekt mit möglichst geringem Aufwand und in einer sehr kurzen Zeit durchzuführen, inklusive der Anbindung an parallellaufende Systeme wie beispielsweise das Backup. Zusätzlich mussten alle Compliance-Richtlinien durchgängig eingehalten werden.

Im September 2020 wurden zwei „Huawei-Dorado-3000-V6“-Speichersysteme in den beiden Rechenzentren installiert. Beide Systeme konnten ohne zusätzliche Komponenten nahtlos in das Metrocluster integriert werden.

Die eigentliche Installation und Inbetriebnahme erfolgten in nur zwei Tagen. Dabei wurde das IT-Team der Stadtverwaltung in die Installationsroutinen eingebunden, um einen wesentlichen Vorteil der neuen Systeme gleich von Anfang an auszuschöpfen: Richter und sein Team bekamen von Anfang an einen fundierten Einblick in die Administration des Speichers und wussten über die gesamte Installationsroutine und die individuelle Konfiguration Bescheid.

„Sehr beeindruckend ist die Web-basierte Verwaltungskonsole des Huawei-Speichers. Alle Aufgaben lassen sich einfach, schnell und transparent durchführen. Die Menüstruktur ist vorbildlich und über Web-Services kann man bei Bedarf die nahtlos integrierten Online Tools und Tutorials nutzen. MTI Technology führte uns durch den gesamten Prozess und legte gemeinsam mit uns die optimale Erstkonfiguration an“, beschreibt Dr. Martin Richter die Installation.

Die nachfolgende Migration der über 100 Terabyte Bestandsdaten auf die neuen Speicher samt der Integration in das Veeam-Backup und Recovery-Systems war nach weiteren zwei Wochen erledigt.

Mehr Leistungen, weniger Kosten

Aus technischer Sicht arbeiten die Speicher einwandfrei mit mehr Leistung als zum Zeitpunkt der Installation abgerufen wurde, was für Zukunftssicherheit sorgt. Einige Besonderheiten der Dorado-Systeme liegen in neuartigen Technologien, darunter Künstliche Intelligenz und eine hocheffiziente Mustererkennung. Der Vorteil: Auch im Primärspeicher kann die Stadtverwaltung Radolfzell jetzt bei gleicher Performance eine beachtliche Deduplizierung erreichen – ermöglicht durch das Chip-basierte (ASIC) Verfahren.

Darüber hinaus konnte die Kommune deutliche Einsparungen auf wirtschaftlicher Seite erzielen: Die TCO (Total Cost of Ownership) – gerechnet über den Lifecycle – wurde um rund 50 Prozent gesenkt. Zudem sorgt das 'Small Form Sizing' der Dorado-Systeme für einen geringeren Platzbedarf in den Rechenzentren sowie Einsparungen bei den Kosten für Energie und Kühlung.

„Damit haben wir nicht nur einen wichtigen und großen Schritt im Sinne der Technologie, sondern auch im Sinne der Investitionen und Kosten gemacht. Wir sind auf unserem Weg zur nachhaltigen Green IT ein beachtliches Stück vorangekommen“, resümiert Richter.

Uli Schunk
*Der Autor, Uli Schunk, ist Marketing Manager bei MTI Technology.

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