BMC-Umfrage unter Mainframe-Anwendern

Heavy Metal der IT erfindet sich neu

| Autor / Redakteur: Ludger Schmitz / Ulrike Ostler

IBM-Mainframes der zSeries
IBM-Mainframes der zSeries (Bidl: Agiorgio, Wikimedia)

Dass die Mainframe nicht aussterben, gilt schon länger als ausgemacht. Sie scheinen sogar mit neuen Anforderungen ein Revival zu erleben. Dies und die Gründe dafür enthüllt eine Befragung von BMC unter 1200 Mainframe-Anwendern.

Es ist schon der zehnte jährliche „Mainframe Research Report“. Wer sie alle durchgeht, wird feststellen, dass die Mainframe-Kundschaft außerordentlich treu ist. Das nun – wie in den 90er Jahren üblich – einfach auf ein Customer-Lock-in zurückzuführen wäre doch arg leichtfertig. Die Anwender führen über alle Jahre mit unterschiedlicher Gewichtung, aber immer wiederkehrend gute Gründe an, nicht nur bei den großen Kisten zu bleiben, sondern weiter in sie zu investieren.

Vor allem werden Sicherheit und Verfügbarkeit gelobt

Der erste Grund für anhaltende Investitionen der Anwender ist nach deren Bekunden bei der jüngsten BMC-Umfrage nicht etwa die Zuverlässigkeit. Vielmehr nennen die IT-Verantwortlichen so gut wie gleichgewichtig Vorteile in puncto Sicherheit und Verfügbarkeit (56 und 55 Prozent). 48 Prozent halten den Mainframe für einen überlegenen Daten-Server, 45 Prozent erklären er sei für durchsatzstarke Transaktionen besonders geeignet.

Unter ihren Top-Prioritäten nennen die Mainframe-Anwender an erster Stelle die Optimierung ihrer IT-Kosten. Das ist nicht unbedingt eine Beschwerde in Richtung IBM. Denn ein Viertel der Mainframer nennt die Kosten der Alternativen zu hoch. Die gleiche Leistung aus „Pizzaboxen“ herauszuholen käme also teurer. Doch 20 Prozent der Befragten ziehen Workloads tatsächlich auf andere Systeme um. Hierbei handelt es sich vor allem um Anwender kleinerer Mainframes.

Sparen durch Workload-Balance

Bei den Kosteneinsparungen auf Mainframe-Seite steht für 22 Prozent die Reduktion des Ressourcenverbrauchs unter Spitzenlasten an. Durchschnittlich 45 Prozent der Mainframe-Budgets geht für Software drauf. Deswegen hat das Tuning der Workloads bei mehr als 40 Prozent der Anwender ein großes Gewicht.

Die Prioritäten der Anwender für ihre Mainframe-Nutzung im Jahr 2016 sind viergeteilt. Jeweils 40 Prozent und mehr nennen Anpassung der IT an Business-Bedingungen, Datensicherheit, Datenwiederherstellung und Modernisierung der Applikationen. Bei der Flexibilität in Richtung Business ist vor allem schnellere Umsetzung das Ziel. An dieser Stelle nennen darüber hinaus ein Drittel Mobility, Cloud und Software-as-a-Service sowie 31 Prozent Analytics und Big Data.

Das große Eisen wird mobil

Beim Thema Mobility sind (für ein Viertel der Anwender) die Prioritäten die Nutzbarkeit bestehender Anwendungen und die Entwicklung neuer. Dicht darauf folgt mit 12 Prozent die Sicherung von Unternehmensdaten auf mobilen Geräten.

Interessant ist die steigende Nennungen im Kontext von Datenanalysen. Bei einem Drittel der Anwender spielt der Mainframe die Rolle der analytischen Maschine. 14 Prozent der Anwender übergeben aber solche Daten vom Mainframe auf ein anderes spezielles System.

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