Quelloffene Tools bieten den “Big Four” die Stirn

Gut und günstig – Open-Source im IT-Service- und System-Management

14.04.2009 | Autor / Redakteur: Christian Weyer / Ulrike Ostler

Die meisten Administratoren nutzen nur einen Bruchteil der Funktionen, die große IT-Management-Suites bereitstellen
Die meisten Administratoren nutzen nur einen Bruchteil der Funktionen, die große IT-Management-Suites bereitstellen

Für Service- und System-Management gibt es frei verfügbare Lösungen, die es durchaus mit den Produkten von BMC, CA, Hewlett-Packard oder IBM aufnehmen können. Das ist insbesondere jetzt interessant, da IT-Leiter oder Chief Information Officers mit sinkenden oder bestenfalls gleich bleibenden Budgets zurechtkommen müssen.

Nach einer Studie der Marktforschungsfirma Steria-Mummert Consulting steht 29,4 Prozent der IT-Leiter in Deutschland im laufenden Jahr weniger Geld für Netzwerk- und IT-Ausrüstung sowie entsprechende Dienstleistungen zur Verfügung. Rund 49 Prozent der Unternehmen verfügen immerhin noch über dasselbe IT-Budget wie 2008.

Das bedeutet, dass IT-Leiter das vorhandene Geld effizienter einsetzen müssen. Aus diesem Grund schwinden die Vorbehalte gegenüber Open-Source-Software, vor allem bei Finanzvorständen und der Geschäftsführung.

Paul Schuster, Director Business Operations bei der Matrix Technology AG in München, sagt: „Bei IT- und Netzwerk-Managern erfreuen sich frei verfügbare Programme seit jeher großer Beliebtheit. Doch jetzt erkennen auch Finanzvorstände und Geschäftsführer, dass Open-Source-Software durchaus ein gleichwertiger Ersatz für Lösungen von Firmen wie BMC Software, CA, Hewlett-Packard und IBM sein kann.“

Konkurrenz für die „Big Four“

Der Ist-Zustand in vielen Unternehmen stellt sich wie folgt dar: Bei Service-, Netzwerk- und Systemmanagement hat sich eine Diskrepanz entwickelt. Auf der einen Seite stehen Administratoren und Mitarbeiter aus dem Operations Management, auf der anderen der CIO (Chief Technology Officer) und die Geschäftsführung.

Bislang favorisierten CIOs und Management die Lösungen der „Big Four“ im System-, Netzwerk-, Service- sowie Configuration- und Change-Management. Beim System-Management kommen „Tivoli“ von IBM oder „Unicenter“ von CA zum Einsatz.

Bei der Überwachung von Services ist es „Business Service Management“ von BMC Software, und für das Administrieren der Netzwerk-Umgebung greifen CIOs gerne auf „Openview“ von Hewlett-Packard, oder auf die Pakete, die das Unternehmen unter dem Oberbegriff „Business Technology Optimization Software“ (BTO) anbietet zurück.

Beim Netzwerk- und Service-Management kommen zudem Produkte von Firmen wie EMC oder Microsoft zum Zuge. Hinzu kommen herstellerspezifische Managementlösungen, etwa für das Verwalten von Storage-Systemen und Sicherheits-Appliances oder für das Configuration- und Change-Management.

weiter mit: Administratoren arbeiten mit handgestrickten Scripts

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