IBM stellt Mainframe System z10 fürs SOA-Umfeld vor Großrechner soll Herzstück moderner Rechenzentren werden

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Nico Litzel

Mit dem System z10 Mainframe erweitert IBM die Großrechnerfamilie. Verglichen zum Vorgänger bieten die Rechner 50 Prozent mehr Leistung. Per Workloadmanagement sollen die auf den Quad-Core-Prozessoren z10 EC basierenden Systeme fast voll ausgelastet werden. Eine EAL5-Einstufung (Evaluation Assurance Level) nach Common Criteria ist geplant.

Anbieter zum Thema

Bereits einer der jetzt vorgestellten z10-Rechner bietet die Rechenleistung von 1.500 x86-Servern, verspricht IBM. Dabei benötigen die Systeme bis zu 85 Prozent weniger Energie und Stellfläche. Zudem können Anwender mit den Maschinen x86-Softwarelizenzen im Faktor 30 zu eins einsparen.

Auch im direkten Vergleich mit dem Vorgänger System z9 sollen die Großrechner Punkten: Ein z10-System ist um 50 Prozent schneller; rechenintensive Anwendungen sollen doppelt so schnell laufen.

Herz der jetzt vorgestellten Großrechner bilden 64 Prozessoren. Die Quad-Core-CPUs sind mit 4,4 Gigahertz getaktet, beim Vorgänger waren es noch 1,7. Auf die für Nutzer-Sharing optimierte Maschine können von einigen hundert bis zu einigen Millionen Anwender zugreifen.

Neben Cobol-Applikationen unterstützen die z10-Großrechner XML, Java, WebSphere und Anwendungen aus dem SOA-Umfeld (Service Oriented Architecture). Schon jetzt kann Linux auf den Systemen betrieben werden, in Zukunft soll auch Suns Unix-Derivat Solaris auf der z10-Plattform laufen.

Workloadmanagement für maximale Auslastung

IBM bewirbt die Serie z10 als zentrale Verwaltungsinstanz für das moderne Rechenzentrum. Verschiedene Managementfunktionen sollen Anwender von der Lösung überzeugen: Ein Workloadmanagement stellt die maximale Auslastung der Rechner sicher. Bei Lastspitzen soll sich zusätzliche Rechenzeit bereitsstellen lassen, indem zusätzliche Prozessoren zugeschaltet werden. Zudem verfügen die Systeme über ein Autorisierungsmanagement.

Wie bei dem z9 soll die Virtualisierungs-Sicherheit der z10-Rechner künftig nach EAL5 der Common Criteria for Information Technology Security Evaluation zertifiziert werden.

Finanzierungsoption vom Hersteller

Mit „finanziell attraktive[n] Konditionen“ will der Unternehmensbereich IBM Global Financing Anwendern zudem bei der Anschaffung eines z10-Systems beistehen. Für die relativ kostspieligen Systeme sollen so geringere monatliche Raten anfallen als für bisherige z9-Installationen.

Im Zusammenhang mit der aktuellen Großrechnerserie hat IBM sein Speicherangebot überarbeitet. Bei der Plattenspeicherlösung DS8000 R3.1 hat der Hersteller die Funktionen für Disaster Recovery und Business Continuity verbessert. Als passende Virtual Tape Library für z10-Rechner ist zudem die System Storage TS7700 erhältlich.

Jetzt Newsletter abonnieren

Täglich die wichtigsten Infos zu RZ- und Server-Technik

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung.

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung

(ID:2011135)