Grüner geht´s in der IT nicht

GreenIT Best Practice Award 2011 – Gewonnen hat …

| Redakteur: Ulrike Ostler

Die Jury und ihre Gewinner bei der Preisverleihung GreenIT Best Practice Award 2011 (Florian von Plötz/GreenIT-BB)
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Die Jury und ihre Gewinner bei der Preisverleihung GreenIT Best Practice Award 2011 (Florian von Plötz/GreenIT-BB)

Mit dem „GreenIT Best Practice Award“ werden Konzepte und Lösungen prämiert, die vorbildlich zur Verbesserung der Energie-Effizienz in der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) beitragen. In diesem Jahr tragen der Web-Hosting-Anbieter und Rechenzentren-Betreiber Hetzner online, die Sparkasse Pforzheim Calw und das Center for Scientific Computing (CSC) der Goethe-Universität Frankfurt den Preis heim.

Die Preise wurden in dieser Woche im Rahmen der Kongressmesse „GreenIT Summit“ in Berlin verliehen. Eine fünfköpfige Expertenjury hatte aus über 100 Beteiligungen 27 Beiträge in drei Kategorien für den Award nominiert, elf schafften den Sprung in die Finalrunde.

Den Award in der Kategorie „Energie-effiziente IT-Systeme“ geht an Hetzner online für die Planung und Umsetzung eines innovativen Datacenter-Parks. Das Klima-optimierte Datacenter zeichnet sich unter anderem durch freie Kühlung, den Einsatz verbrauchsoptimierter Komponenten sowie eine spezielle Mess- und Regelungstechnik aus.

Damit erreicht der Betreiber laut Zertifizierung des TÜV Süd eine Power Usage Effectiveness (PUE) von 1,12. Durchschnittlich liegen Rechenzentren derzeit bei Werten zwischen 1,5 und 2,5.

IT-Systeme im Einsatz

Den Wettbewerb um den Award in der Kategorie „Einsatz von IT-Systemen zur Optimierung von Prozessen“ entscheidet die Sparkasse Pforzheim Calw für sich. Das Finanzinstitut implementierte eine IT-Lösung für die Energie-optimierte Steuerung seiner Auszahlungsautomaten und Kontoauszugsdrucker.

Die Software zur Steuerung und Überwachung stammt von JouleX. Je nach Standort und Öffnungszeit spart die Sparkasse Pforzheim Calw durch den Einsatz der Software 50 bis 80 Prozent ihrer Energiekosten ein.

Visionen, die Strom sparen

Mit dem Konzept eines CO2-neutralen Hochleistungsrechners für die Wissenschaft sichert sich das Center for Scientific Computing der Goethe-Universität Frankfurt den Award in der Kategorie „Visionäre Gesamtkonzepte“. Der Supercomputer benötigt nur ein Viertel des Stromverbrauchs und der Betriebskosten vergleichbarer Rechner und deckt seinen Strombedarf vollständig aus erneuerbaren Quellen.

Sonderpreis für ein Datenbank-System

Auch in diesem Jahr verlieh die Jury wieder einen Sonderpreis. Dieser ging an die Q2Web GmbH für die Entwicklung eines extrem Energie-effizienten Datenbank-Systems.

Dieses erlaubt, innerhalb von zwei Minuten 100 Millionen komplexe KPI-Berechnungen (KPI = Key Performance Indicators) bei nur 10 Watt Leistungsaufnahme durchzuführen. Mit der neuen Technik will das Unternehmen herkömmliche Server ersetzen, die für diese Rechenleistung mehrere Kilowattstunden Strom verbrauchen.

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