Die Pflanzen danken´s Göttingen bekommt neue Infrastrukturen für das Hochleistungsrechnen

Autor / Redakteur: Thomas Richter* / Ulrike Ostler

Die Universität Göttingen hat ihr derzeit größtes Neubauprojekt den künftigen Nutzerinnen und Nutzern übergeben: Nach einer symbolischen Schlüsselübergabe zieht die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung mbH Göttingen (GWDG) auf dem Nordcampus in das neue gemeinsame Rechenzentrum für den Wissenschaftsstandort Göttingen ein.

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Symbolische Schlüsselübergabe der Universität Göttingen an die GWDG - links: Professor Dr. Ramin Yahyapour, Geschäftsführer der GWDG und Rainer Bolli, Leiter des Gebäude-Managements der Universität Göttingen.
Symbolische Schlüsselübergabe der Universität Göttingen an die GWDG - links: Professor Dr. Ramin Yahyapour, Geschäftsführer der GWDG und Rainer Bolli, Leiter des Gebäude-Managements der Universität Göttingen.
(Bild: Universität Göttingen/Peter Heller)

Neben der Universität und der GWDG sind an dem Rechenzentrum die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und die Max-Planck-Gesellschaft beteiligt. Das Rechenzentrum stellt künftig allen beteiligten Einrichtungen zusätzliche Rechen- und Speicherkapazitäten für Forschung, Lehre, gemeinsames Arbeiten, Krankenversorgung und Administration zur Verfügung.

Seit Anfang 2018 hatte die Universität am Burckhardtweg 4 einen Gebäudekomplex mit Maschinenraum und Büroflächen errichtet. Die Kosten des ersten Bauabschnitts lagen bei rund 38,7 Millionen Euro.

Der zweite Bauabschnitt begann im April 2021 und umfasst die Erweiterung des Bürogebäudes und der Rechnerkapazitäten sowie die Errichtung eines Hörsaals. Das neue Rechenzentrum verbindet künftig die gemeinsamen Infrastrukturen für Hochleistungsrechnen, für Anwendungen der künstlichen Intelligenz und Big Data sowie der langfristigen Datenarchivierung der beteiligten Einrichtungen bei wachsenden Anforderungen an die Verfügbarkeit der Daten.

Aus dem Projekt ergeben sich weitere Synergien: So soll beispielsweise die im Rechenzentrum durch die Rechnerleistung anfallende Abwärme genutzt werden, um die auf der gegenüberliegenden Straßenseite entstehenden Gewächshäuser der Fakultät für Agrarwissenschaften zu heizen.

* Thomas Richter arbeitet in der Öffentlichkeitsarbeit bei der Georg-August-Universität Göttingen.

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