8Solutions plädiert für die Lenkung der Luftströmungen im Rechenzentrum

Gezielt kühlen statt unterkühlen

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Nun wird, eine gute Klimaanlage vorausgesetzt, diese nicht die ganze Zeit „volle Pulle“ laufen, sondern in den Nachtstunden insgesamt weniger Kälte produzieren. Aber ideal ist das immer noch nicht, weil es auch nachts einzelne Server gibt, die heiß arbeiten, während die meisten anderen im „Idle“-Betrieb sind. Es wird in jedem Fall eine gehörige Menge Energie für die Kühlung verschleudert.

Lamellengruppen im Bodenblech teilen den Kaltluftstrom vier Zonen zu.
Lamellengruppen im Bodenblech teilen den Kaltluftstrom vier Zonen zu.
(Bild: 8Solutions)

Buchstäblich gründlich hat sich 8Solutions mit der Problematik befasst, nämlich mit dem Doppelboden, genauer den Lochplatten und Bodengittern. Die verteilen nämlich in den meisten Fällen die Kühlluft nur irgendwie vor den Servern. Besser wäre natürlich eine zielgerichtete Luftführung.

Präzise Ausrichtung der Zuluft

„Directional Air Grilles“ machen es möglich. Diese Bodenelemente verfügen über Lamellen, die in vier Gruppen unterteilt den Kaltluftstrom präziser auf vier Zonen lenken – oder sich auch ganz schließen. Solche Lösungen gibt es mit manueller Einstellung oder mit automatischer. Bei letzterer registrieren in den meisten Servern ohnehin vorhandene Sensoren die Hitze der Abluft und sorgen für mehr oder weniger Luftdurchlass der betreffenden Lamellengruppen.

Gegenüber normalen Lochplatten oder Bodengittern ist die Kühlungseffizienz gerichteter Luftzuführungen nach Angaben von 8Solutions etwa doppelt so hoch. Insgesamt wird weniger Kaltluft geführt, was den Energieverbrauch senken wird. Angesichts des hohen Anteils der Klimatisierung an den Stromkosten könnte die Kosten/Nutzen-Rechnung für IT-Abteilungen interessant machen.

* Ludger Schmitz ist freiberuflicher Journalist in Kelheim.

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