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Kurs halten: Auf geradem Weg in die Cloud Ganz privat: Die Volks- und Raiffeisenbanken ziehen in der GAD-Wolke ein

| Autor / Redakteur: Hermann Schienstock / Ulrike Ostler

In der Wolke wird Banken-IT vom schwerfälligen Tanker zu einem wendigen Schnellboot. Doch der Weg in die Cloud ist kein Spaziergang, sondern eine lange Reise – deren Ablauf sich auch auf andere Branchen übertragen lässt. Die GAD e.G. berichtet aus dem Migrationsprojekt.

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Die GAD e. G. migriert derzeit rund 410 Volks- und Raiffeisenbanken und 25 Privatbanken in eine gemeinsame Private Cloud.
Die GAD e. G. migriert derzeit rund 410 Volks- und Raiffeisenbanken und 25 Privatbanken in eine gemeinsame Private Cloud.
(Bild: Real PhotoItaly/Fotolia.com/GAD e.G.)

Die Cloud stellt IT-Anwendungen ohne aufwendigen Eigenbetrieb lokaler Hardwaresysteme als reinen Service im Browserfenster zur Verfügung. Und dies geschieht auf nahezu beliebigen mobilen und fest installierten Endgeräten.

Kosten spart das Cloud-Modell in Geldhäusern überdies, weil künftig wartungsarme Thin Clients bisherige Desktop-PCs ersetzen. Schnell und wendig ist Wolken-IT vor allem auch deshalb, weil innovative Anwendungen, die das Bankgeschäft substanziell verändern, von nun an ohne Zeitverzug und zusätzliche Investitionen sofort einsatzbereit sind.

Die GAD e.G. aus Münster migriert derzeit rund 410 Volks- und Raiffeisenbanken und 25 Privatbanken in eine gemeinsame Private Cloud. Als Zugang dazu dient der bereits bestehende sichere Anschluss der Banken an die GAD. Und der führt exklusiv über eigene Standleitungen, die nicht zum Internet gehören und nur einem definierten Benutzerkreis zugänglich sind.

Der Kurs liegt vor dem Start fest

Wie das Großprojekt zeigt, brauchen sowohl migrierende Unternehmen als auch ihr Provider einen klar abgesteckten Kurs – nur so lassen sich Klippen bei der Cloud-Migration zielsicher umschiffen.

Lange vor dem eigentlichen Startschuss zum Aufbruch in die Cloud begannen bei der GAD bereits die Vorbereitungen. So baute der genossenschaftliche IT-Dienstleister sein früheres Rechenzentrum in ein hochgradig virtualisiertes Datacenter um.

Hermann Schienstock, Projektleiter wave-Rollin bei der GAD e. G.: „Virtualisierung ist für Cloud-Provider unerlässlich.“
Hermann Schienstock, Projektleiter wave-Rollin bei der GAD e. G.: „Virtualisierung ist für Cloud-Provider unerlässlich.“
(Bild: GAD e.V.)

Virtualisierung ist für Cloud-Provider unerlässlich – zum einen aus Gründen höherer Flexibilität und optimaler Ressourcenauslastung, zum anderen aber auch als Voraussetzung für die gegenseitige Abschottung von Anwendungen verschiedener Banken, die sich die gemeinsame Cloud-Plattform teilen.

Für sichere Zugangswege zur Private Cloud in Münster sorgte der Ausbau des vorhandenen Datennetzes zu einem flächendeckenden MPLS-Netzwerk, das mit Komprimierungs- und Cache-Mechanismen ausgestattet ist und zirka 5.800 Standorte versorgt. Betreut wird das Netzwerk von der GAD-Tocher VR Netze.

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