Future Thinking: Daxten zeigt Wireless-Monitoring für Rechenzentren

Funkgestütztes Monitoring im Datacenter

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Zentrale Visualisierung der Daten

Zentral werden die Daten dann vom Verwaltungstool zu Ist- und Trend-Reports zur Stromnutzung auf allen Verteilungsebenen und zu den Umgebungsbedingungen für jeden Raum, pro Rack-Reihe, Rack oder auch für die unterschiedlichen Höhenlagen in einem einzelnen Schrank aufbereitet und grafisch dargestellt. Über Dashboard-Anzeigen können so etwa die Verbrauchswerte für jedes IT-Gerät, die Auslastung von Verteilungen und einzelnen Abgängen sowie Umgebungswerte an den Racks, Stromkosten und CO2-Emission abgelesen werden.

Die an das Gateway per Funk übertragenen Strom- und Umgebungsdaten werden in SNMP oder Modbus konvertiert.
Die an das Gateway per Funk übertragenen Strom- und Umgebungsdaten werden in SNMP oder Modbus konvertiert. (Bild: Daxten)

Zusätzliche Umgebungs- oder Strommessmodule werden einfach am gewünschten Ort platziert beziehungsweise im Netzkabel oder Abgangskasten integriert an eine Stromquelle angeschlossen. Entsprechend umgerüstet werden können gängige Versorgungskabel, PDUs und Abzweigungen für 110 bis 240 Volt Wechselstrom und 16, 32 oder 63 Ampere. Unterstützt wird ebenfalls die Integration der Messvorrichtungen in Einspeisekästen und Verteiler für ein- oder drei-phasigen Strom von zehn bis 2.000 Ampere.

Das für den Datentransfer zur Benutzerschnittstelle zuständige Gateway ist in zwei Version erhältlich: Die KMU-Variante verwaltet und steuert die Messdaten von bis zu 250 Monitoring-Modulen, während das Enterprise-Modell über multiple Gateways bis zu 2.000 Einheiten verwalten kann. Durch die Einrichtung zusätzlicher Gateway-Instanzen lässt sich die die Zahl der Sensor- und Messmodule theoretisch ohne Begrenzung erhöhen. Bestehende Monitoring-Module von Drittanbietern können in das Verwaltungssystem integriert werden, sofern diese via TXT, HTML, CSV, XML, SNMP oder Modbus über TCP kommunizieren.

Funk, Sicherheit und Redundanz

Alle Messdaten werden mit einem Zeitstempel versehen und über das Verwaltungs-Tool gespeichert. Im Falle einer Netzwerkstörung oder eines Stromausfalls schützt bei der Packet Power-Lösung eine in die Monitoring-Module integrierte Keep-Alive-Funktion vor einem Verlust der erfassten Daten. Durch die Option, neben einer primären Gateway-Instanz in einer Umgebung ebenfalls zusätzliche Backup-Gateway-Instanzen einzurichten, lässt sich eine mehrfache Redundanz herstellen. Da die Gateways ihre Datenbanken in sehr kurzen zeitlichen Zyklen miteinander synchronisieren, bleiben die Daten auch bei länger anhaltenden Betriebsstörungen oder einem Ausfall erhalten.

Laut Hersteller verläuft die gesamte Kommunikation im Funknetzwerk abhörsicher, auf Pakete verteilt und je nach Anforderung komplett verschlüsselt. Die Wireless-Technologie kann mit anderen Funkdiensten in Gebäuden gut koexistieren, verfügt über eine hohe Störfestigkeit und nutzt eigens für das Datacenter-Monitoring optimierte Kommunikationspfade, Frequenzen und Protokolle, bei denen es zu keinen Interferenzen mit anderen Geräten im Rechenzentrum kommt.

Vorteile und Nutzen

Das modulare Wireless-Monitoring-System von Packet Power lässt sich laut Hersteller dank der Funktechnologie einfach, zeitsparend und mit minimalem Konfigurationsaufwand implementieren und bei Bedarf kostengünstig und punktgenau erweitern. Als Mess- und Kontrollwerkzeug überwacht es die Leistungsabnahmen und Auslastungen von Verteilungen und Abgängen sowie Umgebungswerte.

Es warnt bei Unregelmäßigkeiten oder Überlastungen bei der Versorgung sowie bei kritischen Umgebungsbedingungen. Als Optimierungstool zeigt es Leistungsgrenzen oder auch -reserven auf und bereit eine bessere Lastverteilung im Rechenzentrum vor. Alles in allem bieten es RZ-Experten die Schaltzentrale, um IT-Ressourcen und Energie sicherer, effizienter und nachhaltiger zu nutzen.

Direkt in Augenschein nehmen können Interessenten das Funk-Monitoring-System am 27. März 2014 auf dem Daxten-Stand Nummer sieben beim Rechenzentrumsevent Future Thinking auf dem Campus Westend der Johann Wolfgang von Goethe-Universität in Frankfurt.

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