Future Thinking: Daxten zeigt Wireless-Monitoring für Rechenzentren

Funkgestütztes Monitoring im Datacenter

| Redakteur: Jürgen Sprenzinger

Auf dem Stromkabel sitzt ein Sensor, der zugleich ein Funkmodul ist, dass die Messdaten an ein Monitoring-System weitergibt.
Auf dem Stromkabel sitzt ein Sensor, der zugleich ein Funkmodul ist, dass die Messdaten an ein Monitoring-System weitergibt. (Bild: Daxten GmbH)

Daxten präsentiert mit „Packet Power Monitoring-System“auf der Fachmesse „Future Thinking“ in Frankfurt ein Wireless-Modul zur Strommessung, das in ein Stromkabel integriert ist. Dieses System kann nach Herstellerangaben Messungen bei bestehenden PDUs, Switches, Servern und weiteren aktiven Komponenten einfach ersetzen.

Die in Berlin ansässige Daxten GmbH legt seit den Fokus auf Werkzeuge, mit denen sich die Effizienz in Rechenzentren erhöhen lässt. Sie bilden den Angebotsschwerpunkt, wobei hier smarte Features zur Optimierung der Kühlungs- und Power-Infrastruktur im Mittelpunkt stehen.

Ein Tool, das in beiden Segmenten Rechenzentrumsbetreibern einen hohen Nutzen bietet, ist das Monitoring von Strom- und Umgebungsparametern. Oftmals erhalten das RZ- und Facility-Personal dadurch überhaupt erst einen Überblick über die Stromnutzung, Kühl- und Energiekapazitäten am Rack sowie über die Entwicklung von Temperaturen, Feuchte und Druck an den Schränken sowie im Doppelboden.

Auf einer solchen Messdatenbasis lassen sich energetische sowie thermische Schwachstellen und damit verbundene Risiken identifizieren und beheben,. Zudem können Lasten effizienter verteilt und letztlich auch erhebliche Energie-Einsparungen realisiert werden.

Weg mit der Verkabelung!

Als aufwändig erweisen sich bislang allerdings Verkabelung, Einrichtung, Konfiguration und Wartung bei vielen konventionellen Monitoring-Systemen. Zudem finden sich nur in sehr geringer Zahl Tools, die etwa eine vollständige Überwachung und Erfassung von Stromparametern auf allen Verteilungsebenen (Gebäude, Raum, Rack, PDU, IT-Gerät) bieten, tatsächlich modular aufgebaut sind und sich auch nachträglich noch problemlos erweitern lassen.

Ein gewisser „Wow-Effekt“ bei der Inbetriebnahme des Packet Power-Systems setzt ein, sobald die Sensormodule für die Erfassung der Umgebungsdaten am Rack platziert worden sind und zusammen mit den in den Stromkabeln, PDUs und Abgangskästen integrierten Messvorrichtungen in Betrieb genommen werden: Denn völlig selbsttätig wählen sich die Monitoring-Module in eine dediziertes Funknetzwerk ein, konfigurieren sich selbst und nehmen automatisch ihre Messtätigkeit auf.

Die Umgebungswerte zu Temperatur, Feuchte und Differenzdruck sowie die Strommessdaten wie Volt, Ampere, Watt, Stromverbrauch, Frequenz, Leistungsfaktor, Scheinleistung oder Verbrauchsspitzen werden per Funk an ein Gateway übertragen. Dieses konvertiert die Daten in SNMP oder Modbus und leitet diese via IP-Verbindung entweder an eine systemeigene Benutzerschnittstelle oder an eine bereits bestehende DCIM (Data Center Infrastructure Management)- oder BMS (Building Management System)-Anwendung weiter.

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