Interview mit Cray-Manager Bolding

"Für uns zählen nur die ersten 100 Plätze der Top-Supercomputer"

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Cray kauft Storage-Know-how

Doch Rechenpower ist nicht die einzige Herausforderung, die High Performance Computing heute erfüllen muss. Thorsten Hater vom Jülich Supercomputing Centre (JSC) brachte es auf der ISC15 auf den Punkt: „Das größte Problem, dem sich auch das Supercomputing in den kommenden Jahren gegenüber sehen wird, ist es die Daten zu bewegen – das gilt selbst für den Energiebedarf.“ Denn das Hin-und-Herkopieren, das Sammeln und Aggregieren, das Auslagern und Versenden kostet Strom. Und während in der Industrie Strom in erster Linie ein Kostenthema ist, ist im Supercomputing die Hautsorge, wie sich so viel Strom, wie die Rechner benötigen, herangeschafft werden kann.

Abbildung 2: Die Top-10 aus der aktuellen Top-500 Liste
Abbildung 2: Die Top-10 aus der aktuellen Top-500 Liste
(Bild:www.top500.org)

Cray kauft sich nun Storage-Experten ein. Mit der Fachkompetenz der Speicherexperten von Terascala will das Unternehmen sein Profil im Bereich „Lustre“-Technologie und Speicher-/Daten-Management schärfen. Terascala ist für die Benutzerfreundlichkeit und das einfache Management seiner Speichersysteme bekannt.

Über eine Transaktionsvereinbarung mit dem Bostoner Unternehmen wird Cray nun einen Großteil der Terascala-Mitarbeiter in seine Reihen holen. Mit ihrer Expertise und Erfahrung sollen die Neuzugänge Cray dabei helfen, seine Führungsposition auf dem Gebiet der hochperformanten Speicher- und Datenmanagementlösungen für Big Data und Supercomputing auszubauen. Im Zuge der Transaktion wird außerdem die erste Cray-Niederlassung in der Region Boston eröffnet, in der sich einige Mitarbeiter voll und ganz auf die Forschung und Entwicklung von Speicherlösungen konzentrieren werden.

Die Storage-Systeme

Das Speicherportfolio von Cray umfasst die Aspekte datenintensiver Workflows und reicht von der Hochleistungsspeicherlösung bis zum bandbasierten Deep Storage-Archiv. „Cray Sonexion 2000“ kombiniert Lustre-Know-how mit einem nahtlos integrierten Design für maximale Skalierbarkeit und Performance. Management und Betrieb werden durch einen Appliance-Entwurf vereinfacht, der alle Speicherkomponenten einschließlich Software, Speicher und Infrastruktur unter einem Dach zusammenführt. Bestehende Kunden werden auch künftig von Terascala direkt betreut.

Ergänzt wird das System durch Cray-Technik für das Speicher- und Daten-Management. So schließt der jüngst vorgestellte Data Warp Accelerator für die Anwendungs-E/A die Performance-Lücke zwischen Rechenressourcen und plattenbasierten Speichern. Gleichzeitig vereinfacht die Tiered Adaptive Storage-Lösung mit dem TAS Connector für Lustre das Daten-Management von Hochleistungsspeichern bis zu Deep Storage-Bandarchiven.

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