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Mit der richtigen (Open-Source-) Strategie die Flexibilität der Cloud ausschöpfen

Fünf Tipps für einen erfolgreichen Weg zur Cloud

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3. Auf die Community bauen

Zu den größten Stärken von Open-Source-Software gehört, dass die Community Lösungen entwickelt und sie allen zur Verfügung stellt. In Sachen Cloud-Umstieg bedeutet das: Möglicherweise hat schon ein anderer Arbeit getan, die man für sein eigenes Projekt nutzen kann.

Das Plattform-as-a-Service-System OpenShift beispielsweise oder die Cloud-Management-Applikation CloudForms halten bereits zahlreiche Funktionalitäten und Werkzeuge bereit. Community-Entwicklungen entstehen auch rund um OpenStack, ein Software-Projekt, das eine freie Architektur für Cloud-Implementierungen zur Verfügung stellt.

Das Zusammenwirken Aller war schon immer wichtig für die Entwicklung von Open-Source-Lösungen. In der Cloud wird es wahrscheinlich sogar noch wichtiger. Egal, ob es um Portale, Management-Tools oder Abrechnungs- und Monitoring-Scripts geht: Irgendjemand arbeitet vermutlich bereits an einem Projekt, das man selbst als Teil seiner eigenen Cloud-Lösung implementieren könnte.

4. Neue Perspektive einnehmen

Der Open-Source-Weg zur Cloud ist außerdem eine gute Gelegenheit, die eigene IT-Strategie einmal aus einer ganz anderen, neuen Richtung anzugehen. Das kann signifikante Vorteile bringen und willkommene Änderungen an Prozessen und Arbeitsweisen bewirken. Bei einigen Projekten werden die Änderungen nicht einmal umfangreich sein, um effektiv zu sein.

Bestehen Bedenken wegen etwaiger Risiken bei der Einführung, sollte man einfach klein anfangen ¬– und beispielsweise erst einmal nur Webdienste, E-Mail oder Intranet-Projekte in die Cloud verlagern.

5. Nichts überstürzen

Es besteht absolut kein Grund zur Eile. Die Einführung der Cloud-Technologie sollte eine Evolution sein, keine Revolution. Die Flexibilität, die Open-Source-Lösungen von Natur aus innewohnt, ist geradezu ideal für solch ein organisches Vorgehen. Es ist genug Zeit, um im Unternehmen ein stabiles Fundament für die Cloud zu legen. Denn wie so oft bei neuen Technologien wird man auch dieses Mal erleben, wie die Kosten nach einiger Zeit sinken.

Deshalb ist es für den Moment das Beste, zu beobachten und sich nicht zum Handeln genötigt zu fühlen, wenn die Zeit im eigenen Unternehmen noch gar nicht reif ist für die Cloud.

* Malcolm Herbert ist Director of Infrastructure Consulting EMEA bei Red Hat

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