Suchen

Migrationspläne auf Monty Program und Maria DB Frischer Wind im MySQL-Support: SkySQL aus Finnland

| Redakteur: Ulrich Roderer

Swisscom Hospitality Services ist ein Großanwender der MySQL-Datenbank von Oracle. Support und technische Beratung hat sich das Unternehmen aber beim Newcomer SkySQL gesichert.

Firma zum Thema

Nachdem der Oracle-Support für MySQL zu teuer wurde, wechselte Swisscom Hospitality auf den finnischen Anbieter SkySQL.
Nachdem der Oracle-Support für MySQL zu teuer wurde, wechselte Swisscom Hospitality auf den finnischen Anbieter SkySQL.
(Bild: Swisscom Hospitality)

Die Schweizer Firma Swisscom Hospitality Services ist ein langjähriger Anwender von MySQL. Der in Genf beheimatete Anbieter von IT-Leistungen für Hotels verwendet die Open-Source-Datenbank seit seiner Gründung im Jahr 2002. Das Unternehmen betreibt in virtualisierten Umgebungen mehr als ein halbes Dutzend MySQL-Installationen unterschiedlichen Volumens und mit verschiedenen Versionen.

Bei den meisten Anwendern werden Datenbanken zu 80 Prozent mit Lese- und zu 20 Prozent mit Schreibvorgängen belastet. Bei Swisscom Hospitality Services ist es genau umgekehrt, denn über die MySQL-Systeme laufen abrechnungsrelevanten Daten. Denn die Schweizer bieten Internetzugang, IPTV, VoIP, Konferenztechnik etc. für Hotels an, was diese an ihre Gäste auf Stunden- oder Tagesbasis vermieten. Folglich ist der Datenbankbetrieb bei Swisscom Hospitality Services ganz auf Zuverlässigkeit getrimmt.

Vorzugsweise nutzt die IT in Genf die in Linux-Distributionen enthaltenen MySQL-Pakete, ohne sie durch Zusatzmodule zu erweitern. Die Anforderungen an die Datenbanken beschränken sich – mit Ausnahme der sicheren Verfügbarkeit – auf klassische Basisfunktionen, weshalb auch kein komplexes Produkt wie MySQL Cluster notwendig ist.

Neue Anforderungen

Über viele Jahre hatte Swisscom Hospitality Services einen Supportvertrag mit MySQL Ab, allerdings nur für die wichtigsten Datenbanken. Diese „Versicherung“ wurde fast nie wegen kritischer Zwischenfälle in Anspruch genommen, die Kommunikation funktionierte reibungslos. Daran änderte sich nichts, als Sun 2008 MySQL aufkaufte, FAQ-Websites, Verbindungsdaten, Ansprechpartner, alles blieb beim alten. Bald nachdem Oracle 2010 Sun und damit auch MySQL übernommen hatte, entwickelte der Käufer neue Preisvorstellungen.

Zur gleichen Zeit entstanden bei Swisscom Hospitality Services neue Anforderungen an die künftige Gestaltung des Supports: Er sollte sich auf alle Datenbanken und unterschiedliche Versionsstände erstrecken sowie rund um die Uhr an allen Tagen der Woche zur Verfügung stehen. Außerdem sollte es ein Monitoring-Tool zur Überwachung der Datenbank-Performance geben. Das wäre teuer geworden.

(ID:37494890)