Thema: Im IGN-Rechenzentrum sorgt Brunnenkühlung für PUE 1,2

erstellt am: 17.02.2012 09:35

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Neues Tier-4-Datacenter in München
Im IGN-Rechenzentrum sorgt Brunnenkühlung für PUE 1,2


Als Peering-Partner sichert IGN die direkte Anbindung an Deutschlands größte Internet-Knoten. Jetzt hat das Unternehmen in München ein „grünes“ Tier-4-Rechenzentrum eröffnet; denn Brunnenkühlung sorgt für PUE 1,2.

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Kommentar zu: Im IGN-Rechenzentrum sorgt Brunnenkühlung für PUE 1,2
17.02.2012 09:35

260 Racks auf 380 qm erscheint mir recht viel und 600 KW Kälteleistung erscheint mir recht wenig für 260 Racks. Da scheint etwas mit den Zahlen nicht zu stimmen. Leider fehlen Informationen zur USV (verwendete Technik, Kapazität, Verlustleistung). Ein PUE von 1,2 bei einem Tier IV-RZ wäre sensationell. Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass die Verlustleistung der Transformation und der USV bei der notwendigen Redundanz so gering ist.

Andreas Kernke, Köln

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RE: Im IGN-Rechenzentrum sorgt Brunnenkühlung für PUE 1,2
17.02.2012 14:59

Hallo Herr Kernke,
vielen Dank für Ihre Anmerkungen. Wir haben mit Racks mit 60 x 100 gerechnet. Bei der angegebenen Kühlleistung von 600 kW haben wir für die Racks mit durchschnittlich 2,3 kW einen guten und realistischen Wert. Da der Trend zu größeren Racks bis 80 X 120 mit mehr Leistung (5 kW) geht, gehen wir davon aus, dass wir in Zukunft weniger Racks mit einer höheren durchschnittlichen Leistung versorgen.

Der PUE-Wert von 1,2 kommt in erster Linie dadurch zustande, dass die Kühlleistung von 600 kW durch Brunnenkühlung erreicht wird, deren Stromverbrauch mit 3,6 kW sehr niedrig liegt. D.h. die Primärkühlung kostet weniger als 1 Prozent der durch die Server verbrauchten Leistung. Alle übrigen Komponenten sind dann noch so ausgewählt und dimensioniert, dass sie möglichst energieeffizient arbeiten. Bei den USV-Anlagen setzen wir eisenlose USVen mit einem Wirkungsgrad von 96 Prozent ein, der auch im Teillastbereich hoch bleibt.

Andreas Thomas, IGN GmbH

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RE: Im IGN-Rechenzentrum sorgt Brunnenkühlung für PUE 1,2
06.04.2012 12:54

Ein Rechenzentrum der Klasse Tier 4 (falls es überhaupt ein gibt) kann aus meiner Sicht einen PUE von 1,2 nicht erreichen. Allein bei einem 2N+1 (mind. 4 USV-Anlagen) Konzept mit einen sehr hohen Effizienzgrad z.B. von 96 würde einen Verlust von 16 (4x4)zur Folge haben. Daraus resultiert ein PUE von mindesten 1,16. Verluste von Transformatoren, Schaltanlagen, Steuer- und Regelungssystemen. Verlust in Kabelanlagen, der Klimatechnik und vielem mehr wäre ebenfalls zu berücksichtigen. Für die Transformatoren wären bei 2N+1 (4 Trafo a ca. 4 Verlustleistung = 16 und dass je nach Auslastung).

Bei einen Tier 4 RZ wären die beiden Versorgungspfade physikalisch und brandschutztechnisch voneinander getrennt. Steuer- und Regelsysteme sind redundant und fehlertolerant ausgelegt. Brandlöschanlagen sind ebenfalls redundant ausgelegt usw.

Einen PUE ab 1,4 würde ich als realistisch sehen.

Gruß

P. Starziczny
Verband Innovatives Rechenzentrum e.V.

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