Thema: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.

erstellt am: 13.12.2019 07:05

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Supermicro-Jahresbericht „Data Centers and the Environment“
Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.


Für den Jahresbericht „Data Centers and the Environment“, den Hardwarehersteller Supermicro 2019 zum zweiten Mal herausbringt, sind 5.000 IT-Experten befragt wurden. Die Ergebnisse dokumentieren, dass 88 Prozent der Rechenzentren nicht umweltbewusst arbeiten und ein typisches Unternehmens-Datacenter pro Jahr bis zu 38 Millionen Dollar Energiekosten und 350 Tonnen Elektronikabfall einsparen könnte.

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Kommentar zu: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
13.12.2019 07:05

Hier wäre die Normenreihe EN 50600 in der Pflicht eine Europäische Regelung zu schaffen

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Kommentar zu: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
13.12.2019 07:59

nun, derlei Bewertungen kommen heraus, wenn achso studierte (oder gleich selbsternannte) „Ökologen“ auf Realität treffen, die nur allzu oft inkompatibel mit ihren Vorstellungen von dem ist, was sie -ideologisch basiert - für „ökologisch“ halten.

Ökologisch ist fast immer, was ökonomisch ist - sofern Markt Markt sein darf. Energie kostet viel Geld - ebenso andere „Umweltressourcen“ (sofern privat) und kein Unternehmen hat Interesse daran, mehr Kosten als nötig zu „produzieren“.

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Kommentar zu: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
13.12.2019 08:00

nun, derlei Bewertungen kommen heraus, wenn achso studierte (oder gleich selbsternannte) „Ökologen“ auf Realität treffen, die nur allzu oft inkompatibel mit ihren Vorstellungen von dem ist, was sie -ideologisch basiert - für „ökologisch“ halten.

Ökologisch ist fast immer, was ökonomisch ist - sofern Markt Markt sein darf. Energie kostet viel Geld - ebenso andere „Umweltressourcen“ (sofern privat) und kein Unternehmen hat Interesse daran, mehr Kosten als nötig zu „produzieren“.

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RE: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
16.12.2019 08:55

Völlig einverstanden!
Die Studie wurde offenbar gemacht um ein Produkt zu pushen aber sicher nicht um die Realität abzubilden.
DC werden so ökologisch wie möglich betrieben sonst wird zu viel Strom verbraucht - und Strom ist Geld.

Wenn es in den USA kein vernünftiges Recycling gibt und Server tatsächlich alle 3 Jahre ersetzt werden (würden), müsste man da ansetzen. Die Hardwarehersteller suchen verzweifelt nach Kunden....

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RE: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
17.12.2019 07:45

Kennen Sie DIN CLC/TR 50600-99-1 (VDE 0801-600-99-1) und DIN CLC/TR 50600-99-2 (VDE 0801-600-99-2) schon? Hier finden Sie entsprechende Aussagen und Praktiken.

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RE: Schlechte Noten für Datacenter: Umweltbewußtsein? Mangelhaft! Recycling? Ungenügend.
17.12.2019 16:58

Der Markt regelt den Stromverbrauch nicht ausreichend. Alle klagen zwar, aber solange die sparsame Technik auch nur wenig teurer ist, als weniger sparsame und solange operative Kosten besser steuerlich geltend gemacht werden können, als Investitionen in sparsame Technik, wird weiterhin Energie verschwendet, was das Budget eben hergibt.
Dabei gibt es genügend Techniken, Strom zu sparen, die auch ohne große Neubeschaffung von Komponenten umgesetzt werden können. Sie werden in der Praxis oftmals nicht umgesetzt, weil der schwarze Peter zwischen verschiedenen Akteuren hin und her geschoben wird.
Selbst bei Neubauten schauen viele Planer nicht auf Energieeffizienz, sicher, weil es zu wenig entsprechenden Vorgaben des späteren Besitzers gibt oder dieser nur in Sachen Projektbudget denkt.
Die Liste von „Worst practices“ in Sachen Energieeffizienz ist lang.
Abwärme des Rechenzentrums wird in die Atmosphäre verklappt, anstatt damit ein Wohnquartier, Schwimmbad oder Gewächshaus oder zumindest das angrenzende Bürogebäude zu heizen (hier sind allerdings bekannter Maßen nicht allein RZ-Betreiber schuld).
Freie Kühlung wird nicht genutzt, weil sie regelungstechnisch immer Probleme macht.
Wärmetauscher werden knapp ausgelegt, weil das in der Anschaffung günstiger ist.
Rückkühler saugen aufgrund ungünstiger Aufstellung ihre eigene warme Abluft wieder an.
Kaltwassersysteme laufen noch mit 6°C Vorlauf.
Umluftkühlgeräte werden alle auf voller Drehzahl laufen gelassen, obwohl der IT-Raum fast leer ist.
Batterieraum mit natürlicher Belüftung wird im Winter zu kalt, der Heizlüfter läuft entsprechend durch.
Der Doppelboden ist voll mit alten Kabeln, Luft kommt nur schlecht durch.
Warm-/Kaltgangaufstellung wird nicht genutzt, von Einhausung ganz zu schweigen.
Rezirkulation von Warmluft in Ansaugbereiche der Server, weshalb diese dann mit voller Ventilatorleistung laufen.
Sauerstoffreduktionsanlagen verschwenden für ihre Sisyphusarbeit immense Mengen an Strom.
Dampfbefeuchter und Luftentfeuchter laufen gleichzeitig und gegeneinander.
Modulare USV-Anlagen werden trotz Teillast nicht (modulweise) abgeschaltet.
Notstromdiesel werden auf ihre 40°C vorgeheizt, aber der Raum auf 20°C klimatisiert.
Davon, dass in 2019 immer noch klimaschädliche Kältemittel in Neuanlagen eingesetzt werden, mal ganz zu schweigen.
Für jeden Neubau müsste gelten: Lieber Planer, das ist Dein Budget. Und 15% gibts obendrauf für Maßnahmen, die die Energieeffizienz verbessern.
Und für jede Betreibermannschaft müsste gelten: Jeden Euro, den Ihr an Energie einspart, gibts am Ende des Jahres auf der Lohnabrechnung.

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