Thema: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter

erstellt am: 08.12.2016 15:02

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Diskussion zum Artikel


Natürliche Kältemittel – pro oder contra?
Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter


Natürliche Kältemittel ebnen den Weg zu Klimanachhaltigkeit in der Kühlung. Das jedenfalls sagt das Bundesumweltamt. Doch die Stoffe eignen sich nun einmal nicht für alle Anwendungsbereiche: Ein Datacenter lässt sich nicht mit einem Kühlschrank vergleichen.

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nicht registrierter User


Kommentar zu: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
08.12.2016 15:02

Und es geht doch: Eine alternative Kältemaschine mit Wasser als Kältemittel (http://efficient-energy.com/kaeltemaschine-echiller/). 22°C Vorlauf und 28°C setzt natürlich gut getrennte Luftströme im Serverraum voraus.

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nicht registrierter User


RE: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
09.12.2016 16:00

Dieser Artikel kann so nicht unkommentiert stehen bleiben, da er unsachlich ist, einen falschen Eindruck zum Thema alternative Kältemittel erweckt und technische und inhaltliche Fehler enthält.
Das Umweltbundesamt unterstützt die Firma Efficient Energy bei der Verbreitung ihres Kaltwassersatzes mit Wasser als Kältemittel, da dieses Gerät nicht nur ohne FKW´s und sonstige chemische Stoffe arbeitet, sondern auch noch erheblich die Stromkosten bei der Kühlung senkt.
Hierzu sind bereits Publikationen erschienen und weitere folgen in Kürze.
Der eChiller erzeugt Kaltwasser zwischen 16 und 26°C mit dem niedrigsten Stromverbrauch gegenüber allen herkömmlichen Kaltwassersätzen.
In einem Rechenzentrum in Bremen beträgt die Stromkostenersparnis nachweislich über 80%, gegenüber einem ebenfalls dort installierten Kaltwassersatz mit integrierter freier Kühlung.
Das Wasser im eChiller kann nicht gefrieren, da kein Rechenzentrum mit 0°C Kaltwasser gekühlt wird.
Viele Informationen hierzu stehen auf der Homepage des Herstellers, www.efficient-energy.com

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staffan@reveman.com





dabei seit: 26.03.2012

Beiträge: 19

RE: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
11.12.2016 13:13

Wir reden nur um das Problem herum. Wann fangen wir endlich an über Datacenter Wärmerückgewinnung wenigstens nachzudenken. Wir verklappen heute über 12 TWh Energie als Abwärme in die Atmosphäre, zahlen 15 Ct/kWh für Strom und träumen von eine Energiewende. Ohne eine Wärmewende wird es keine Energiewende geben. Wenn es in Stockholm funktioniert - warum nicht in Frankfurt/Main? Vielleicht weil not invented here? Langsam werden wir, Fernbwärmenetzbetreiber und Energiepolitik sehr peinlich.

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kzimmer





dabei seit: 23.10.2010

Beiträge: 2

RE: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
13.12.2016 09:09

Haben Sie denn schon über eine unabhängige Zertifizierung ihres eChiller durch die Eurovent nachgedacht?
* zuletzt geändert von: kzimmer am 13.12.2016 um 09:37 Uhr *

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nicht registrierter User


RE: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
15.12.2016 12:28

Sehr geehrter kzimmer, natürlich haben wir die Anlagendaten bereits unabhängig nachmessen lassen. Die Geräte waren bei 2 namhaften Herstellern (in Italien und Dänemark) auf den Prüfstand und die Daten wurden dort bestätigt. Unter anderem hat das DMK Deutsches Milchkontor 2 Rechenzentren, welche mit dem eChiller gekühlt werden und misst die Anlagen kontinuierlich im Betrieb und bestätigt ebenfalls die Daten. Aktuell werden die Daten von der Universität in Karlsruhe nachgemessen. Wir werden zur Bestätigung der Daten im Q1 2017 eine Anlage beim TÜV messen und bestätigen lassen. Diesen Weg halten wir für besser.
Gruß
Peter Rauer
Effizient Energy

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nicht registrierter User


RE: Natürliche Kältemittel sind kein Allheilmittel für die Kühlung im Datacenter
16.12.2016 09:57

Die Darstellungen in diesem Artikel sind zu oberflächlich und betrachten die Möglichkeiten zur Kühlung von Rechenzentren mit natürlichen Kältemitteln unzureichend. Diese Basis sollte keine Aussage erlauben, dass natürliche Kältemittel keine geeignet Option darstellen. Zudem ist die Aussage, dass natürliche Kältemittel und die damit verbundenen Systemanforderungen nicht beherrschbar sind grundlegend falsch.
Es steht außer Frage, dass natürliche Kältemittel ein höheres Maß an Anforderungen an die Systemtechnik stellen. Wichtig ist es jedoch auch klar zu stellen, dass das subjektive Empfinden bzgl. Anlagensicherheit kein generelles Ausschlussargument sein darf wenn wir die ambitionierten Klimaschutzziele erreichen wollen. Man erinnere sich an die anfänglichen Bedenken im Feld während der Etablierung der CO2-Technologie bzgl. der erwähnten hohen Drucklagen. Heute gehört die z.B. in der Gewerbekühlung zum Stand der Technik.
Alternativen zu z.B. R410A sind noch nicht in Sicht und die Tendenz zeigt, dass es voraussichtlich eine Lösung im Bereich der A2L-Kältemittel werden wird.

Einen klaren Ausschluss von z.B. leicht brennbaren (A2L) bzw. brennbaren (A3) Kältemitteln kann ich auf Grundlage der aktuellen Anforderungen an die Anlagensicherheit nicht erkennen. Mit einem intelligenten Anlagenkonzept für z.B. R290 lässt sich nach meinem Standpunkt ein Rechenzentrum genauso sicher Kühlen wie ein Supermarkt. Eventuell fehlt mir hier das Hintergrundwissen bzgl. verbindlicher Anforderungen eines Rechenzentrums. Über Hinweise dazu bin ich dankbar.

Wie auch im Artikel sowie den Kommentaren erwähnt, ist es entscheidend alle Optimierungsanstrengungen zu einem zielführenden Ergebnis zu kombinieren:

Indirekte (adiabate) Kühlung + Reduktion von Kältemittel + Einsatz umweltfreundlicherer (auch natürlicher) Kältemittel + Wärmerückgewinnung

Beste Grüße
Norman Seibt
DencoHappel Production GmbH

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