Thema: SAP stellt neues Vertriebs-, Audit- und Preismodell für indirekte Nutzung vor

erstellt am: 13.04.2018 17:12

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Mehr Transparenz in der SAP-Lizenzierung
SAP stellt neues Vertriebs-, Audit- und Preismodell für indirekte Nutzung vor


Mehr Transparenz von Seiten SAPs hinsichtlich Reifegrad und Leistungsumfang der Produkte, aber auch bei den Themen Sicherheit und Lizenzen sowie indirekter Nutzung, hatten die Mitglieder der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe e. V. (DSAG) Ende September 2017 auf ihrem 18. Jahreskongress gefordert.

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Kommentar zu: SAP stellt neues Vertriebs-, Audit- und Preismodell für indirekte Nutzung vor
13.04.2018 17:12

SAP und die indirekte Nutzung - Faire Lösung oder Wegezoll?

SAP hat aktuell ein neues Lizenzmodell angekündigt, das die Lizenzierung der indirekten Nutzung, die seit einigen Monaten für massive Verstimmung bei den SAP-Kunden sorgt, transparenter regeln soll.

Laut der aktuellen Pressemitteilung von SAP stören diese Differenzen teilweise die parallel verlaufenden Gespräche zur Neuanschaffung von Software. Zwischen den Zeilen liest man: Das Basisgeschäft ist in Gefahr, und das möchte SAP natürlich vermeiden.

Ob das neue Preismodell für die indirekte Nutzung fair, transparent und zum Vorteil der SAP-Kunden gereicht, dessen bin ich mir nicht sicher: SAP setzt nach unserer Einschätzung mittelfristig primär auf ein transaktionales Lizenzsystem – und das ist in dieser Konsequenz im ERP-Markt ein wirkliches Novum! Solange der SAP-Kunde immer mehr SAP-Lizenzen benötigt, da beispielweise die Anzahl der Bestellungen nach oben geht, lassen sich die Zusatzkosten für Softwarelizenzen für die indirekte Nutzung zuzüglich der damit verbundenen Pflegegebühren noch verschmerzen. Kritisch wird es aber spätestens dann, wenn auf Grund ausbleibender Bestellungen oder – im Sinne einer Optimierung – mit Einführung eines neuen Bestellprozesses die Anzahl der mit SAP verwalteten Bestellungen etwa von 1.000.000 auf 500.000 zurückgeht.

Die zuvor gezahlten Lizenzkosten erstattet SAP selbstverständlich nicht zurück – egal wie schlecht es bei dem Kunden läuft oder wie sehr sich der Kunde bemüht, seine Prozesse zu optimieren. Die Lizenzbedarfe für Named User waren und sind hingegen wesentlich stabiler!

Das „transaktionale“ oder „wertschöpfungsorientierte“ Lizenzmodell – wie die SAP-Anwendergruppe DSAG schreibt – funktioniert nämlich nur in eine Richtung, in Richtung Umsatzzuwachs für SAP. Geringere Lizenzbedarfe sind hingegen das Problem des SAP-Kunden.

Was bleibt, ist die kontinuierliche Optimierung der Lizenzen, um nicht Gefahr zu laufen, die falschen oder zu viele Lizenzen zu kaufen und am Ende mit Pflegegebühren über Jahre hinweg für diese Fehlentscheidungen „bestraft“ zu werden.

von Dr. Jan Hachenberger, ConSalt GmbH

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