Thema: social ? sozial

erstellt am: 11.07.2012 10:00

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social ≠ sozial
11.07.2012 10:00

Von: Axel Oppermann, Analyst der Experton Group

Es ist gegenwärtig eher die Regel als die Ausnahme, dass in Projekten und Workshops über das Thema „Social Business“ hart und umfassend diskutiert wird. Die Meinungen, Einschätzungen und Ziele der Protagonisten aus IT- und Fachabteilungen gehen dabei stark auseinander.

Kurzdefinition Social Bussiness: Social Business ≠ Social Media; social ≠ sozial

Social Business ist der Überbegriff für die Nutzung von („sozialen“) Medien, („sozialer“) Software und („sozialen“) Netzwerken. Je nach Denkschule oder Marketing-Playbook gibt es zwischen Wissenschaft, Anbietern und Analysten unterschiedliche Definitionen.

Regelmäßig gilt jedoch, dass Social Business nichts mit „sozial“ gemein hat. Im Englischen wird unter dem Begriff „social“ die Gesellschaft an sich verstanden. Wer „social“ ist, ist „gesellschaftlich“, jedoch nicht automatisch auch fürsorglich, vorsorglich oder sozialistisch. Jedoch verschwimmen diese definitorischen Feinheiten in der täglichen Diskussion.

(„Soziale“) Medien bezeichnen digitale Medien und Technologien, die es Nutzern ermöglichen, sich untereinander auszutauschen und mediale Inhalte einzeln oder in Gemeinschaft zu gestalten.

(„Soziale“) Software ist eine Bezeichnung für Software, die der menschlichen Kommunikation und der Zusammenarbeit dient. Dabei steht die Orchestrierung des Informationsmanagements (suchen, finden, bewerten), des Identitätsmanagements (Selbstdarstellung, Kompetenzprofile) und des Beziehungsmanagements (Management von Kontakten) im Fokus

(„Soziale“) Netzwerke sind eine lose Verbindung von Menschen in einer digitalen Gemeinschaft. Technisch werden diese Gemeinschaften durch Webanwendungen und/oder Portale abgebildet und orchestriert.

Die Begriffe „Social Business“ und „Social Media“ sind nicht synonym zu verstehen. Social Business und Social Media liefern vielmehr komplementäre Vorteile für Unternehmen. Social Media kann für Unternehmen als eine Art neuer Marketingkanal verstanden werden. Dabei wird ein „Marketingkanal“ nicht in seiner engeren Definition, nämlich einer Reihe von Organisationen, die zur Bereitstellung (inkl. Konsum) beitragen, sondern in der erweiterten Definition als Kommunikations- und Verkaufskanal verstanden, welcher dazu dient, Botschaften an die Zielgruppe zu senden (respektive zu empfangen) und Transaktionen durchzuführen. Ein Nutzen kann insbesondere durch die neuen Formen der Interaktion mit den Zielgruppen, einer neuen und verbesserten Segmentierung der Zielgruppen auf Basis von Datenanalysen (BI/BA) erfolgen.

Social Business hingegen bezieht sich auf Organisationen und deren Geschäftsprozesse. Dabei geht es um Arbeitsumgebungen sowie Arbeits- und Verhaltensweisen, die dadurch geprägt sind, dass Menschen in kollaborativen und integrierten Arbeitswelten Mehrwerte für sich, das eigene Unternehmen und die Gesellschaft erarbeiten.
Social Business als Strategie kann in Unternehmen als Schlüsselkonzept für den organisatorischen Wandel innerhalb des Unternehmens, Wertschöpfungsnetzwerken oder einzelnen Branchen einen Mehrwert liefern.

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