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Sechs Praxistipps für ein erfolgreiches Multi-Provider-Management Folgekosten bei der IT-Auslagerung an mehrere Provider

| Redakteur: Florian Karlstetter

Multi-Vendor-Sourcing, also die IT-Auslagerung an mehrere Provider, kann zu schwer kalkulierbaren internen Folgekosten führen. Die auf Sourcing spezialisierte Unternehmensberatung Microfin gibt sechs Praxistipps für ein erfolgreiches Multi-Provider-Management.

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Beim Multi-Vendor-Sourcing ist eine zentrale Steuerung der Provider zwingend erforderlich, um die Kosten klar kalkulieren zu können.
Beim Multi-Vendor-Sourcing ist eine zentrale Steuerung der Provider zwingend erforderlich, um die Kosten klar kalkulieren zu können.
(© Stephen VanHorn)

Beim Multi-Vendor-Sourcing werden nicht wie bislang üblich große Aufgabenbereiche der IT komplett an einen Provider ausgelagert, sondern kleinere Einzelprojekte an verschiedene spezialisierte Dienstleister vergeben - auch nach Anforderung einzelner Fachabteilungen.

"Die Unternehmen versuchen, sich die Rosinen aus dem Angebotskuchen der Provider herauszupicken. Das ist sinnvoll, wenn sich ein Unternehmen entlang seinen Geschäftsprozessen gezielt spezialisiertes Know-how sichern kann", so Jürgen Dierlamm von microfin. "Allerdings besteht dabei die erhebliche Gefahr, dass ein Wildwuchs an Sourcing-Projekten entsteht, die jedoch generisch zu steuern sind - insbesondere dann, wenn Fachabteilungen selbständig Projekte auslagern", erklärt der Experte.

Eine solche Entwicklung stellt unter Umständen nicht nur ein Compliance-Problem dar, sondern frisst auch erhoffte Kostenvorteile wieder auf. "Eine zentrale Steuerung der Provider ist zwingend erforderlich. Der Aufwand dafür ist deutlich höher als bei Single-Provider-Strategien, denn ein Multiprovidermanagement verlangt nach besonders qualifiziertem und erfahrenem Personal", so Dierlamm. Unverzichtbar sei zudem eine manifestierte IT-Governance. Dazu gehören etwa ein zentrales Vertrags-, Risiko- und Service-Level-Management beim Kunden.

"Am Ende ist die Entscheidung für oder gegen Multi-Vendor-Sourcing eine unternehmerische Abwägung. Eine Single-Vendor-Strategie kann Kostenvorteile bringen. Eine gezielte Multi-Vendor-Ausrichtung verspricht Qualitätsverbesserungen und damit einen Wertbeitrag für das Business der Fachbereiche - der aber immer mit dem zusätzlichen Aufwand für die adäquate Steuerung der verschiedenen Provider abzugleichen ist."

Die Unternehmensberatung stellt im Internet einen Katalog von sechs grundlegenden Tipps zur Verfügung, der beim Multi-Vendor-Sourcing zu beachten ist.

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