Rechenzentren in Äthiopien, Ruanda und Tansania

First Brick Holdings BV plant Datacenter-Investitionen in Ostafrika

| Autor: Ulrike Ostler

„Raxio“ wird das erste Carrier-neutrale Tier-III-Rechenzentrum in Uganda sein; er wird in diesem Sommer eröffnet.
„Raxio“ wird das erste Carrier-neutrale Tier-III-Rechenzentrum in Uganda sein; er wird in diesem Sommer eröffnet. (Bild: First Brick Holdings BV)

Bereits im Winter 2018 legte das Portfolio-Unternehmen First Brick Holdings, eine Tochter der US-Investmentfirma Roha, seine Investitionspläne dar, die der Digitalisierung von Ost- und Südafrika durch die Finanzierung und Entwicklung mehrerer Rechenzentren auf die Sprünge helfen soll. Das erste Tier-III-Datacenter des 50-Millionen-Dollar-Finanzplans wird diesen Sommer in Uganda an den Start gehen.

Die derzeit geplanten fünf Rechenzentren in Äthiopien, Ruanda und Tansania sollen Finanzdienstleistern, Regierungen sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) aber auch internationalen Kunden Möglichkeiten eröffnen, ihre geschäftskritischen Daten zu speichern. Zugleich sollen die Datacenter für Business Continuity und Disaster Recovery sorgen.

Robert Mullins, Executive Director bei First Brick Holdings, führt aus: „Das Wirtschaftswachstum in Ostafrika liegt im Durchschnitt zwischen 5 und 10 Prozent. In Kombination mit der Digitalisierung und steigendem Content-Konsum steigt der jährliche Datennutzungsgrad und der damit verbundene Speicherbedarf um 20 bis 30 Prozent.

Über Raxio

Das „Raxio“-Rechenzentrum ist ein Carrier-neutrales Tier III-Rechenzentrum im „Namanve Industrial and Business Park“. Der Investor gibt eine Kapazität von bis zu 400 Racks an beziehungsweise eine IT-Leistung von 1,5 Megawatt. Es liegt rund 15 Kilometer von Kampala entfernt an einer der wichtigsten Glasfaserstrecken Ugandas.

James Byaruhanga, General Manager, Raxio Data Centre Ltd., sagt: „Rechenzentrumsinstallationen in Ostafrika hinken anderen Schwellenländern hinterher, obwohl die Region mit ähnlichen grundlegenden Trends konfrontiert ist - in Bezug auf das Datennutzung und Speicherbedarf.“

Doch die Unternehmen in Uganda sähen, dass ihre Anforderungen anspruchsvoller würden und Regeln der Einhaltung der Datenhoheit eingefordert würden. Das aber erfordere eine lokale Datenspeicherung und -verarbeitung. „Diese Dynamik, gepaart mit den Expansionsambitionen einiger der weltweit größten Unternehmen, die entweder bereits auf dem ostafrikanischen Markt tätig sind oder in den ostafrikanischen Markt expandieren wollen, treibt den kommerziellen Bedarf an Rechenzentren an.“

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