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Die (R)Evolution der Rechenzentren; Teil 35 FCoE nach FC-BB-5-Standard – Modelle und Anforderungen

| Autor / Redakteur: Dr. Franz-Joachim Kauffels / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Der Definitionsbereich von FC-BB-5 reicht weit über den Horizont einer lokalen RZ-Vernetzung hinaus. Für RZ-Betreiber ist das vor allem dann wichtig, wenn sie Ausweich-Rechenzentren betreiben wollen oder aus anderen Gründen eine RZ-Kopplung nutzen. Ohne diesen Hintergrund erscheint FC-BB-5 viel zu komplex. In der Tat wäre es aber ausgesprochen sinnlos, die Konvergenz auf ein paar Meter um Server und Speicher herum zu beschränken.

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Das sensationelle an FC-BB_E ist, dass hier die zugrundeliegende Ethernet-Infrastruktur auf den FC-Verkehr am wenigsten negative Auswirkungen hat; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
Das sensationelle an FC-BB_E ist, dass hier die zugrundeliegende Ethernet-Infrastruktur auf den FC-Verkehr am wenigsten negative Auswirkungen hat; Bild: Dr. Franz-Joachim Kauffels
( Archiv: Vogel Business Media )

FC-BB-5 definiert neben den Modellen auch allgemeine Anforderungen, die ggf. bei den einzelnen Modellen unterschiedlich ausfallen. Das ist vor allem dafür gedacht, dass ein FC-Besitzer genau weiß, was er mindestens bekommt, wenn er ein System nach einem der Modelle aufbaut.

FC-BB_IP

FC-BB_IP definiert die Methoden, mit denen FC-Netzwerk-Schnittstellen über ein allgemeines IP-Netz verbunden werden können. FC-BB_IP benutzt den FCIP-Standard (RFC 3821) für die Definition der Abbildungen und Kontrollfunktionen, die das TCP/IP-Protokoll braucht und den FC-Encapsulation-Standard (RFC 3643) zur Definition des Verpackens von FC-Frames in TCP/IP. FC-BB_IP definiert des Weiteren alle notwendigen Informationen und Funktionen für

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  • Connection Management
  • Adressierung
  • Synchronisation
  • Discovery
  • Security
  • Switching
  • Routing
  • Error Recovery

die notwendig sind, damit eine FC-Verbindung auf einem TCP/IP-Netz laufen kann. FC-BB_IP ist völlig unabhängig von der dem IP-Netz zugrunde liegenden Übertragungstechnologie, daher kann IP z.B. SONET, Multi GbE oder andere Übertragungssysteme benutzen. Bild 1 zeigt Perspektive und Komponenten von FC-BB_IP.

FC-BB_IP kapselt Byte-codierte FC-Frames der Klassen 2 und 3 oder FC-F-Port Frames. Ein F-Port ist ein Port, durch den N-Ports, die nicht in einer Schleife angeordnet sind, an eine Switching Fabric angeschlossen werden. Vergleicht man das mit dem Gesamt-Spektrum der möglichen FC-Klassen, stellt das eine deutliche Einschränkung dar. Das TCP/IP-Protokoll ist für den zuverlässigen Datentransport über das IP-Netz zuständig, wobei TCP Flusskontrolle und Error Recovery realisiert.

Das FC-BB_IP-Protokoll bietet darüber hinaus Mechanismen zur Schaffung von VE-Ports und B-Connectivity an.

Gegenüber den angeschlossenen FC-Ports erscheint eine Einheit, die FC-BB_IP implementiert, wie ein normaler FC-Port mit Standard-Datenraten. Damit das auch immer klappen kann, muss sie in der Lage sein, vermöge der IP-Schicht im Rahmen von WAN-Verbindungen Datenraten auszuhandeln.

weiter mit: FC-BB_GFPT

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