Speicher-Technologien im Griff behalten

Fallstricke bei der Speicher-Virtualisierung und Software Defined Storage vermeiden

| Autor: Thomas Joos

Daten klassifizieren, Dateiserver mit Windows Server 2016 betreiben
Daten klassifizieren, Dateiserver mit Windows Server 2016 betreiben (Daten klassifizieren, Dateiserver mit Windows Server 2016 betreiben)

Viele Unternehmen setzen auf die Virtualisierung von Servern. Mittlerweile spielen aber auch die Virtualisierung anderer Infrastrukturbereiche eine Rolle, zum Beispiel die des Speichers.Mit Software Defined-Ressourcen im Rechenzentren erreichen Unternehmen eine Trennung der Verwaltungsebene und der Datenebene. Die Verwaltung der tatsächlich vorhandenen Ressourcen wird von der Zuteilung der Ressourcen entkoppelt. Dadurch lassen sich Ressourcen besser nutzen.

Setzen Unternehmen zum Beispiel zwei unterschiedliche Dateiserver ein, auf denen der Speicherplatz unterschiedlich verwendet wird und die über verschiedene Festplattentechnologien verfügen, lassen sich diese zu einem Pool zusammenfassen. Aus dem Pool heraus lassen sich einzelne Speicherbereiche virtualisiert zur Verfügung stellen, sodass Freigaben und Serverdienste genau den Speicherplatz erhalten, den sie auch benötigen. Verfügt Server A zum Beispiel über eine SSD mit etwa 500 GB Kapazität, bei der noch 20 GB frei sind, und Server B über eine 1 TB HDD mit noch 500 GB freien Speicherplatz, lässt sich hier der Speicher zu einer Gesamtkapazität von 1.5 TB zusammenfassen, bei der noch insgesamt 520 GB frei sind.

Ein Server analysiert in einem Storage Definied Network die gespeicherten Daten der Anwender, und legt häufiger verwendete auf den schnelleren Datenträgern ab. Alle anderen Daten werden automatisiert auf herkömmlichen HDD abgelegt. Es ist daher durchaus sinnvoll auf Servern mit Windows Server 2016/2019 auf Storage Pools zu setzen, vor allem dann, wenn Sie noch SSD im Einsatz haben.

In Windows Server 2016 kann ein solcher Speicher nicht nur mehrere Festplatten umfassen, sondern auch mehrere Server. Das erhöht die Flexibilität der Datenspeicherung noch weiter. Microsoft integriert in Windows Server 2016 darüber hinaus noch die Möglichkeit komplette Festplatten, auch innerhalb eines Storage Pools, auf andere Server zu replizieren. Diese Replikation erfolgt synchron und blockbasiert. Unternehmen erhalten auf diesem Weg die Möglichkeit Geo-Cluster aufzubauen. Die Technologie ist also sehr Zukunftssicher und auch in der nächsten Serverversion verfügbar.