Konvergente Systeme und doch best of breed

Extreme Networks erschließt sich mit EMC und Lenovo neuen Kundenkreis

| Redakteur: Ulrike Ostler

Analysten erwarten ein jährliches Wachstum von 40 bis 60 Prozent bei integrierten, konvergenten Systemen.
Analysten erwarten ein jährliches Wachstum von 40 bis 60 Prozent bei integrierten, konvergenten Systemen. (Bild: Extreme Networks)

„Die Kunden wollen konvergente Systeme und trotzdem freie Wahl der Komponenten“, sagt Kai Gutzeit, Manager bei Extreme Networks. Der Hersteller von Netz-Komponenten geht mit EMC und Lenovo Partnerschaften ein, die diese validieren und zertifizieren. Vertriebspartner liefern dann für Computing, Storage und Networking fertige Systeme.

Rund 6.000 Kunden zählt Extreme Networks weltweit. Doch bisher zählen nur 15 bis 20 Prozent davon zur Datacenter-Klientel. Mit Zertifizierungen für konvergente Systeme, die Storage-, Computing- und Netzwerk-Funktionen integrieren, hofft das Unternehmen darauf, weitere Kunden in diesem Segment gewinnen zu können.

Tatsächlich erwarten Analysten ein jährliches Wachstum von 40 bis 60 Prozent bei integrierten Systemen. Die Validierung entsprechener Technik ermöglicht es Channel-Partnern, VARs und Distributoren, ihr Service-Portfolio im Hinblick auf Disaster-Recovery, Business-Continuity, Business-Productivity sowie Edge-Lösungen über eine integrierte Lösungsarchitektur zu erweitern.

Die Technikpartner, in diesem Fall von EMC und Lenovo, packen je nach Kundenwunsch bereits aufeinander abgestimmte Komponenten zu einem System zusammen. „Diese Kunden brauchen diese im operativen Betrieb nicht mehr validieren“, sagt Gutzeit und vergleicht solche integrierten Rechner mit dem „Vblock“ von VCE, die aus Komponenten von Cisco, VMware und EMC besteht.

Wie Vblock, nur flexibler ...

Und damit kennt sich Gutzeit aus, war er doch vor der Beschäftigung bei Extreme Networks für zwei Jahre VCE-Geschäftsführer. Doch während ein VBlock immer aus Komponenten derselben drei Hersteller besteht, will EMC mit VSPEX den Kunden eine größere Auswahl bieten (siehe: Abbildung 3).

EMC VSPEX wurde entwickelt, um die Installation von Cloud- und Virtualisierungstechniken zu rationalisieren. Denn dieser Ansatz ermöglicht Kunden, Entscheidungen über die Wahl der Hypervisor-, Rechner-, Netzwerk- und Speicherkomponenten auf Basis zertifizierter Komponenten zu treffen und reduziert damit die Komplexität und das Risiko für IT-Teams.

Nun haben die EMC VSPEX Labs die „Open Fabric Datacenter“- und Cloud-Networking-Architektur von Extrem Networks als Teil validiert. Konkret geht es um den 10-Gigabit-Ethernet-Switch „Summit 670“.

OpenStack und mehr

Eine entscheidende Voraussetzung dafür ist die Implentierung von Standards. „Wir unterstützen EMC VSPEX-Lösungen mit robustem Networking auf Basis offener Standards, einschließlich SDN-fähiger Switche“, sagt Gutzeit. „Damit können Endkunden integrierte Speichernetze mit Stacks für die Server-Virtualisierung nahtlos installieren.“

Die Open Fabric Datacenter-Linie von Extreme Networks unterstützt führende Hypervisoren, die OpenStack IaaS Cloud-Plattform und andere standardbasierte Technologien sowie verlustfreies Ethernet-Storage mit Data Center Bridging (DCB).

Auch die strategische globale Reseller-Allianz mit dem Rechnerhersteller Lenovo zielt auf konvergenten Infrastrukturen für Rechenzentren und die Cloud. Lenovo ist der größte Produzent von PCs und Anbieter von Technologielösungen für weltweit tätige Unternehmen.

Partnerschaft mit Lenovo

Der chinesische Hersteller wird seinen Campus-, Data-Center- und Cloud-Kunden unter anderem durch die Zertifizierung der 1 und 10 Gigabit- OpenFabric Switches „Summit 440“, „Summit 460“ und „Summit 670“ von Extreme Networks konvergente Infrastrukturen anbieten.

Darrel Ward, Vice President Marketing bei Lenovo Enterprise Products Group, sagt zu der Vereinbarung: „Die Konzentration auf die Anforderungen der Kunden im Hinblick auf Cloud und Rechenzentren verlangt die Integration des Netzwerk-Stacks mit erprobten Lösungen für Computing, Storage und Networking.“ Mit Extreme Networks habe das Unternehmen einen Partner gefunden, der es ermöglicht, eine komplette Lösung auf Basis offener Standards anzubieten, die eine zentrale Rolle für die Kunden bei der Errichtung kosteneffizienter und skalierbarer Architekturen spiele.

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