IT Infrastructure Library lässt Anwender mit praktischen Fragen allein Exagon will Schwächen von ITIL 3 mit methodischen Konzepten beheben

Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Trotz methodischer Schwächen kommt ITIL 3 wieder etwas besser bei den Anwendern an – so eine jetzt vorgestellte Exagon-Studie. Mehr als jeder zweite ITIL-Nutzer glaubt an eine engere Verzahnung von IT-Services mit Business-Services. Probleme gibt es derweil bei der Umsetzung. Mit eigenen Konzepten will Exagon ITIL praxistauglicher machen.

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Laut Exagon stabilisert sich die Akzeptanz von ITIL 3 bei den Anwendern.
Laut Exagon stabilisert sich die Akzeptanz von ITIL 3 bei den Anwendern.
( Archiv: Vogel Business Media )

Bereits vor anderthalb Jahren hat Exagon Consulting Anwender gefragt, was sie von der aktuellen Version der IT Infrastructure Library (ITIL 3) halten. Während damals noch 57 Prozent glaubten, IT-Services und Business-Prozesse mit dem Framework besser verzahnen zu können, brach der Wert bereits sechs Monate später auf 43 Prozent ein. Mittlerweile ist die Akzeptanz wieder auf 55 Prozent gestiegen.

Zusätzlich geben sich 29 Prozent der ITIL-Anwender zumindest verhalten optimistisch. Die Zahl der Skeptiker beziffert die zum dritten Mal von Exagon durchgeführte Vergleichsbefragung auf 16 Prozent – das sind halb soviele wie noch Anfang 2008.

An der grundsätzlichen Notwendigkeit haben Anwender laut Exagon-Erkenntnissen indes keinen Zweifel: Lediglich vier Prozent glauben, im IT Service Management (ITSM) auf einen direkten Bezug zu Business-Bedingungen verzichten zu können.

In der Praxis gibt es mit ITIL 3 anscheinend dennoch einige Probleme: Laut Exagon ist das aktuelle Regelwerk inkonsistent und spare mit konkreten Antworten. So bleibe beispielsweise unklar, wie eine Integration verschiedener Lifecycles realisiert werden könne.

Exagon-Geschäftsführer Joachim Fremmer fasst zusammen: „Der Lifecycle-Ansatz an sich ist richtig, aber der Weg dorthin weist Schwächen auf“. Genau diese will Exagon jetzt auch mit eigenen methodischen Konzepten ausmerzen und bietet Anwendern Hilfe an.

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