HPE launcht neue Greenlake-Services für den Mittelstand

„Everything-as-a-Service” bringt Kunden mehr Entscheidungsfreiheit

| Autor: Elke Witmer-Goßner

Vorkonfigurierte Lösungen wie HPE GreenLake erlauben modernen IT-Betrieb ohne Abstriche.
Vorkonfigurierte Lösungen wie HPE GreenLake erlauben modernen IT-Betrieb ohne Abstriche. (Bild: Hewlett Packard Enterprise)

Bis 2022 will Hewlett Packard Enterprise (HPE) sein gesamtes Portfolio as-a-Service, im Abonnement oder Pay-per-Use-Modell als Alternative zum Infrastruktur- beziehungsweise Lizenzkauf anbieten. Außerdem gibt es bei „Greenlake“ neue Produkte für den Mittelstand und den Netzwerkbetrieb.

„Die IT-Welt wird künftig nur hybrid laufen“, erklärt Heiko Meyer, Vorsitzender der Geschäftsführung HPE Deutschland und Senior Vice President Global Sales DACH und Russland, der die jüngsten Ankündigungen der HPE Discover Mitte Juni in Las Vegas in der Münchner Niederlassung der deutschen Presse vorstellte: Hinter der neuen Strategie, künftig „Everything as a Service“ anzubieten, steckt der Wunsch und die Entscheidung der Kunden, vornehmlich hybride Umgebungen betreiben zu wollen. Unternehmen wünschen sich mehr Freiheit, um Plattformen und Technologien miteinander kombinieren zu können. Gleichzeitig sind Sicherheitsbedenken noch immer nicht ausgeräumt.

Deutschland-Chef Heiko Mayer hatte viel Neues von der diesjährigen HPE Discover zu berichten.
Deutschland-Chef Heiko Mayer hatte viel Neues von der diesjährigen HPE Discover zu berichten. (Bild: Gudrun de Maddalena/Hewlett Packard Enterprise)

Die Cloud kann in Zukunft nur ein Bestandteil dieser hybriden Umgebungen sein, sagte Meyer weiter. Immer mehr Daten werden außerhalb der Cloud beziehungsweise an deren Rand erzeugt – heute und in Zukunft noch immer mehr. Computing beim Kunden dreht sich daher immer mehr um die Bereiche Datenerzeugung und -speicherung, Edge und Cloud Computing. Und gerade dieser immer wichtiger werdende Randbereich fordere spezialisierte Services, dedizierte Cloud-Angebote und leistungsstarke Rechenzentren.

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10.07.19 - HPE kündigte kürzlich auf der Hausmesse „Discover“ in Las Vegas nicht nur an, in schon drei Jahren alle Produkte auch als verbrauchsorientiert abgerechneten Service anzubieten, sondern auch zwei neue Produkte: das hochverfügbare Speichersystem „HPE Primera“ und eine HCI-ähnlicheTechnik, bei der Storage und Server frei skalierbar sind. lesen

Nutzer-Anwendungen und Workloads bestimmen viel stärker als früher den Bedarf an IT, führt Mayer aus. „Was, wieviel, wo und wann bestimmt alles der Kunde.“ Und der will immer mehr nur IT nutzen statt kaufen. Insofern steigt der Bedarf an verbrauchsabhängiger Abrechnung ebenso wie der Wunsch nach einem durchgängigen Management der Umgebungen. Fast logisch also, dass man mit dem Consumption-Modell von HPE Unternehmen, die ihre IT verteilt und hybrid betreiben und managen wollen, entsprechende verbrauchsabhängige Bezugsmodelle anbietet, die aber nicht identisch sind mit Outsourcing- oder Leasingangeboten.

Hersteller, Mittelstand und Partner im grünen See

Unter der Linie Greenlake bietet HPE bereits ein solches Modell an: Nutzungsbasierte IT-Lösungen mit nutzungsabhängiger Bezahlung vor Ort oder in der Cloud, die Hardware, Software und technische Expertise umfassen. HPE Greenlake ist ein As-a-Service-Portfolio mit einem durchgängigen, cloud-ähnlichen Ansatz für die Verwaltung von Workloads.

Das Greenlake-Portfolio umfasst eine breite Palette an Technik von HPE und seinen Partnern, außerdem Mess- und Steuerungsfunktionen, um die Nutzung zu überwachen und anzupassen. Für Kunden, die eine Co-Location-Einrichtung für ihre Greenlake-Systeme nutzen möchten, hat HPE strategische Partnerschaften mit Cyrus One und Equinix geschlossen. Kunden können deren Rechenzentren nutzen, um HPE Greenlake-Services sofort abzurufen.

Mit „Greenlake Flex Capacity“ bietet HPE eine verbrauchsabhängige Abrechnung von IT-Infrastruktur z.B. für Server, Storage, Netzwerklösungen, VMs oder Container an. „Greenlake Workload“-Angeboten umfasst von HPE betriebene Workload-Techniken wie Backup, SAP HANA, Datenbanken oder Big Data. Und mit „Greenlake Hybrid Cloud“ werden hybride Clouds mit beispielsweise AWS, Microsoft Azure, Azure Stack oder Google Cloud mit kontinuierlicher Kosten- und Compliance-Steuerung betrieben.

Wachstum der Greenlake-Nachfrage

Der Greenlake-Ansatz findet inzwischen so großen Anklang im Markt, dass es sogar das am schnellsten wachsende Produktsegment des Konzerns ist, verkündet Mayer nicht ohne Stolz. 99 Prozent der Greenlake-Kunden würden ihre Verträge verlängern, hauptsächlich auch wegen der deutlich messbaren Kostenersparnis um durchschnittlich 30 Prozent, indem Überkapazitäten beseitigt, Projektzeiten verkürzt (65 Prozent weniger) oder Support- und Professional-Service-Kosten um sogar 90 Prozent reduziert werden konnten. HPE hat nun dieses seit acht Jahren erfolgreiche Portfolio um Greenlake-Angebote für den Mittelstand und WLAN-Netzwerke erweitert.

„Greenlake Mid Market“ enthält vorab konfigurierte Workloads für mittelständische Kunden – vorkonfigurierte As-a-Services-Lösungen für Rechenleistung, Datenbanken, Private Cloud, Storage und Virtualisierung. Diese Workload-optimierten Angebote verringern den Zeitaufwand für die Konfiguration, Konstruktion und das Testen.

Hinter „Greenlake Aruba“ steckt Network-as-a-Service für Enterprise WLAN, Edge Switching, Security und Management. HPE Greenlake für den Mittelstand, die HPE Greenlake-Angebote über die Co-Location-Partner Cyrus One und Equinix sowie HPE Greenlake für Aruba sind ab sofort verfügbar.

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