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Green-Supercomputing Eurora siegt für Europa

| Redakteur: Wilfried Platten

Die energieeffizientesten Supercomputer stehen in Europa - genauer gesagt in Italien. Die Azzurri dürfen sich gleich über die beiden ersten Plätze freuen.

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Hier schuften Nvidia-GPUs unter italienischer Sonne: Eurora Supercomputer in Casalecchio.
Hier schuften Nvidia-GPUs unter italienischer Sonne: Eurora Supercomputer in Casalecchio.
(Bild: Nvidia)

Auch Supercomputer müssen sparen: Platz, aber vor allem Strom! Deshalb wird zweimal jährlich neben dem Top500-Ranking, das die reinen Leistungswerte für die Rangfolge heranzieht, auch die Green500-Liste veröffentlicht. Sie bewertet die 500 effizientesten Supercomputer. Höchste Effizienz wird dabei definiert als das Verhältnis von Leistung und Stromverbrauch, kurz: wer liefert die meisten Flops pro Watt.

Viva Italia

Offensichtlich wird in Europa ganz besonderes Augenmerk auf sparsame Superrechner gelegt. Denn der neue Spitzenreiter Eurora steht in Italiens größtem Supercomputing Center Cineca in Casalecchio die Reno. Er arbeitet mit Tesla-K20-GPUs von Nvidia und kitzelt exakt 3.210 Megaflops pro Watt aus deren Kernen. GPUs (Graphic Processing Units) kommen, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus dem Grafik-Bereich und sind für die parallele Verarbeitung rechenintensiver Aufgaben gezüchtet. Herkömmliche CPUs dagegen arbeiten seriell.

Mehr Flops pro Watt

Auch die aktuelle Nummer zwei im Green500-Ranking, der Aurora Tigon, arbeitet mit den Tesla-GPUs. Er ist in der Selex-ES-Einrichtung in Chieti installiert. Für Sumit Gupta, General Manager der Tesla Accelerated Computing Business Unit bei Nvidia ist reine Leistung auch bei Supercomputern nicht mehr alles: "Alle zukünftigen Systeme müssen höhere Leistung bei reduziertem Stromverbrauch abliefern."

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