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Riesiges Patent-Portfolio geht nun in den Besitz des Suchmaschinen-Betreibers über EU-Kommission nickt Google-Motorola-Deal ab

| Redakteur: M.A. Sylvia Lösel

Mit mehr als einem Monat Verzögerung haben nun sowohl die EU-Kommission als auch die US-Wettbewerbshüter dem Kauf von Motorola Mobility durch Google zugestimmt. Dennoch bleibt Google aber im Visier der Aufsichtsbehörden.

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Motorola ist nicht nur wegen der Patente interessant, sondern auch wegen seiner Hardware-Kompetenzen.
Motorola ist nicht nur wegen der Patente interessant, sondern auch wegen seiner Hardware-Kompetenzen.

Eigentlich wollte sich die EU-Kommission bereits am 10. Januar zu dem Kauf von Motorola Mobility durch Google äußern. Doch dann forderten die Wettbewerbshüter neue Dokumente an, um denDeal auf Herz und Nieren zu prüfen. Mit mehr als einem Monat Verspätung haben nun dennoch sowohl die EU-Kommission als auch das US Department of Justice dem Deal zugestimmt. Damit steht dem größten Zukauf in der Google-Geschichte nichts mehr im Wege.

Gegen Patentklagen wappnen

Google übernimmt Motorola Mobility zum Kaufpreis von 12,5 Milliarden US-Dollar. Rund 17.000 Patente und 7.500 Patentanträge gehen nun in den Besitz des Suchmaschinen-Betreibers über. Mit diesem gewaltigen Patentportfolio wappnet sich Google gegen Patentklagen von Rivalen wie zum Beispiel Apple. Doch ganz ohne Bauchschmerzen haben die EU-Wettbewerbshüter dem Ganzen wohl nicht zugestimmt. Wie EU-Kommissar Joaquin Almunia konstatierte: „Es gibt nicht genug Gründe, den Merger zu blockieren, aber wir werden wachsam sein.“ Die Bedenken gehen vor allem dahin, dass Google seine Patente dazu missbrauchen könnte, neue Technologien und neue Wettbewerber mit hohen Lizenzabgaben zu blockieren.

Verlierer bei Nortel-Deal

Bevor der Motorola-Google-Deal bekannt wurde, hatte sich der Suchmaschinen-Betreiber bereits um das Nortel-Patentportfolio beworben, und dort den Kürzeren gegenüber einem Konsortium um Apple und Co. gezogen.

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